Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Barrierefreie Einkaufsbedingungen getestet
Umland Wennigsen Nachrichten Barrierefreie Einkaufsbedingungen getestet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:36 01.10.2014
Von Robert Lasser
Nicht alle Fahrradständer sind so gut nutzbar wie diese an der Hauptstraße. Einige seien Felgenkiller oder zu eng für breite Fahrräder, kritisiert die Arbeitsgruppe des Runden Tisches Seniorenarbeit.
Nicht alle Fahrradständer sind so gut nutzbar wie diese an der Hauptstraße. Einige seien Felgenkiller oder zu eng für breite Fahrräder, kritisiert die Arbeitsgruppe des Runden Tisches Seniorenarbeit. Quelle: Robert Lasser
Anzeige
Wennigsen

Sind Etiketten und Kassenbons gut lesbar? Wie sieht es mit Toiletten und Fahrradständern aus? Sind die Produkte in den Regalen für Ältere gut erreichbar und die Gänge breit genug? Eine Checkliste mit 50 Punkten hat die Arbeitsgruppe seit März abgearbeitet. Ergebnisse stellte die Gruppe jetzt beim Runden Tisch in der Christusgemeinde vor.

Elf Läden seien überprüft worden, berichtete Schulz, darunter NP in Bredenbeck, Aldi in Holtensen sowie Kaufhäuser und Märkte in Wennigsen. Immerhin verbringe der durchschnittliche Senior vier bis fünf Stunden in der Woche damit, seine Einkäufe zu erledigen, sagte Schulz.

Die Gruppe nannte zwei wesentliche Kritikpunkte. Alleinstehende müssten unverhältnismäßig hohe Preise für Kleinverpackungen bezahlen. So liege bei einem bestimmten Toast für die große Packung ein Kilopreis von 2,38 Euro zugrunde, für die kleine Packung 3,60 Euro, erläuterte Schulz. Entweder müsse man teuer einkaufen oder einen Teil der Ware schließlich wegschmeißen: „Das geht so nicht.“ Immerhin seien die meisten Inhaber oder Filialleiter gesprächsbereit, sagte Schulz.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Situation bei Einkäufen mit dem Fahrrad. Die hat Franz Blazek unter die Lupe genommen. Manche Fahrradständer seien alt und würden die Felgen beschädigen, andere seien zwar modern, aber nicht funktional, kritisierte er. „Manchmal können die Ständer nicht benutzt werden, weil dort Hunde angebunden sind.“ Deutlich besser sei die Lage bei den Stellplätzen für Autos. „Das Gejammere, das an der Hauptstraße in Wennigsen Parkplätze fehlen, ist falsch“, betonte Blazek. Es sei lediglich so, dass nicht immer unmittelbar vor dem Geschäft geparkt werden könne.

Schulz erläuterte, dass einzelne Ergebnisse der Tests nicht veröffentlicht werden sollen. Man werde aber mit den Geschäftsleuten im Gespräch bleiben. Für den 22. Oktober ist eine Veranstaltung im Wennigser Rathaus geplant. Dann sollen die Läden Zertifikate bekommen.

Ingo Rodriguez 30.09.2014
Robert Lasser 29.09.2014