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Wedemark SPD-Politiker fordern weiter Tempolimit im Forst Rundshorn
Umland Wedemark

Wedemark: SPD-Politiker fordern weiter Tempolimit im Forst Rundshorn

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10:04 10.07.2019
Wollen weiterhin gemeinsam etwas für mehr Sicherheit auf Wedemarks Straßen tun (von links): Walter Zychlinski, Jürgen Benk, Rüdiger Kauroff und Ronald Fischer. Quelle: Sven Warnecke (Archiv)
Wedemark

Die Straßen durch den Forst Rundshorn sind sehr schmal. Fahrzeuge im Gegenverkehr kommen nur schwer aneinander vorbei, ohne auf den unbefestigten Seitenstreifen auszuweichen. Doch die Strecke wird in letzter Zeit häufiger von Verkehrsteilnehmern genutzt, die den Stau auf der Autobahn 7 umfahren wollen und sich dabei von ihrem Navigationsgerät leiten lassen. Der SPD-Regionsabgeordnete Walter Zychlinski fordert deshalb weiterhin ein Tempolimit auf den Kreisstraßen 108, 109 und 110. Die Region Hannover und die Gemeinde Wedemark sehen derzeit jedoch keine Notwendigkeit.

SPD: Tempolimit dringend nötig

„Die Straße animiert nicht zum Schnellfahren“, sagt Walter Zychlinski nach einer Testfahrt auf den Straßen. Doch bei Autofahrern, die gerade von der A 7 abfahren, handle es sich um ein anderes Klientel. Ein Tempolimit sei aufgrund der derzeitigen Baustelle auf der Autobahn deshalb dringend notwendig. „Wir meinen schon, dass man unbedingt eine Geschwindigkeitsbegrenzung benötigt“, sagt der SPD-Politiker und spricht nach eigenen Angaben auch für Elzes Ortsbürgermeister Jürgen Benk.

Von Bewohnern aus Meitze habe er Klagen gehört, dass Autos und Lastwagen mit hoher Geschwindigkeit in den Ort fahren. Die Anwohner hätten deshalb bereits selbst Schilder aufgestellt, die zum langsameren Fahren animieren sollen, sagt Walter Zychlinski. An der Stelle wird die Straße breiter. Deshalb sei es nötig, Autos kurz vor Meitze auszubremsen.

Welches Limit soll gelten?

Der SPD-Politiker würde sich über Tempo 50 freuen. „Die Straßenverhältnisse erlauben eigentlich nicht mehr als dies“, sagt Zychlinski. Autofahrer mit Verstand würden auch nicht schneller auf der Strecke fahren. Doch auch mit einem Tempolimit von 70 Stundenkilometern wäre der Regionsabgeordnete zufrieden. „Wenn die Leute dann nur 50 fahren, wäre das noch besser.“

Region und Gemeinde sehen derzeit keinen Handlungsbedarf

Nach Auskunft von Gemeindesprecher Ewald Nagel sieht die Kommune derzeit keinen Handlungsbedarf. „Wenn es voll ist, kann man da sowieso nicht mehr als 70 Stundenkilometer fahren“, sagt Nagel auf Nachfrage. „Wir wollen keine Schilder-Orgie veranstalten.“ Die Region und die Gemeinde seien sich einig, dass ein Tempolimit „im Moment übertrieben wäre“, betont er.

Regionssprecherin Christina Kreutz bestätigt, dass es zu dem Thema bereits einen gemeinsamen Ortstermin der Behörde und der Kommune gegeben hat. Doch: „Wir beobachten die Situation vor Ort und werden kurzfristig reagieren, wenn wir mitkriegen, dass sich signifikant etwas ändert“, sagt Nagel. Zudem seien im Wald keine Anwohner von den hohen Geschwindigkeiten betroffen. „Wichtig ist, dass wir innerorts Anwohner nachts vor Lärm schützen.“ Auch die Region will Kreutz’ Angaben zufolge die Situation „weiter intensiv“ im Blick behalten.

Strecke ist für die Polizei kein Unfallschwerpunkt

„Für uns ist das kein Unfallschwerpunkt“, sagt Kai-Uwe Bebensee, Leiter des Wedemärker Kriminal- und Ermittlungsdienstes.In den vergangenen Wochen gab es einen „Spiegelklatscher“ auf der Strecke, bei dem ein Elfjähriger durch herumfliegende Glassplitter leicht verletzt wurde. Ende Juni stießen zwei Autos auf der Kreuzung von Wasserwerkstraße und K 109 zusammen.

Die SPD will weiterhin auf ein Tempolimit drängen. „Wir bleiben da weiter dran“, sagt Walter Zychlinski.

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