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Wedemark Weihnachtsmarkt in Brelingen war so voll wie nie
Umland Wedemark

Wedemark: Weihnachtsmarkt in Brelingen war so voll wie nie

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16:27 02.12.2019
„Es kommt ein Schiff, geladen...“: An der Brelinger Kirche intoniert der Posaunenchor St. Martini die schönsten alten Weihnachtslieder. Quelle: Ursula Kallenbach
Brelingen

Als wäre ein Tor aufgegangen, beschrieben Aussteller die Menschenfülle, die schon zu Beginn des Weihnachtsmarktes am Sonntagnachmittag auf das Brelinger Kirchengelände strömte. Allein 290 Besucher hatten sich in der Kirche im Familiengottesdienst bei einem Singspiel der jungen Chöre von St. Martini auf das vorweihnachtliche Miteinander eingestimmt und schoben dann gemächlich durch die Budenstadt.

Im Backhaus nutzt Ortsbrandmeister Torsten Helfers die Resthitze im Lehmbackofen noch für 90 Bratäpfel. Die vorher gebackenen 50 Semmeln waren innerhalb von fünf Minuten verkauft. Quelle: Ursula Kallenbach

Im historischen Backhaus war der große Lehmbackofen angeheizt. Die 50 duftenden Semmeln waren innerhalb von fünf Minuten ausverkauft. Die Restwärme nutzte Ortsbrandmeister Torsten Helfers mit dem Backteam für 90 Bratäpfel. Kuschelig ging es dann im Obergeschoss zu: Alle halbe Stunde hatten Kinder dort ihre Vorlesezeit. Statt Karussell boten Kirchengemeinde und Vereine als Veranstalter den Jüngsten an vielen Stellen auf dem Gelände und in den Kirchengebäuden Mitmachaktionen an, die alle kostenfrei waren.

Keine Musik aus Boxen

So wie gegen ein Kinderkarussell hatte sich die Kirche auch diesmal wieder gegen allgemeine Musikbeschallung entschieden. Die Besucher erfreuten sich an Chören und weihnachtlicher Musik vom kirchlichen Posaunenchor, und wohl viele genossen es, sich frei von Ohrwürmer-Weihnachtsliedern im Markttrubel noch ruhig miteinander unterhalten zu können. Zudem ließen sich dabei an den Porzellanbechern mit heißem Glühwein vorzüglich die Finger wärmen.

Wieder macht der Weihnachtsmarkt an und in der Brelinger Kirche mit Budendorf, Musik und schönen Aktionen die Besucher glücklich – und belohnt Aussteller und Veranstalter für ihren Einsatz.

Besucherzahl ist „bombastisch“

Beim Warten auf die Heißgetränke hieß es allerdings, geduldig zu sein. Fünf Gaskocher waren in Betrieb, um die Besucher, die in langen Schlangen anstanden, mit Glühwein und Kinderpunsch zu versorgen. Auch das kulinarische Marktsortiment erlebte einen Andrang und ließ besondere Vorfreude auf Bratwürstchen wachsen. „Hungrig darfst du hier nicht herkommen, so lang sind die Schlangen“, stellte ein Besucher dennoch gut gelaunt fest.

Tatsächlich waren einige Marktstände dann ausverkauft, wie Marion Bernstorf aus dem Kirchenvorstand am Montag bestätigte. „Bombastisch“ nannte sie die Besucherzahl – auch für die Veranstalter mit der Erfahrung aus vielen Jahren bisher einmalig.

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Von Ursula Kallenbach

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