Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Wedemark Gemeinde erlaubt andere Bestattungsformen
Umland Wedemark Gemeinde erlaubt andere Bestattungsformen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
16:29 04.10.2018
Die Brelinger Kirchengemeinde hat ihren Urnenhain schon 2017 eröffnet. Quelle: Kallenbach
Anzeige
Wedemark

Die Gemeinde Wedemark will die Friedhofssatzung ändern und für andere Bestattungsformen auf den kommunalen Friedhöfen öffnen. Der Verwaltungsausschuss (VA) hat diese Änderung des Friedhofskonzepts jetzt auf den Weg gebracht.

„Die Verwaltungsvorschläge haben einen langen Weg hinter sich“, berichtete jetzt Gemeindevorstand Joachim Rose. Sie seien durch alle Ortsräte gegangen, die dazu Stellung genommen haben. Der VA habe die Verwaltung nun beauftragt, die Veränderungen vorzubereiten. Weitere Stelen sollen nach dem Waldfriedhof in Resse etwa auch auf den kommunalen Friedhöfen in Berkhof, Bennemühlen oder Oegenbostel errichtet werden können.

Anzeige

Baumbestattungen sollen möglich werden

Vorgesehen ist auch die Anpflanzung von Einzelbäumen. So sollen Baumbestattungen auf allen kommunalen Friedhöfen möglich werden. Das Grünflächenamt der Gemeinde wird in nächster Zeit die Gegebenheiten vor Ort noch einmal prüfen, und die Verwaltung wird dann neue Vorschläge zu Bestattungsformen vorlegen, kündigt Rose ferner an. Für eine Neuregelung wird, so der Verwaltungsvorstand, die Kommune zugleich eine neue Gebührensatzung erstellen.

Kirche bietet Bestattungsform bereits an

Neue Bestattungsformen wie die unter Bäumen haben bereits auf kirchlichen Friedhöfen großen Zuspruch gefunden. So hat die Brelinger Kirchengemeinde an ihrem Friedhof auf einem Urnenhain rund 2000 Quadratmeter unter alten Bäumen dafür angelegt und bietet die Urnengrabstellen seit April 2017 an.

Auf dem kirchlichen Friedhof in Brelingen gib t es schon einen Urnenhain. Quelle: Kallenbach

Dort sollen neben Negenbornern und Oegenbostelern aus der eigenen Kirchengemeinde auch Mellendorfer und Hellendorfer aus der kooperierenden St.-Georgs-Kirchengemeinde in Mellendorf ihre letzte Ruhestätte finden können. Im Bereich des Kirchenkreises Burgwedel-Langenhagen ist die Brelinger Kirchengemeinde mit ihrem Urnenhain weit voraus.

Die Stelenwand auf dem Resser Friedhof wurde bereits 2011 als alternative Bestattungsform für Urnen eingeführt – die erste und bislang einzige in der Wedemark, die seinerzeit auf großes privates Engagement zurückging. Inzwischen geben dort 14 Stelen, die in zwei Halbrunden angeordnet sind, Raum für Urnen.

Von Ursula Kallenbach

Anzeige