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Wedemark Standesamt zieht wieder ins Amtshaus ein
Umland Wedemark

Wedemark: Standesamt zieht wieder ins Amtshaus ein

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11:12 06.11.2019
Das historische Amtshaus in Bissendorf ist frisch saniert. Quelle: Julia Gödde-Polley (Archiv)
Bissendorf

Nach fast vier Jahren Zwangspause kehrt das Standesamt wieder zurück in das Amtshaus in Bissendorf. Ab nächsten Montag beginnt der Umzug in das frisch sanierte Gebäude. Voraussichtlich ab Donnerstag ist dann dort das Team des Standesamtes erreichbar. Heiratswillige Paare müssen sich aber noch in Geduld üben. Etwa wegen fehlender Beleuchtung und anderer technischer Ausstattung ist das historische Gebäude erst ab Montag, 18. November, wieder voll einsatzfähig, heißt es von Wedemarks Gemeindesprecher Ewald Nagel. So lange müssen die Brautpaare noch mit dem Provisorium im Bürgerhaus vorliebnehmen.

„Wir freuen uns auf die neuen, freundlichen und hellen Räume im Amtshaus“, sagt Katja Peters. Sie und ihre beiden Kolleginnen aus dem Standesamt ziehen am kommenden Montag in die Büros im frisch sanierten Amtshaus. „Hier wird jede Kollegin ihren eigenen Arbeitsbereich und mehr Platz für die Unterlagen haben“, ergänzt sie.

Technik soll in der nächsten Woche eingebaut werden

Vor etwa vier Jahren ist das Team Standesamt in das Ausweichquartier in die Bibliothek umgezogen. „Auch wenn die Zusammenarbeit mit den Bibliothekspersonal reibungslos funktionierte, waren die Übergangsbüros dort schwer zu finden“, berichtet Nagel. „Das hatte für einige Kundinnen und Kunden manchmal den Charakter einer Schnitzeljagd durch die Bücherei, denn die Räume lagen sehr weit hinten“, heißt es dann weiter.

Nagels Angaben zufolge sollen aber ab Montag die Installationsarbeiten an der EDV- und Telefonanlage beginnen. Zudem werden Möbel um- und aufgebaut. Parallel müssen etwa 50 Umzugskartons mit Akten ins Amtshaus transportiert werden – und das im laufenden Betrieb. „Wir können aber noch nicht alles einpacken, weil wir ja noch bis zum Schluss für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürgerinnen zur Verfügung stehen müssen“, sagt Peters. Die täglichen Arbeitsunterlagen würden also erst ganz am Schluss verstaut.

Brautpaare finden Trauzimmer weiter im Bürgerhaus

Danach müssen sich die Mitarbeiterin im neuen Domizil einrichten. Deshalb sei davon auszugehen, dass das Team Standesamt von Montag bis Mittwoch sicher nicht erreichbar sein wird, mutmaßt Nagel. Das gelte voraussichtlich sogar bis zum Ende der Woche. So lange bleibe das Standesamt im provisorischen Büro in der Gemeindebibliothek in Bissendorf; das Trauzimmer finden Paare weiterhin im Bürgerhaus.

Über die Höhe der Kosten konnte Nagel noch nichts abschließend sagen. Es gebe noch keine Schlussrechnung, erläuterte er auf Anfrage. Eines steht indes aber bereits seit Längerem fest: Die Arbeiten werden deutlich teurer als geplant. Vor Beginn der Sanierung hatte die Gemeinde mit einer Investition in Höhe von etwa 2 Millionen Euro gerechnet. Anfang des Jahres schätzte sie die Kosten auf rund 2,5 Millionen Euro. Die lägen fast im „normalen Baukostensteigerungsbereich“, hatte kürzlich Wedemarks Bürgermeister Helge Zychlinski gesagt.

Denkmalschutz verzögert und verteuert Arbeiten

Die Verzögerungen und notwendigen höheren Investitionen resultieren auch daher, dass es durchaus Herausforderungen durch den Denkmalschutz, unter dem das 1580 erbaute Gebäude mit einem Anbau aus dem Jahr 1747 steht, gegeben hatte. So waren während der Arbeiten immer neue Probleme zutage getreten, die vorher so nicht bekannt gewesen waren.

Bislang hatte eine kleine Gruppe Interessierter die sanierten Räume besichtigen können. Die Gemeinde plant aber für das nächste Jahr ein großes Bürgerfest – als offizielle Eröffnungsfeier und als Fest zum 440-jährigen Bestehen des historischen Gebäudes.

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Von Sven Warnecke

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