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Umland Wennigsen Nachrichten Die Lübecker Straße braucht einen Neuausbau
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00:15 13.01.2017
Von Jennifer Krebs
Achtung Straßenschäden: Die Lübecker Straße ist seit über 15 Jahren ein Thema in Argestorf. Nun scheint es langsam auf die Zielgeraden zu gehen. Quelle: Michael Hemme
Argestorf

Eine Reparatur reicht nicht: Auf der nördlichen Straßenseite soll ein 2,50 Meter breiter Gehweg angelegt werden, schlagen Ingenieurbüro und Verwaltung vor. Das ist heutzutage Mindestbreite. Die Fahrbahn würde entsprechend schmaler, aber bliebe breit genug für Müllfahrzeuge und Holzlaster, wenn die Autos ganz außen am Straßenrand parken. Die Agestorfer Straße würde 60 Zentimeter tief ausgekoffert und neu verfüllt werden. Darüber käme die neue Decke. Bei den Mulden reicht eine Teilsanierung. Die alte Schmutzwasserkanaltrasse im Straßenbereich ist zu erhalten und bekommt als abschließende Sanierung nur eine neue Asphaltdecke. Alles in allem - Gehweg, Straßenausbau und Mulden - spräche man hier von etwa 556.000 Euro. Auch die Schwarze-Dorn-Straße, die von der Lübecker Straße abgeht, braucht wegen ihres schlechten Zustands einen Vollausbau.

Etwa 450.000 Euro werden für die Regenwasserkanäle kalkuliert. In einigen Bereichen lassen sie sich erhalten - etwa in der kurzen Stichstraße Am Brunnen und im letzten Abschnitt der Lübecker Straße bis hinunter zur L390. An anderen Stellen müssen sie definitiv raus und ersetzt werden. Die Lübecker Straße ist kompliziert, weil man es nicht mit einem reinen kommunalen Regenwasserkanalnetz zu tun hat. Alle Anlieger, die ihre Grundstücke rückwärtig über den Privatkanal entwässern, dürfen das auch weiterhin tun. Dieser Kanal östlich des Hahnscher Holzweges bliebe erhalten, führte Ingenieur Wolfgang Rost aus. Alle anderen Häuser sollen aber an das neue Kanalsystem angeschlossen werden.

Entwässerung wird neu strukturiert

Das Ingenieurbüro empfiehlt zwei Regenrückhaltebecken nördlich und südlich der Lübecker Straße am Ortsrand, um das Regenwasser, das dort den Deister runterkommt, abfangen, vorrübergehend speichern und gedrosselt nach und nach wieder in den Kanal einleiten zu können. Die Kosten lägen bei etwa 230.000 Euro. "Diese Rückhaltebecken entlasten den Ort", betonte Baufachbereichsleiter Martin Waßermann, um die Diskussion über den Sinn und Unsinn dieser Stauanlanlagen unter den Anwohnern zu beenden, die sich irgendwann im Kreis drehte. Die Alternative wäre ohnehin keine wirkliche Alternative. Die Gemeinde ist an Auflagen der Region Hannover als Untere Wasserbehörde gebunden, die Entwässerung an der Lübecker Straße in den Griff zu bekommen. "Sonst müssten wir die Kanäle größer dimensionieren", erklärte Rost. Alleine das würde etwa 290.000 Euro kosten. Und so oder so: Ein Staubecken müsste trotzdem gebaut werden, dann unterhalb von Argestorf, damit das Wasser nicht ungedrosselt nach Holtensen weiterfließt.

Wie geht es nun weiter?

Möglichst noch im Januar soll der Bauausschuss beteiligt werden. Sollte es auf diese Variante hinauslaufen, braucht es einen Ausbaubeschluss. Die Gemeinde würde parallel mit den verschiedenen Grundeigentümern verhandeln, denn noch gehört ihr kein einziger Quadratmeter Land, wo die Regenrückhaltebecken hin sollen. Der Verwaltungsausschuss würde dann das Ingenieurbüro mit der Ausführungsplanung beauftragen. Bei einem Baubeginn nicht vor 2018 und grob einem Jahr Bauzeit würde die Lübecker Straße wohl nicht vor 2019/2020 abgerechnet werden. Über die Kosten, die auf die Anlieger zukommen, will die Verwaltung in einer Sondersitzung noch vor dem Ausbaubeschluss informieren und einen Anwalt dazubitten, der die Wennigser Straßenausbausatzung genau darlegt.

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