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Wedemark Umbau des Kapernaum-Gemeindehauses in Resse soll im Mai beginnen
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Wedemark: Umbau der Kapernaum-Gemeinde in Resse soll im Mai beginnen

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17:13 10.01.2020
Christian Kubath vom Kirchenvorstand und Pastorin Wibke Lonkwitz wünschen sich im Kirchenraum schallgedämmte Schiebeelemente statt der alten Falttür. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
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Resse

Die Kapernaum-Kirchengemeinde Resse beginnt im Mai mit dem lang ersehnten Umbau des Gebäudes. Geplant sind zwei Bauabschnitte. Das Haus an der Martin-Luther-Straße soll zunächst auf der Ostseite erneuert werden. Im Anschluss – und so schnell wie möglich – soll dann auch die Westseite folgen. Dafür braucht die Gemeinde tatkräftige Unterstützung der Mitglieder. Die detaillierte Planung stellt Pastorin Wibke Lonkwitz beim Neujahrsempfang am Sonntag vor.

Planungen für die Sanierung gibt es schon seit Jahren

Weil das Haus in die Jahre gekommen ist, will die Gemeinde mit der seit 2010 gewünschten Sanierung nun endlich loslegen. Was soll in dem aus den Siebzigerjahren stammenden Gebäude als erstes umgebaut werden? Primär entsteht aus den bisher existierenden winzigen Toiletten für Damen und Herren, ein barrierefreier Sanitärraum, der mit Rollstuhl und Rollator befahrbar ist. Zudem soll ein herunterklappbarer Wickeltisch montiert werden.

Auf der Ostseite des Gemeindehauses werden der Eingang (rechts) dicht gemacht und umgebaut (links), die Fenster erneuert und die Fassade gedämmt. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier

Auch das aktuelle Pfarrbüro verändert die Gemeinde. Der derzeitige Haupteingang soll dafür zugemauert und unter Einbeziehung des bestehenden Windfangs von „Garderobe auf ein kleines Büro vergrößert werden“, erklärt Pastorin Wibke Lonkwitz. Die Gemeinde wolle auch eine Möglichkeit schaffen, dort an einem Tisch Gespräche führen zu können, sagt die 45-Jährige. Der neue Eingangsbereich mit Barrierefreiheit und Rampe entsteht an der Küche.

Terrasse ermöglicht Dorffeste und Open-Air-Gottesdienste

In einem weiteren Schritt sollen die einfachen Fenster ausgetauscht und durch bodentiefe ersetzt werden. Vor dem sogenannten Clubraum, auch Gruppenraum genannt, entsteht eine Holzterrasse. Dort können künftig Dorffeste oder auch Open-Air-Gottesdienste auf die Beine gestellt werden. „Die Kirche im Dorf kooperiert sehr gut mit allen Vereinen wie auch dem Mooriz“, betont Lonkwitz.

Am vergangenen Freitag hat der Kirchenvorstand einen entsprechenden Bauantrag unterschrieben, den Architektin Heike Koenig aus Burgdorf bei der Gemeinde einreicht. Wegen der Verlegung des Eingangs ist der Antrag überhaupt notwendig. Sonst hätten wir keinen benötigt, sagt die Pastorin. Der Kirchenvorstand plane, nach den Konfirmationen im Mai mit den Umbauarbeiten zu beginnen, sagt Christian Kubath vom Vorstand.

Kirchengemeinde benötigt Hilfe der Mitglieder

Die Gemeinde investiert in den ersten Umbau 115.000 Euro. Darin enthalten sind laut der Pastorin bereits die Zuschüsse der Landeskirche und des Kirchenkreises. Damit die Pläne umgesetzt werden, braucht die Gemeinde helfende Hände: Ob beim Abriss von Wänden und Herausreißen von Decken sowie Fliesen, bei Erd- und Pflasterarbeiten, Anlegen von Beeten, beim Streichen oder auch Verlegen der Elektrik ist Unterstützung notwendig. „Resse zeigt seine Stärke“, ist sie überzeugt.

Lonkwitz hofft, dass der erste Bauabschnitt bis zum ersten Advent dieses Jahres fertiggestellt ist. „Idealerweise bis Heiligabend.“ Danach soll so schnell wie möglich der zweite Bauabschnitt beginnen. Geplant sind auf der Westseite auch neue Fenster, die Dämmung der Fassade und des Dachbodens, Elektroinstallationen und „eine schallgedämmte Schiebetür – das wäre ein Traum“, sagt Christian Kubath. Ohne eine Menge Eigenleistung werde auch dieser Abschnitt nicht möglich sein.

Pastorin stellt Pläne bei Empfang vor

Die genauen Pläne will die Pastorin beim Neujahrsempfang am Sonntag, 12. Januar, erläutern. Der Gottesdienst beginnt im Kirchenraum um 11 Uhr an der Martin-Luther-Straße 10. Innehalten, zurückblicken und den Blick nach vorn richten – auch wegen der anstehenden Renovierung sind Schwerpunkte des Empfangs mit anschließender Begegnung bei Suppe.

Für die Advents- und Weihnachtszeit hatte der Werkkreis gemeinsam mit den Konfirmanden Sterne und Engel für den Weihnachtsbaum gebastelt. Diese können Interessierte nach dem Gottesdienst mitnehmen – gegen eine Spende für den Umbau.

Wer bei den Umbauarbeiten helfen möchte, kann sich bei Pastorin Wibke Lonkwitz unter Telefon (05130) 6099208 melden.

Die Ostfassade des Resser Gemeindehauses baut die Kapernaum-Kirche im zweiten Bauabschnitt um. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier

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Von Katerina Jarolim-Vormeier

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