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Wedemark Gemeinde sucht Dialog mit Landwirten und unterstützt Kampagne
Umland Wedemark

Wedemark: Gemeinde sucht Dialog mit Landwirten und unterstützt Kampagne

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16:46 06.11.2019
Enthüllen für die Kampagne "Echt grün - Eure Landwirte" in Bissendorf gemeinsam ein Banner: Bürgermeister Helge Zychlinski (von links), Arnd von Hugo, Wedemarks Wirtschaftsförderin Antonia Hingler, Carl Dohme vom Landvolk und Umweltkoordinator René Rakebrandt. Quelle: Sven Warnecke
Wedemark

Die Gemeinde Wedemark unterstützt das Anliegen der Landwirte, ein „besseres gesellschaftliches Verständnis für eine moderne und tierfreundliche Landwirtschaft zu erreichen“. Darauf weist Bürgermeister Helge Zychlinski nun bei der Präsentation eines Werbeplakats der Kampagne „Echt grün – Eure Landwirte“. Die Botschaft prangt nun an einem sogenannten Schilderbaum, der im Gewerbegebiet Bissendorf an der Straße Auf der Haube vor dem Wertstoffhof des Abfallentsorgers Aha steht.

Nach Auskunft von Carl Dohme, Geschäftsführer des Landvolks Hannover, hatte sein Verband die 21 Kommunen der Region um Unterstützung für das Anliegen kontaktiert. Bislang hatten dazu die Städte Barsinghausen, Lehrte und Springe sowie die Gemeinde Wedemark ihre Bereitschaft signalisiert.

„Echt grün – Eure Landwirte“: Imagefilm der Kampagne

Beim Landvolk selbst kümmert sich Arnd von Hugo, Mitglied des geschäftsführenden Vorstands, um die Belange der freiwilligen Initiative, die sich auf die Fahne geschrieben hat, eine „positive Imagewerbung für die Landwirtschaft“ zu machen, erzählt er nun in Bissendorf beim Ortstermin. „Wir machen aber keine Politik“, betont von Hugo. Deshalb unterscheide sich diese Kampagne des Landvolks etwa auch von der Initiative Land schafft Verbindung, erläutert er. Diese hatte am 21. Oktober mit mehreren Tausend Treckern in Hannover oder etwa Oldenburg lautstark gegen das ihrer Ansicht nach negative Image ihres Berufsstandes protestiert und die Bedeutung der Landwirtschaft für die Gesellschaft unterstrichen.

Diese Bedeutung hebt auch der Wedemärker Bürgermeister hervor. In der noch stark ländlich strukturierten Kommune gib es immerhin 102 landwirtschaftliche Betriebe. Knapp 80 davon sind sogenannte Vollerwerbslandwirte, die damit den Lebensunterhalt für ihre Familien verdienen.

Gemeinde will Dialog anschieben

„Wir wollen einen Dialog anschieben“, begründet Zychlinski das Engagement der Gemeinde. „Es wird genug übereinander geredet“, betont er. Es sei indes viel wichtiger, miteinander ins Gespräch zu kommen. Zudem könne es in der aktuellen Debatte nicht sein, dass diese auf dem Rücken der Bauern ausgetragen werde. „In der Gesellschaft ist man heute schnell dabei, mit dem Finger auf die Landwirte zu zeigen.“

„Wir stinken“, gibt von Hugo dann auch zu – und meint das Wirtschaften. „Aber ohne Landwirtschaft ist ein Auskommen schwer.“ Dass die Wedemark so schnell Zustimmung signalisiert hat, freut das Landvolk. „Wir sind der Gemeinde sehr dankbar.“

Doch dabei will es die Gemeinde nicht bewenden lassen. Zychlinski kündigt für nächstes Jahr weitere Schritte zusammen mit der Landwirtschaft an. Dabei denkt er etwa an Blühstreifen für den Insektenschutz. Gleichwohl werde die Kommune aber auch stärker auf den Sinn dieser Flächen hinweisen. Denn auch wenn sie nicht blühten, erfüllten sie einen wichtigen Zweck zum Wohl der Tierwelt, ergänzt Wedemarks Umweltkoordinator René Rakebrandt.

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