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Wennigsen Lesung mit Game of Thrones-Star: Das sind Tom Wlaschihas Lieblingsbücher
Umland Wennigsen

Game of Thrones: Star Tom Wlaschiha begeistert Fans in Wennigsen

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18:15 27.11.2019
Tom Wlaschiha liest in der Pinkenburg auch aus seinen Lieblingsbüchern. Quelle: Lisa Malecha
Wennigsen

Schon um 16 Uhr stehen die ersten Fans am Dienstagabend vor der Pinkenburg in Wennigsen. Drei Stunden warten sie in der Gaststätte, bis er endlich kommt: Der „gesichtslose Killer“ in „Game of Thrones“. Tom Wlaschiha ist an diesem Abend zu Gast – und hat mit seinem Besuch auch für Freude bei örtlichen Hoteliers und Gastronomen gesorgt.

Doch nicht alle Besucher sind wegen der Kultserie gekommen. „Game of Thrones“ kenne sie gar nicht, sagt Heidrun Kohler. Dennoch sei sie ein großer Wlaschiha-Fan. „Ich bin extra aus Nürnberg angereist“, sagt Kohler, die bereits drei Stunden vor Beginn der Lesung mit dem Hollywoodstar an der Gaststätte Pinkenburg stand. Seit sie „Berlin Falling“ – ein Thriller nach einer Idee von Ken Duken – gesehen hat, sei sie von Wlaschiha begeistert. „Er ist in Filmen die Person, die er spielt“, schwärmt sie von dem 46-Jährigen.

Wlaschiha dreht Komödie in Italien

ln der anschließenden Lesung geht es um Bücher und seine Rollen. Ob man denn merke, wenn ein Drehbuch auf einem Buch basiert, fragt Moderatorin Sibylle Rahm. „Bei Game of Thrones merkt man deutlich, wo es eine Buchvorlage gab und wo es keine mehr gab“, sagt Wlaschiha und erntet Zustimmung von den Zuschauern. Es geht auch darum, ob man jede Kollegin vor der Kamera gerne küsst (“Manchmal macht’s Spaß, manchmal muss man professionell sein – wie im richtigen Leben“) und um ganz simple Dinge – wie seinen Bart.

„Ich drehe gerade eine Netflix-Komödie in Italien – deshalb seh ich barttechnisch so verwahrlost aus“, sagt Wlaschiha, bevor er dann seine Lieblingsbücher vorstellt: „Comeback“ von Alexander Osang und „Kaltes Wasser“ von Jakob Hein.

Wieso ihm ausgerechnet diese Bücher zusagen? Sie haben beide etwas mit dem Mauerfall und der Wende zu tun. „Ich habe diese Zeiten auch durchlebt“, sagt Wlaschiha. Er ist in der Nähe von Dresden aufgewachsen und kann sich noch genau an seinen ersten Besuch in West-Berlin erinnern. „Es war so voll, dass man eigentlich gar nichts gesehen hat“, sagt er.

Fans machen Selfies mit ihrem Star

Im Anschluss an seine Lesung folgte dann wohl der Höhepunkt für viele Fans: Wlaschiha nahm sich Zeit für Autogramme und Selfies. Auch Janine Franz aus Schermbeckin in Nordrhein-Westfalen konnte eins ergattern. Es ist nicht das erste für die 26-Jährige, die mit ihrer Mutter nach Wennigsen gereist ist. „Ich habe ihn schon mehrfach getroffen“, sagt sie und ergänzt: „Ich finde ihn sehr sympathisch, liebe seine Filme und nehme all die gefahrenen Kilometer und die damit verbundenen Kosten gerne in Kauf, um ihn zu sehen.“

Heidrun Kohler aus Nürnberg freut sich über ihr Autogramm von Tom Wlaschiha. Quelle: Lisa Malecha

Herbstlese wird fortgesetzt

Die Lesung mit Tom Wlaschiha war die zweite der Reihe „Herbstlese im Calenberger Land“. Und diese soll im kommenden Jahr noch ausgeweitet werden, sagt Veranstalter Henrik Heüveldop vom Reisebüro Cruising, der sich auch darüber freut, dass die Lesung den Tourismus der Gemeinde ankurbelt. „Rund die Hälfte der Gäste ist extra angereist“, sagt er. Das ziehe natürlich auch höhere Übernachtungszahlen mit sich.

Den Erfolg will er mit Rahm und Mitveranstalter Volker Petri vom Büro für Popkultur in Hannover noch ausweiten. „Wir machen das Ganze dann noch größer“, verrät er und verspricht weitere Besuche von namenhaften Schauspielern.

Hendrik Heüveldop bedankt sich bei Tom Wlaschiha und Sibylle Rahm für die Lesung. Quelle: Lisa Malecha

Den diesjährigen Abschluss der Reihe bildet die Lesung mit Andreas Hoppe am Donnerstag, 28. November, ab 19 Uhr in der Pinkenburg. Er wird aus seinem Buch „Die Hoffnung und der Wolf“ vorlesen. Karten kosten 17 Euro, ermäßigt 15 Euro. Es gibt sie an der Abendkasse, im Reisebüro Cruising oder unter lcc-cruising.de.

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Von Lisa Malecha

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