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Wedemark Resse: Stehen die Müllcontainer bald unter der Erde?
Umland Wedemark

Wedemark Resse: Stehen die Müllcontainer bald unter der Erde?

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00:16 16.05.2019
Das ist der bisherige Standort an der Osterstraße. Quelle: Stephan Hartung (Archiv)
Resse

Die Diskussion um einen geeigneten Standort für den Wertstoffsammelplatz in Resse läuft bereits einige Jahre. Auf der jüngsten Ortsratssitzung hat der Umweltschutzbeauftragte der Gemeinde Wedemark, René Rakebrandt, eine Fläche seitlich am Moorinformationszentrum (Mooriz) an der Martin-Luther-Straße als möglichen Standort ins Gespräch gebracht – mit einer unterirdischen Lagerung des Glas-Mülls.

Zuvor hatte die Verwaltung drei Prüfvorschläge auf dem Tisch. Die Standorte am Frischmarkt Pagel und am Moorinformationszentrum an der Straße Altes Dorf seien ungeeignet, machte Rackebrandt noch einmal den anwesenden Ressern deutlich. Dies hatte ein Ortstermin mit den Abfallentsorgern sowie Vertretern aus Politik und Verwaltung ergeben. Beim Lebensmittelmarkt würde die Versicherungspflicht dem Betreiber obliegen und Parkplätze würden beim Bau eines Müllsammelplatzes wegfallen. Am Mooriz ist die Straße Altes Dorf nicht breit genug. Gegen die favorisierte Fläche an der Ecke Leipziger Straße/Tävenriethe hatte sich Widerstand formiert. Zu Beginn der Sitzung machten die Anlieger nochmal ihren Protest deutlich und überreichten den Ortsratspolitikern in der Einwohnerfragestunde eine Unterschriftensammlung – mit 311 Unterstützern aus vier Tagen.

Unter-Flur-System: „Das wird die Zukunft sein“

„Die Überlegungen gehen jetzt einen Schritt weiter“, sagte Rakebrandt während der Ortsratsitzung. Er hat ein Unter-Flur-System ins Auge gefasst, bei dem die Container in der Erde verschwinden und nur der Deckel rausguckt. „Das wird die Zukunft sein“, ist sich der Umweltschutzbeauftragte sicher. Bei einer solchen Lösung scheide die Ecke Leipziger Straße/Tävenriethe als Standort von Grund her aus – dort liegen Leitungen im Boden und es können nach Rakebrandts Angaben keine tiefen Löcher gegraben werden.

Der Umweltschutzbeauftragte betonte, dass die Lärmemission durch ein Unter-Flur-System gesenkt werde und die Entsorgung barrierefrei möglich sei – zwei große Vorteile gegenüber herkömmlichen Müllcontainern. Zudem müssten die Behälter seltener geleert werden als bisher. Hildesheim habe bereits gute Erfahrungen mit dem neuen Entsorgungssystem gemacht, berichtet Rakebrandt. Er unerbreitete den Politikern den Vorschlag, sich die Container vor Ort einmal anzuschauen. Diesen nahmen die Ortsratsmitglieder an.

Keine Container mehr für Papier

„Wir wollen keine Papiercontainer mehr im Ort, wir wollen nur noch Glas“, sagte Kai Tschentscher (WWR). Papier könne jeder über die Tonne entsorgen. Ortsbürgermeister Jochen Pardey (SPD) ergänzte, dass die Container größer seien und nicht zur Vermüllung einladen, weil sie unter der Erde sind. Am bisherigen Standort an der Osterbergstraße kommt es immer wieder zur Vermüllung und Vandalismus. Auch das werde an der Martin-Luther-Straße anders sein, so Rakebrandt. „Das ist eine ganz andere soziale Kontrolle, die hier herrscht.“

Ein Bürger gab in der Sitzung zu bedenken, dass ein Wertstoffsammelplatz das Verkehrsaufkommen in der Martin-Luther-Straße erhöhen werde. Er gab den Vertretern der Gemeinde und den Politikern den Hinweis, ob man darüber nachdenken könne, die Fahrbahn zur Einbahnstraße zu gestalten – wie in früheren Jahren.

Der Umweltschutzbeauftragte sagte, dass er in persönlichen Gesprächen bereits den Standort vorgefühlt habe. Auch der Untergrund wurde bereits geprüft. Die Detailplanung folge jetzt. „Freuen wir uns nicht zu früh.“ Gemeindesprecher Ewald Nagel sagt, dass das System teurer sei. „Es kostet deutlich mehr.“ Eine genaue Zahl konnte er jedoch auf Nachfrage noch nicht nennen.

Im Baugebiet „Neues Land“ soll neuer Wohnraum entstehen Quelle: Stephan Hartung

Ortsrat will B-Plan-Verfahren für Neubaugebiet schnell abschließen

Die Politiker des Resser Ortsrats haben sich in ihrer Sitzung für eine schnelle Aufstellung eines Bebauungsplans für das Baugebiet Neues Land ausgesprochen. Auf der Fläche zwischen dem Ort und der Siedlung Lönswinkel soll Wohnbebauung entwickelt werden. „Die für das Bebauungsplanverfahren nötigen Haushaltsmittel sollen im Gemeindehaushalt 2020 vorgesehen werden“, heißt es in dem Antrag von CDU und SPD. Von Jörg Woldenga (WWR) gab es während der Sitzung den Hinweis, dass die Wählergemeinschaft Wedemark-Resse in dem Antrag gerne einen konkreten Termin für die Fertigstellung des B-Plans formuliert hätte – um genau zu sein den 31. Mai 2020. „Wir wollen verhindern, dass das Ganze nach hinten verschoben wird.“ Die Politiker einigten sich darauf, dass dieser Satz noch in den Antrag aufgenommen wird.

Auch ein Standort für Altglascontainer soll bei der Planung des Gebiets berücksichtigt werden. Dort soll es nach Angaben von Ortsbürgermeister Jochen Pardey (SPD) ebenfalls eine Unter-Flur-Lösung geben. Zudem beauftragten die Politiker die Gemeindeverwaltung, mit der Region Hannover und Regiobus zu sprechen. Ziel ist es eine bessere „Verknüpfung der Buslinien 698 und 460 aufzunehmen“. Am Ende votierten die Mitglieder einstimmig für den Antrag.

Für Verärgerung hatte bei der WWR zuvor eine Pressemitteilung gesorgt, die der Ortsbürgermeister Mitte April veröffentlichte. Titel: Klare Haltung hat Wirkung gezeigt, SPD und CDU in Resse begrüßen Einigung zur Neubaufläche. Die WWR empfand diese Mitteilung „als Frechheit“, sagte Sprecher Andreas Ringt im Gespräch mit dieser Zeitung. „Da haben sich CDU und SPD mit fremden Federn geschmückt.“ Denn: Seit 2016 Jahren habe sich die Wählergemeinschaft für das Baugebiet Neues Land eingesetzt. Herr Pardey habe die Dinge verhindern wollen und stattdessen die Verlängerung der Leipziger Straße ins Auge als Standort für weitere Wohnbebauung ins Auge gefasst. „Dabei war ohnehin klar, dass die Gemeinde den Standort Neues Land favorisiert“, sagte Ringat. jsp/hg

Von Julia Gödde-Polley

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