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Wedemark Ortsrat Bissendorf-Wietze fragt Bedarf für schnelles Internet ab
Umland Wedemark

Wedemark: Ortsrat Bissendorf-Wietze fragt Bedarf für schnelles Internet ab

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15:12 11.07.2019
Symbolbild Quelle: David Ebener/dpa (Archiv)
Bissendorf-Wietze

In Bissendorf-Wietze sind nach Auskunft von Ortsbürgermeister Daniel Leide in einigen Staßen alle derzeit vorhandenen Anschlusskästen für schnelles Internet voll. Die DSL-Anschlüsse seien alle belegt. Derzeit könne nicht erweitert werden. Deshalb startet der Ortsrat jetzt gemeinsam mit dem Telefon-Service-Center in Mellendorf eine Umfrage, um den Bedarf vor Ort zu ermitteln.

Welche Bewohner haben Interesse an einem Glasfaseranschluss? Ortsbürgermeister Leide hat nach eigenen Angaben von vielen Menschen gehört, die neu nach Bissendorf-Wietze gezogen sind, dass sie einen Anschluss für schnelles Internet haben wollten, dies aber nicht ging. Deshalb haben sie teilweise Angebote für eine Anbindung über Funk bekommen. Das Internet sei aufgrund der vielen Bäume jedoch nur eingeschränkt nutzbar. Der Ortsrat will das Thema deshalb so schnell wie möglich vorantreiben. „Wir wollen es schon forcieren“, sagt Leide auf Nachfrage. „Wir wollen sehen, dass Glasfaser kommt.“ Es gehe jetzt erstmal darum, den Bedarf in dem Ort abzufragen und diese Liste anschließend über die Gemeinde an HTP weiterzuleiten. Der regionale Anbieter müsse dann entscheiden, was passiert. „Wir wollen HTP damit etwas vorgreifen“, sagt Leide. Den Ist-Bedarf kenne das Unternehmen nicht. In Bissendorf-Wietze gibt es zwar keine Neubaugebiete, aber zahlreiche Lückenbebauung – auch dadurch steige der Bedarf im Ort. „Ich weiß, dass hier Not ist“, sagt Georg Jäger, Inhaber des Telefon-Service-Centers. Er kenne die Probleme und Mängel in dem Ort. Mit dieser Bedarfsanalyse wollen die Initiatoren etwas Druck erzeugen, so Jäger. Er habe das Gefühl, dass sich keiner um das Problem kümmere.

Ortsratsmitglieder verteilen 1100 Zettel

1100 Zettel wurden oder werden in den kommenden Tagen von den Ortsratsmitgliedern an die Haushalte in Bissendorf-Wietze verteilt. Vier Fragen können die Betroffenen bis 14. April beantworten und den Zettel anschließend an die Initiatoren zum Beispiel per E-Mail an info@tsc.aetka.de zurückschicken oder bei Georg Jäger oder Daniel Leide abgeben. Bei der ersten Frage müssen die Anwohner ihre jetzige Bandbreite angeben. Die zweite Frage zielt auf den aktuellen DSL-Anbieter ab. Außerdem können sie ankreuzen, welche Mbit-Verbindung sie in Zukunft gern hätten. „Wären Sie auch an einem Glasfaseranschluss im Haus interessiert?“, lautet die vierte Frage. „Damit würden Sie DSL 250 000 bekommen.“ Allerdings könnte auf Hausbesitzer einmalig 600 Euro Anschlusskosten zukommen, damit Glasfaser direkt ins Gebäude führt.

Die Wedemark sei in der Betrachtung, was Glasfaseranschlüsse bis an die einzelnen Häuser angeht, sagt Kathrin Mackensen, Pressesprecherin von HTP auf Nachfrage. Seit 2010 hat das Unternehmen ihren Angaben zufolge das Netz umfangreich ausgebaut und Glasfaserleitungen bis in die einzelnen Orte verlegt. „Jetzt prüfen wir den weiteren Ausbau“, sagt Mackensen. „Um Glasfaser bis ins Haus führt aus unserer Sicht kein Weg vorbei.“ Einen genauen Zeitplan könne sie jedoch noch nicht nennen. Und HTP sei bei dem Thema bereits aktiv – beispielsweise in der Samtgemeinde Schwarmstedt oder im Landkreis Hameln-Pyrmont.

Nach Auskunft von Gemeindesprecher Ewald Nagel führt Wirtschaftsförderin Antonia Hingler „immer wieder Gespräche mit den Protagonisten, mit dem Ziel für alle Gemeindeteile einen Ausbau zu ermöglichen“. Es gebe regelmäßigen Kontakt mit den privatwirtschaftlichen Anbietern HTP und Deutsche Glasfaser, um eine Kooperation zu fördern. Denn es zeichne sich aus Sicht der Gemeinde ab, dass „ein Anbieter allein nicht alle Ortschaftsteile ausbauen wird“. Die Gemeinde habe nach Angaben Nagels festgestellt, dass die Unternehmen „derzeit keine großen Bestrebungen zeigen, den Ausbau eigenwirtschaftlich voranzutreiben“. Doch die Verwaltung sieht die Dringlichkeit bei dem Thema, sagt Nagel.

Bis es schnelles Internet in Bissendorf-Wietze gibt, werde es noch etwas dauern, so Leide. Aber der Ortsrat hat das Thema auf der Agenda. Weitere Fragen zur aktuellen Umfrage beantworten Georg Jäger, Inhaber des Telefon-Service-Center, unter Telefon (05130) 39215, oder Ortsbürgermeister Daniel Leide, Telefon (05130) 7439.

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