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Wedemark Mehrgenerationenhaus: Sophie Schroeder beginnt Freiwilligendienst
Umland Wedemark

Wedemark: Sophie Schroeder beginnt ihren Freiwilligendienst im Mehrgenerationenhaus Mellendorf

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18:16 14.08.2019
Veranstaltungsmanagement und Shuttle-Service – das Arbeitsfeld für Bufdi Sophie Schroeder ist umfangreich. Quelle: Stephan Hartung
Mellendorf

Es ist eine Premiere im zweiten Anlauf. Die Freiwilligenagentur Wedemark hat seit dem 1. August eine Bundesfreiwilligendienstleistende (Bufdi). Sophie Schroeder arbeitet seit Monatsbeginn und für ein Jahr im Mehrgenerationenhaus, sie unterstützt dort den Veranstaltungsservice.

Bewerber sprangen kurzfristig ab

Bereits 2018 hatte die Agentur eine Bufdi-Stelle ausgeschrieben und erstmals besetzt – kurzfristig sprangen die Kandidaten für die Erst- und Zweitwahl jedoch wieder ab. „Wir waren mit beiden sehr zufrieden, sie haben aber dann jeweils eine Ausbildung begonnen“, sagt Daniel Diedrich, Leiter der Freiwilligenagentur. Kurios: Eine Kandidatin war damals Friederike Schroeder – die Zwillingsschwester von Sophie. Sie begann dann eine schulische Ausbildung als Ergo-Therapeutin. Was damals aus Sicht der Agentur schade war, half nun weiter, um Interesse bei jungen Leuten zu wecken. „Durch meine Schwester habe ich viel vom MGH gehört und wusste, dass mir die Arbeit hier Spaß machen wird“, sagt Sophie Schroeder.

Im MGH fast ein Heimspiel

Ein weiterer Grund für den Wohlfühlfaktor: Die 19-Jährige hat im MGH quasi ein Heimspiel. „Ich wohne ganz in der Nähe, bin in wenigen Minuten zu Fuß hier.“ In ihrer Schulzeit war der Weg noch weiter. Vor wenigen Monaten legte sie das Abitur an der Alice-Salomon-Schule in Kleefeld ab. Klar, in Mellendorf gibt es auch ein Gymnasium. „Aber die Schule in Hannover hat einen Schwerpunkt für Pädagogik und Psychologie. Das hat mich sehr interessiert, weil ich nach meinem Freiwilligenjahr gern Soziale Arbeit studieren möchte“, sagt Sophie, die sich von ihrer Tätigkeit als Bufdi verspricht, „dass ich wertvolle Erfahrungen sammeln kann“.

Veranstaltungen vorbereiten

Die verschiedenen Generationen, die in einem MGH naturgemäß ein- und ausgehen, sowie der Umfang ihrer Bufdi-Stelle mit 39 Wochenstunden werden bestimmt für einen guten Erfahrungsschatz sorgen, ist sie sich sicher. Schließlich ist im MGH mit rund 50 Angeboten pro Woche genug los. Noch muss sie sich einarbeiten. Angedacht ist aber, dass die junge Frau Ansprechpartnerin vor Ort ist, Veranstaltungen und Räume vorbereitet und auch den Shuttle-Service leitet. Dabei geht es darum, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen im Kleinbus zum MGH zu fahren und wieder nach Hause zu bringen.

Auch in ein zukünftiges Projekt möchte Diedrich sie gern einbinden: „Rente und nun?“ „Mit diesem Angebot wollen wir Teilnehmer erreichen, die nach dem Ende des Berufslebens in ein Loch zu fallen drohen. Sie sollen sehen, wie und wo man sich engagieren kann“, sagt Diedrich.

Erster größerer Einsatz auf der Ehrenamtsmesse

Bis dahin hat Schroeder noch etwas Zeit. Zunächst wird sie das MGH, die Agentur, die zahlreichen Angebote und natürlich viele Menschen kennen lernen. Letzteres gilt auch umgekehrt. Denn spätestens bei der Ehrenamtsmesse, bei der die Freiwilligenagentur als Veranstalter natürlich groß vertreten ist, wird man sie erstmals in der Öffentlichkeit in Aktion erleben.

Die Messe ist am Sonnabend, 24. August, von 10 bis 15 Uhr auf dem Famila-Parkplatz an der Wedemarkstraße in Mellendorf.

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Von Stephan Hartung

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