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Umland Wennigsen Nachrichten Das wünschen sich die Bürgermeister
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00:15 04.01.2017
Von Ingo Rodriguez
Viele Baustellen und Hoffnungen: Ein baldiger Abschluss der Bauarbeiten an der L 381 zwischen Holtensen und Linderte, die zügige Sanierung der Lübecker Straße in Argestorf (siehe Bildergalerie), künftige Barrierefreiheit im Dorfgemeinschaftshaus Evestorf und ein Tempo-30-Limit auf der Sorsumer Ortsdurchfahrt stehen auf der Wunschliste der jeweiligen Ortsbürgermeister.
Viele Baustellen und Hoffnungen: Ein baldiger Abschluss der Bauarbeiten an der L 381 zwischen Holtensen und Linderte, die zügige Sanierung der Lübecker Straße in Argestorf (siehe Bildergalerie), künftige Barrierefreiheit im Dorfgemeinschaftshaus Evestorf und ein Tempo-30-Limit auf der Sorsumer Ortsdurchfahrt stehen auf der Wunschliste der jeweiligen Ortsbürgermeister. Quelle: Archiv
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Wennigsen

In Argestorf steht für die neue Ortsbürgermeisterin Sonja Schwarze
die seit Jahren notwendige Sanierung der durchlöcherten und zerfurchten Lübecker Straße ganz oben auf der Wunschliste. "Für dieses Projekt wünschen wir uns eine gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und der örtlichen Interessengemeinschaft", sagt sie. Ansonsten gibt sich Schwarze zurückhaltend: Für das Jahr 2017 wünsche sie allen Argestorfern viel Glück, Zufriedenheit und Zeit im Alltag. Zudem hofft sie, dass der neue Ortsrat einen guten Austausch mit den Argestorfer Einwohner haben und erste Erfolge der Ziele feiern könne.

Der allergrößte Wunsch richtet sich für Bredenbecks Ortsbürgermeister Heiko Farwig an die engagierten Ehrenamtlichen in den Vereinen, Gruppen und auch der Feuerwehr: "Machen Sie so unermüdlich weiter wie bisher, dann mache ich mir um unser Dorf keine Sorgen", sagt Farwig.

Er sieht aber auch eine weitere wichtige Notwendigkeit für den Ort: zukunftsorientiertes und auch familiengerechtes Wachstum. Das sei ein Ergebnis der Bürgerbeteiligung zur Dorfentwicklung. "Es fehlen Wohnungen gerade für junge Familien, ältere Mitbürger und weniger betuchte Einwohner. Daneben soll das Neubaugebiet natürlich den klassischen Traum jedes Häuslebauers verwirklichen: den Wunsch nach den eigenen vier Wänden", sagt der Ortsbürgermeister. Bei der weiteren Umsetzung der Ziele sei die Mitwirkung der Arbeitsgruppe „Bauliche Entwicklung“ bei der Berücksichtigung zeitgemäßer energetischer Standards weiter gefragt. "Hier muss es zügig weiter gehen", sagt Farwig.

Er sorgt sich außerdem um den Zustand des Grundschulgebäudes: "Lehrer, Eltern und Schüler warten händeringend auf wegweisende Erkenntnisse zur Sanierung des maroden Komplexes", weiß Farwig. Er sieht die Gemeindeverwaltung in der Pflicht, zeitnah Lösungen zu liefern.

In Degersen hat Ortsbürgermeister Walter Rasch eine sehr lange Liste zusammengestellt  - auch mit kleineren Wünschen wie zwei neuen Bekanntmachungskästen in Degersen-Bönnigsen, einem weiteren Schaukasten an der Dorflinde und neuen Toren für Kinder und Jugendliche auf einer Spielfläche am Kappellengarten.

Ein größerer Wunsch: "Ich hoffe, dass 2017 die Standortfrage für ein neues Feuerwehrgerätehaus in Degersen endgültig geklärt werden kann. Gespräche dazu laufen bereits", sagt Rasch. Er möchte auch, dass ein Prioritätenplan für die Ausweisung neuer Baugebiete langsam aber zielgerichtet abgearbeitet wird.

Rasch nennt weiterhin wichtige Aufgaben und Projekte für den Ort: "Im Frühjahr starten wir einen Wettbewerb für Kinder zur Verschönerung mehrerer Verteilerkästen", kündigt der Ortsbürgermeister an. Kinder sollen Gestaltungsvorschläge liefern, die ein Graffitikünstler mit ihnen umsetzen wird - Preise für die besten Vorschläge inbegriffen. Am "Alten Schulhof" soll außerdem  eine massive Sitzgruppe aufgestellt werden.

Im Frühjahr will sich der Ortsrat dann aber auch mit einer Verbesserung der Parkplatzsituation entlang mehrerer Straßen im Dorf auseinandersetzen. Was aus der Sicht von Rasch nicht unerwähnt bleiben darf: Die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Ortsrat, den Degerser Vereinen und Bürgern soll unbedingt zu aller Zufriedenheit gepflegt werden."

Etwas überschaubarer ist die Wunschliste von Evestorfs Ortsbürgermeister Ernst Herbst. "Der Ortsrat freut sich darauf, im Jahr 2017 die Planungen für die Barrierefreiheit im Dorfgemeinschaftshaus mit den örtlichen Vereinen, der Politik und der Verwaltung weiter voran zu bringen", sagt Herbst. Ziel sei es, die baulichen Hürden zu beseitigen und das Gebäude zu einer integrativen Begegnungsstätte zu machen.

Für Holtensens neuen Ortsbürgermeister Wilhelm Subke gibt es eine ganze Reihe von wünschenswerten Entwicklungen und Projekten: "Vor allem ein zügiger Abschluss der Bauarbeiten an der L 389. Die Holtenser sind inzwischen sehr genervt wegen der langwierigen Aktion", sagt Subke. Er hofft aber auch auf eine zügige Fortsetzung der Bauarbeiten für ein geplantes Café auf dem Gelände der Firma Holz-Müller. Von Gemeindeseite sei baurechtlich alles getan worden, die Eröffnung sei ursprünglich für Januar angedacht gewesen. "Wir brauchen dieses Café auch als Kommunikationszentrum für den Ort", sagt Subke.

Weiterhin stehen auf seiner Wunschliste: Eine Wiederbelebung des Geländes rund um den alten ALDI-Markt, ein zügige Umsetzung des Planfeststellungsverfahren für den Umbau der B217, damit 2018 mit den Bauarbeiten begonnen werden kann, eine Tempo-30-Zone im Bereich Kindergarten und Kinderhort, Beleuchtung des Radweges zwischen Holtensen und Bredenbeck. Sein sehnlichster Wunsch sei jedoch: "Die Busanbindung an unseren Holtenser Bahnhof und die Einrichtung einer Bushaltestelle im Bereich am Ortsausgang nach Linderte", sagt Subke.

Für Thomas Butterbrodt stehen als Ortsbürgermeister von Sorsum vor allem verkehrspolitische Aufgaben auf dem Jahresprogramm: "Die Veranstaltungen der Waldorfschule sind immer gut besucht. Nicht wenige Sorsumer nutzen das kleine Kulturzentrum im Ort und besuchen die Theateraufführungen. Aber die Veranstaltungen zeigen auch regelmäßig auf, dass noch weiter an tragfähigen Parkkonzepten gearbeitet werden muss. Diesbezüglich ist Sorsum aber auf einem guten Weg", beschreibt Butterbrodt die Situation. Er verweist auch auf die Möglichkeit, nach einer Gesetzesänderung die alten Anträge auf ein Tempo-30-Limit in der Ortsdurchfahrt neu zu stellen. 

Aus gesellschaftspolitischer Sicht hofft der Ortsbürgermeister auf die Fortsetzung eines langjährigen Trends: "Dass sich junge Familien an der Gestaltung einer gut funktionierende Dorfgemeinschaft aktiv beteiligen", so Butterbrodt.

Wennigsens neuer Ortsbürgermeister Jan Richard Weber wünscht sich für das Jahr 2017, "dass es gelingt, die hohe Lebens- und Wohnqualität im Ort zu erhalten und weiter zu verbessern." Für Weber gehören dazu unter anderem auch attraktive Freizeitangebote wie der Wasserpark. Das Naturbad müsse finanziell auf solide Füße gestellt werden.

Weber hofft aber auch auf eine Neuregelung der Straßenausbaubeitragssatzung. "Damit Straßensanierungen nicht gegen den Willen der Anlieger durchgesetzt werden müssen." Für den Ortsrat Wennigsen sei es zudem wichtig, mit den Bürgern im Dialog zu bleiben.  Deshalb wird Weber ab Februar wieder eine Sprechstunde anbieten: jeweils am ersten Dienstag im Monat ab 17.30 Uhr im Raumkonzept an der Hauptstraße.

In der Wennigser Mark sind es für Ortsbürgermeister Holger Dorl zwei wesentliche Punkte, die wünschenswert sind und voran getrieben werden sollen. "Nachdem wir sehr erfolgreich einen neuen Dorfmittelpunkt geschaffen haben, planen wir nun den Ausbau der Kita um eine weitere Gruppe", sagt er. Zuversicht verspürt er im Hinblick auf ein Endlosthema der vergangenen Jahre: "Das Projekt Polizeischule wird wiederbelebt, so dass wir die Hoffnung haben, dass dieses Gelände künftig nicht völlig brach liegt und nur von der Natur Stück für Stück zurückerobert wird."

Fotostrecke Wennigsen: Das wünschen sich die Bürgermeister
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