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Wennigsen Adventsmarkt: Gemeinsamer Aufbau ist Teil der Tradition
Umland Wennigsen Adventsmarkt: Gemeinsamer Aufbau ist Teil der Tradition
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06:00 26.11.2018
Vor dem Adventsmarkt auf dem Warnecke-Hof packen beim Aufbau der Hütten und Unterstände sowie bei der Einrichtung der Wärme- und der Kaffeestube traditionell Vertreter aller beteiligten Vereine und Organisationen kräftig mit an. Quelle: Ingo Rodriguez
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Bredenbeck

Wenn Ende November der Adventsmarkt in Bredenbeck langsam näher rückt, zeigt sich auf dem Hof der Kornbrennerei immer der große Zusammenhalt im Dorf. Auch jetzt wird auf dem Warnecke-Hof wieder gehämmert, gebohrt, geschraubt und geschleppt. Dirk Schnelle trägt eine große Leiter beiseite. „Halt die brauchen wir noch“, ruft ihm Steffen Schlonski zu. Beide sind nicht nur am Aufbau der großen Holzarkaden für den Adventsmarkt maßgeblich beteiligt. Das Duo koordiniert alle Arbeiten, die notwendig sind, um die Veranstaltung mit Hobbykunst und Kunsthandwerk sowie Musik und Leckereien zu realisieren. Doch sie haben tatkräftige Helfer. „Es ist eine Veranstaltung der Dorfgemeinschaft, deshalb helfen auch Vertreter alle beteiligten Vereine, Einrichtungen und Organisationen mit“, sagt Schlonski.

Unmittelbar vor der 30. Auflage laufen die Vorbereitungen für den Adventsmarkt am Sonnabend, 1. Dezember, wieder Hochtouren. Etwa 35 Helfer sind auf dem Hof, um kräftig mit anzupacken. Schlonski, der den Aufbau und die Organisation schon seit 1994 leitet und der langjährige Mitorganisator Klaus Koberstein-Schwarz erinnern sich gut an die Anfänge. „1988 haben das die Familie Hirsch vom damaligen Edeka-Markt und die Familie Kretschmann initiiert“, sagt Schlonski. Damals seien es andere Dimensionen gewesen. „Der Kuhstall war noch nicht umgebaut und als Scheune für den Markt noch nicht nutzbar“, erzählt Schlonski. Außerdem sei damals ständig der Strom ausgefallen, weil oft zu viele Heizstrahler angeschlossen waren. „Dann wurde ein extra Stromanschluss gelegt.“

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Johann Warnecke (Mitte) spendiert den fleißigen Aufbauhelfern einen Likör mit Sahne. Quelle: Ingo Rodriguez

Inzwischen sind die Voraussetzungen optimal. Gastgeber Johann Warnecke stellt nicht nur den Standort zur Verfügung. Er bringt den Helfern in einer Pause Likör mit Sahne. „Wir haben auch Kartoffelsuppe und Würstchen zur Stärkung mitgebracht“, sagt Schnelle. Er wird die Organisation der Vorbereitungen künftig alleine leiten. Schlonski will nach 20 Jahren „Aufbauarbeit“ kürzer treten.

Vor dem Adventsmarkt auf dem Warnecke-Hof ist die Glühweinbude bereits aufgebaut. Quelle: Ingo Rodriguez

Nun ist er aber noch einmal voller Tatendrang dabei und beschreibt das Ausmaß der Arbeiten. „Die Helfer der Sportgemeinschaft haben vorhin die Glühweinbude aufgebaut. Der Dorfverein richtet die Wärmestube ein. Die Schützen bauen am Freitag in der Scheune noch die Bänke und Tische für die Kaffeestube auf“, sagt er. Ebenfalls beteiligt sind zahlreiche Eltern aus dem Dorf, die für den Kindergarten den Aufbau einer Backstube übernehmen. Ein Helferteam hat soeben in der Mitte des Hofes einen großen Tannenbaum aufgestellt. „Der wurde bei einer Dorfbewohnerin geschlagen und von ihr als Spende zur Verfügung gestellt“, sagt Schlonski. Bereits aufgehängt wurden auch die Lichterbögen in der Hofeinfahrt.

Der Handwerkerverein kommt nach dem Aufbau der Unterstände am Freitag noch einmal beim Errichten der Bühne zum Einsatz. Der Heimat- und Kulturverein wird dann sein neues Zelt aufbauen. Nur die gewerblichen Händler müssen laut Schlonski am Markttag ihre Stände selbst einrichten.

Der Adventsmarkt auf dem Warnecke-Hof rückt langsam immer näher. Quelle: Ingo Rodriguez

Das ehrenamtliche Engagement der Dorfgemeinschaft dient einem gemeinsamen Ziel. „Die örtlichen Vereine zahlen nach dem Markt ihre Erlöse aus dem Verkauf von Speisen und Getränken in eine gemeinsame Kasse ein. Dieses Geld kommt Jahr für Jahr jeweils einem Projekt oder Verein aus dem Dorf zugute“, sagt Schlonski. Nach dem Adventsmarkt sind die Arbeiten aber noch nicht abgeschlossen. Am Sonntag, 2. Dezember, wird wieder abgebaut. Nur der Baum und die Beleuchtung bleiben bis zum Januar auf dem Hof.

Buntes Programm und viel Kunsthandwerk

Es wird wieder weihnachtlich: Am Sonnabend, 1. Dezember, können Besucher von 14 bis 20 Uhr über den Adventsmarkt auf dem Hof Warnecke schlendern. Bei der Veranstaltung, an der sich auch viele Vereine und Hobbyaussteller beteiligen, erwartet die Besucher ein buntes Programm: Die Jungen und Mädchen vom Kindergarten und aus der Grundschule singen Lieder, auch die Chorgemeinschaft Fidelia Evestorf, der Feuerwehrmusikzug und die Second Star Band haben Bühnenauftritte. Zudem bieten zahlreiche Aussteller Adventsgestecke, Holz-, Stein und Eisenarbeiten an. Auch Kinder können selbst gebastelte Dinge verkaufen. Kuchenspenden werden am Tag des Markts ab 9 Uhr auf dem Hof Warnecke entgegengenommen. Helfer für die Kaffeestube werden noch gesucht. Interessierte können sich unter Telefon (0 51 09) 62 80 melden.

Von Ingo Rodriguez