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Wedemark Wird in Wennebostel eine neue Kita gebaut?
Umland Wedemark

Wedemark: Wennebostel braucht eine neue Kita

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00:18 25.05.2019
Auf diesem Gelände, westlich vom Bestandsbau der Kita, soll der Neubau entstehen. Quelle: Stephan Hartung
Wennebostel

Der Platz reicht nicht aus: Die Kita Wennebostel muss auf vier Gruppen erweitert werden. Nach eingehender Prüfung des Bestandsbaus an der Straße Am Rahlfsberg favorisiert die Wedemärker Gemeindeverwaltung einen Neubau.

Aktuell hat die Kita zwei Gruppen mit jeweils 15 Kindern. Zunächst hatte die Verwaltung geprüft, ob das vorhandene Gebäude erweitert werden kann. „Aufgrund der beengten Nebenräume können die vorhandenen Gruppen nur mit verminderter Kinderzahl belegt werden“, heißt es in der Begründung der Beschlussvorlage. „Außerdem ist das Gebäude denkmalgeschützt, da ist eine Erweiterung unter diesen Gesichtspunkten ohnehin schwierig“, sagt Kay Petersen, Fachbereichsleiter für Planen und Bauen bei der Gemeindeverwaltung.

Neubau soll 2,6 Millionen Euro kosten

Der Neubau soll auf dem derzeitigen Spielplatz in direkter westlicher Nachbarschaft zur Kita entstehen. Er soll Platz für drei Kindergartengruppen mit jeweils 25 Plätzen und eine Krippengruppe mit 15 Plätzen bieten. Die Verwaltung rechnet mit Gesamtkosten in Höhe von 2,6 Millionen Euro. Noch in diesem Jahr sollen – nach dem Plan der Gemeinde – die Baufirmen anrücken und mit dem Neubau beginnen. Das Gebäude soll im kommenden Jahr fertig sein. Für den Kita-Bestandsbau, dessen Erweiterung 1,25 Millionen Euro kosten würde, gibt es noch keine Nachnutzungspläne. Nach Ansicht des Ortsrats Wennebostel sei aber nicht auszuschließen, dass „das alte Gebäude aufgrund des hohen Bedarfs weiter als Kita genutzt werden muss“.

So sieht der Entwurf des Kita-Neubaus in Wennebostel von der Westseite aus. Quelle: ra plus Architekten

Politiker sind skeptisch

„Ein denkmalgeschützter Altbau und daneben ein solch futuristischer Neubau – das passt nicht“, kritisierte Erik van der Vorm (FDP) in der Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen und Umweltschutz. „Ich habe so etwas noch nie gesehen. Die Optik ist schlecht, die Funktionalität gefällt mir auch nicht. Da hat sich der Architekt ausleben wollen.“ Daniel Leide (CDU) machte deutlich, dass die Bauweise viel zu abstrakt sei und verwies auf hohe Fensterfronten und viele Verwinkelungen. „Das wird eine schwere Aufgabe, dort überhaupt die Fenster zu reinigen.“ Die Zerrissenheit und Uneinigkeit der Ausschussmitglieder zeigte sich auch im Abstimmungsergebnis: Bei drei Enthaltungen und einer Gegenstimme gab das Gremium grünes Licht für das Vorhaben. Der Verwaltungsausschuss muss abschließend über das Thema beraten.

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