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Wedemark In Wiechendorf müssen Hähne auch am 1. Mai arbeiten
Umland Wedemark In Wiechendorf müssen Hähne auch am 1. Mai arbeiten
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00:18 04.05.2019
Der sechsjährige Mattis Buck aus Brelingen hat seinen Zwerg-Wyandottenhahn vom Züchter geleast und den dritten Platz errungen. Der Vereinsvorsitzende Hendrik Biesalski gratuliert. Quelle: Ursula Kallenbach
Wiechendorf

Eigentlich ist die erste Morgenfrühe ihre Zeit und nicht 9 Uhr – aber watt mutt, dat mutt, sagt man auf dem Lande. Also mussten 45 Hähne aus den Ställen der Rassegeflügelzüchter Wedemark traditionell am 1. Mai ihr Bestes geben. Eingesetzt in Einzelkäfige hatten sie sich im RGZV-Vereinsheim in Wiechendorf ab 9 Uhr eine halbe Stunde gegen die Konkurrenten im Hähnewettkrähen zu behaupten. Sieger wurde ein Zwerghahn mit 56 Krährufen, penibel abgehört und auf einer Strichliste seines Protokollanten vermerkt.

Wettbewerb wird zum zentralen Dorffest

Niemand durfte Hähne und Richter stören – zum 20. Mal nahm die Rassegeflügelzuchtvereinigung diese Prozedur in dem ausgebauten Vereinsheim auf dem Hof Schnehage in Wiechendorf vor, doch die Tradition wird jetzt schon im 51. Jahr gepflegt. Unmittelbar nach dem eigentlichen Wettbewerb zeigt das Fest, zu was es sich herausgemacht hat: eine große Schau mit vielen Aktivitäten für Familien mit Kindern. Bis zum späten Nachmittag sind alle ausgewiesenen Autostellplätze besetzt, reihen sich die Fahrräder eins ans andere, fahren Treckergespanne Besucher rund um das Karree.

Es ist eine Attraktion für Familien: Traditionell am 1. Mai lassen die Rassegeflügelzüchter Wedemark ihre Hähne um die Wette krähen –zum 20. Mal auf dem Hof Schnehage im Vereinsheim in Wiechendorf.

Hoch erfreut ist dennoch der Vereinsvorsitzende Hendrik Biesalski über die Beteiligung der Jung- und Altzüchter mit insgesamt 45 eingesetzten Hähnen. „Das ist eine gute Zahl, und die Schau drumherum hat einen riesigen Zuspruch“, sagt der Bissendorfer, der selbst seit seiner Jugend Rassegeflügel züchtet. Allerdings lagen die Zahlen schon einmal um 100 Zuchthähne und entsprechend viele Züchter. „Die Geflügelseuche hat damals einen erheblichen Einschnitt gebracht“, verdeutlicht Frank Moll aus dem Vorstand. Infolge der seinerzeit lang andauernden Auflagen – das Geflügel musste wegen der Gefahr der Ausbreitung in den Ställen gehalten werden – hatten viele Züchter ihre Bestände aufgegeben. Inzwischen steht der Zuchtverein auch für viele Geflügelhalter offen, die nicht züchten, wohl aber gerne Hühner oder Enten in ihrem Garten laufen lassen möchten.

Rahmenprogramm begeistert auch die Kinder

Bei Kindern rennen die Geflügelzüchter an einem solchen Schautag ohnehin offene Türen ein. Da sind eben geschlüpfte Küken unter der Wärmelampe zu sehen, und viele kleine Hühnerrassen bieten sich für erste Erfahrungen mit Hahn und Hühnervolk an. Das Schauprogramm gab den Besuchern außerdem Einblick in das Imkern und die Arbeit mit Hütehunden. Kinder konnten im zweiten Durchgang des Hähnewettkrähens zudem für einen der zugelassenen Hähne eine Patenschaft übernehmen und die Punkte auf ihr Konto buchen lassen. Die drei ersten Gewinner waren Arne Freund, Johanna Fröhlich und Mattis Buck. Den Sieg im offiziellen Teil des Hähnewettkrähens errang Sven Dömpke aus Hellendorf mit seinem Zwerg-Wyandotten-Hahn.

Von Ursula Kallenbach

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