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19:17 06.09.2016
Von Jennifer Krebs
Beim Workshop im Wennigser Kloster: Collaboratory-Geschäftsführer Resa Mohabbat Kar (links) und Projektleiter Gerald Swarat aus Berlin sammeln am Flipchart die Ideen. Quelle: Jennifer Krebs
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Wennigsen

Nachdem im August die Bürger befragt worden waren, um deren Meinung zur Digitalisierung herauszufinden, gab es am Dienstag einen ganztägigen Workshop. Mit dabei: Wennigser Unternehmer, Vertreter aus der Verwaltung und vom Städte- und Gemeindebund, Vorstände und der Landesdatenschutzbeauftragte. Die Runde bestand aus etwa 30 Personen. 

Das Ziel: "Konkrete Szenarien entwickeln, mit denen man recht schnell arbeiten kann", erläuterte Projektleiter Gerald Swarat aus Berlin. Das Internet als große Chance für die Kommune und die Einwohner: Wennigsen will eine digitale Region werden und ist mit Augsburg bundesweit als Musterkommune ausgewählt worden. Weil Bürgermeister Christoph Meineke deutschlandweit als digitaler Kopf bekannt ist, wurde Wennigsen von der Initiative #DigitaleRegion ausgewählt.

Ein Resultat aus dem Workshop: Die Gemeinde Wennigsen will ihr eigenes Internetportal mit einem Chatbot ausbauen. Ein Testbetrieb wäre schnell installiert, weil die Plattform eh gerade umgemodelt wird. Dieser virtuelle Gesprächspartner könnte häufig gestellte Fragen beantworten. Wann hat das Bürgerbüro geöffnet? Und wo gibt es welche Formulare? So eine technische Hotline biete dem Bürger mehr Service, zum anderen entlaste so ein Chat-Roboter die Rathausmitarbeiter, die dann mehr Zeit hätten für richtige Beratungen.

Ein anderer konkreter Absatz, der bei dem Workshop herausgekommen ist: Telearbeitsplätze könnten Familie, Freizeit und Arbeit flexibler miteinander vereinbaren. Es geht darum, Alternativen zu schaffen zum traditionellen Modell - auch, oder gerade besonders im ländlichen Raum. Coworking könnte auch in Wennigsen eine Arbeitsform der Zukunft werden.

Neue Raumkonzepte für sich ändernde Arbeitswelten. Freiberufler, Kreative und kleinere Startups könnten zugleich in offenen Räumen arbeiten und auf diese Weise voneinander profitieren. Die Experten der #DigitaleRegion sehen es als Aufgabe der öffentlichen Hand, solche Räume zu schaffen. Wennigsens Wirtschaftsförderer Christian Mainka denkt hier etwa an leerstehende Supermärkte oder Banken, die sich verkleinern wollen. Er verweist auf die Integrierte ländliche Entwicklung (ILE) und das Projekt RegioLAB. Stichwort multifunktionale Räume. "Hier befinden wir uns gerade in der Sondierung", sagt Mainka

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