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Wedemark Vermüllt die Wedemark? Gemeinde droht jetzt mit Anzeigen
Umland Wedemark

Wilder Müll in der Wedemark: Verwaltung ruft Bürger zum Handeln auf

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06:29 18.10.2019
Achtlos weggeworfen: Immer öfter liegt wilder Müll in der Landschaft. Mitarbeiter des Bauhofs müssen diesen dann aufsammeln. Quelle: Gemeinde Wedemark
Wedemark

Immer öfter liegt Müll auf Straßen, an Wegen und in der Landschaft in der Wedemark herum. Das beobachtet die Gemeindeverwaltung. Sie ruft deshalb alle Bürger auf, achtsamer mit dem eigenen Müll umzugehen und ihn ordnungsgemäß zu entsorgen. Die Kommune kündigt an, Umweltsünder konsequent zu verfolgen. Zudem bittet die Gemeinde, Gelbe Säcke erst kurz vor Abholung an die Straße zu legen und die Tüten richtig zu befüllen.

Die Probleme mit achtlos weggeworfenen Hinterlassenschaften seien in den vergangenen Monaten schlimmer geworden, berichtet Harald Hesse, Fachbereichsleiter für Gebäude und Flächen im Rathaus. „Die Vermüllung unserer Landschaft, unserer Straßen, Wege und Grünflächen hat extrem zugenommen!“ Die Menschen gingen wie selbstverständlich davon aus, dass ihr Müll irgendwann aufgesammelt und weggeräumt werde. Hesse spricht von einem egoistischem Verhalten.

Immer öfter liegt wilder Müll auf Straßen, an Wegen und in der Landschaft. Die Gemeinde Wedemark spricht von einem echten Ärgernis und ruft die Menschen zu verantwortungsvollem Handeln auf. Quelle: Andreas Junga/Gemeinde Wedemark

Auch Hausmüll landet in der Landschaft

Immer öfter erhalte die Verwaltung Hinweise auf illegal entsorgten Müll aus der Bevölkerung, berichtet Gemeindesprecher Ewald Nagel auf Nachfrage. Dies liege jedoch nicht alleine am Umleitungsverkehr, der derzeit durch die Bauarbeiten auf der Autobahn 7 täglich durch die Gemeinde rollt. Auch Wedemärker würden ihre Hausabfälle oder gewerblichen Müll in der Landschaft entsorgen – „vermutlich um Geld zu sparen“, berichtet Hesse. Auch in den Eimern an Bushaltestellen seien die Tonnen immer öfter voll mit Abfällen, die zu Hause produziert wurden, weiß Nagel.

Dieses sorglose Verhalten binde „öffentliche Ressourcen, die an anderer Stelle dringend benötigt werden“, heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus. „Wenn wir dann aber auf unseren Gemeindeflächen wilden Müll wegräumen, können die Bauhofmitarbeiter ihren eigentlichen Aufgaben nicht nachgehen, wie zum Beispiel Spielplätze oder Grünflächen zu pflegen.“ Eigentlich sei es nicht Aufgabe der Gemeinde, den wilden Müll zu beseitigen, aber dies werde von der Öffentlichkeit erwartet, berichtet der Fachbereichsleiter weiter. In der Wedemark kommt Aha und leert in allen Orten die Tonnen. Warum die Menschen nicht zu den Wertstoffsammelstellen von Aha fahren, wenn sie ihre Abfälle ohnehin schon einmal in ihr Auto geladen haben, dafür zeigt Bauhofleiter Holger Köhnk kein Verständnis.

Verwaltung will Umweltsünder anzeigen

Die Verwaltung kündigt an, dieses Verhalten zu ahnden und zu bestrafen. Nagels Angaben zufolge haben Mitarbeiter bereits Anzeigen gegen Umweltsünder geschrieben. „Können die Übeltäter ermittelt werden, kostet das ein empfindliches Bußgeld“, sagt Hesse.

Doch nicht nur wilder Müll mache Arbeit: Bei den Wedemärkern habe sich eingebürgert, „Gelbe Säcke jederzeit auf die Straße zu stellen, nicht erst am eigentlichen Abholtermin“, erzählt Hesse. So ein Verhalten sei verboten. Zudem bestünde die Gefahr, dass der Wind die Säcke durch die Gegend wehe. „Ein weiteres Problem sind falsch befüllte Säcke oder der Einsatz alter Tüten, die von den Entsorgungsunternehmen nicht mitgenommen werden“, führt der Fachbereichsleiter aus. Er bittet, den liegen gebliebenen Abfall zu sortieren und in die richtigen Säcke zu packen. Die Gemeinde bittet alle Bürger, „darauf zu achten, dass in ihrer Nachbarschaft verantwortungsvoll mit dem Müll umgegangen wird“.

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