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Wedemark So sieht das mobile Theaterfoyer für die Theatertage aus
Umland Wedemark

Wedemark: So sieht das mobile Theaterfoyer für die Theatertage aus

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06:00 23.05.2019
Hans Horst (von links), Dirk Ihle, Max Müllbauer und Angela von Mirbach bringen die Elemente des Foyers schon mal in Bewegung. Quelle: Ursula Kallenbach
Wedemark

Nur eine Vorgabe hat Angela von Mirbach für das Projekt Theaterfoyer gemacht: „Es muss von A nach B bewegt werden können.“ Jetzt sieht die Kulturbeauftragte der Gemeinde Wedemark in der Tischlerei von Hans Horst an der Industriestraße in Mellendorf, wohin diese gestalterische Freiheit geführt hat. Den ersten Theatertagen der Wedemark vom 14. Juni an sowie später allen weiteren Kulturereignissen wird ein mehrteiliges, multifunktionales Holzobjekt künstlerisch den Weg weisen. Es eignet sich als Eingangstor, Verkaufsstand oder Litfaßsäule, umfasst 24 Hocker und wird für die Besucher der Türöffner zur Kultur sein.

„Es steckt viel Herzblut darin“, antwortet der Handwerker auf die Frage, welche Kosten denn für das Ensemble aus schichtverleimtem Sperrholz anzusetzen seien. Eine genaue Zahl wollen die Beteiligten nicht nennen. Der Bund fördert das neue Kulturformat Theatertage in der Wedemark mit knapp 100.000 Euro. Die Gemeinde erhält das Geld über das Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE) über drei Jahre verteilt. Die 55 angenommenen Arbeitsstunden habe er jedenfalls schon aufgebraucht, weiß Horst sicher. Aber es bedeute ihm viel, an einem solchen Projekt mitzuwirken. Als Designer neben dem Tischler hat der 17-jährige Max Müllbauer von der IGS Wedemark seine Ideen beigesteuert. Zeit zum Werkeln darüber hinaus hätten ihm seine schulischen Pflichten nicht gelassen, bedauert der Schüler bei der Präsentation.

Drei Plätze frei zum Bemalen

Zum Bemalen der Holzteile können sich Wedemärker noch auf drei freie Plätze melden in einem Workshop am 5., 6. und 7. Juni dort in der Tischlerei. Damit geht das Projekt so weiter, wie der künstlerische Leiter der Theatertage, Dirk Ihle, es sich wünscht: „Kultur muss gemacht werden.“ Also werde sich auch das Holzobjekt noch verändern. Anmelden können sich interessierte Maler bei der Kulturbeauftragten Angela von Mirbach unter Telefon (0 51 30) 58 12 74. Die Theatertage bieten im Juni und Juli neun Aufführungen in der Pfarrscheune der Kirche in Elze sowie auf dem Campus W in Mellendorf und im Mooriz in Resse. Geplant sind bei dem Festival auch ein Kulturdialog und ein Jugendworkshop.

Nachgefragt bei Hans Horst: Was soll das Foyer leisten?

Wie entwirft man ein solches Objekt?

Am Anfang steht eine Begriffsanalyse: Woher kommt der Begriff? Daraus entwickelt sich ein Anforderungsprofil und speziell: Was soll das Foyer im konkreten Falle des Wedemärker Theaterprojektes leisten? Wir haben klassisches Brainstorming betrieben: Zettel an die Wand und die Gedankenfetzen aufgeschrieben.

Wo steckten die Schwierigkeiten?

Wir haben festgestellt, dass die Aufgabe nicht nur das räumliche Versetzen des Foyers fordert. Sie bietet auch Möglichkeiten, alle in die kreativen Prozesse des Theatermachens einzubinden. Wir kamen darauf, für Pausen oder Wartezeiten Sitzplätze bereitzuhalten, die stapelbar zu Stehtischen werden. Natürlich fordert uns das auch zu technischen Lösungen heraus. Die Hocker werden in tonnenähnlichen Umhausungen gelagert, die zugleich eine Art Litfaßsäule bilden können für Plakate, Ankündigungen oder Bilder von Aufführungen. Die Umhausungen können auch als Kartenverkaufstelle oder Empfang dienen.

Stehen Sie vor solchen Aufgaben öfter?

Als diplomierter Gestalter im Bereich des Möbelbaus konfrontiere ich mich immer mit Fragen wie: Was ist wo und für wen am sinnvollsten? Meistens ist der kreative Spielraum eher gering. Dieses Theaterprojekt aber bietet großartige Denkwelten, und ich hoffe, dass wir das kreative Gesamte bereichern.

Von Ursula Kallenbach

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