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Nachrichten Firmengebäude für Flüchtlinge?
Umland Wennigsen Nachrichten Firmengebäude für Flüchtlinge?
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07:52 26.11.2014
Von Robert Lasser
Ins Auge gefasst: Das frühere Firmengebäude an der Max-Planck-Straße, das inzwischen der Gemeinde gehört.
Ins Auge gefasst: Das frühere Firmengebäude an der Max-Planck-Straße, das inzwischen der Gemeinde gehört. Quelle: Robert Lasser
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Niemand kann sagen, wie viele zusätzliche Asylbewerber die Gemeinde demnächst aufnehmen muss. Bislang konnten die Flüchtlinge in Wohnungen untergebracht werden. Jetzt will sich die Verwaltung weitere Optionen offenhalten. In einer Ergänzung zum Haushaltsplan 2015 taucht nun die Formulierung „Containersiedlung“ auf.

Kämmerer Michael Beermann stellte am Montagabend im Finanzausschuss die Ergänzung zum Haushaltsentwurf 2015 vor, die auch den Posten für die Unterbringung von Flüchtlingen enthält. Für den Umbau des leer stehenden Firmengebäudes an der Max-Planck-Straße 12, das inzwischen der Gemeinde gehört, oder aber das Aufstellen von Containern auf dem Grundstück sollen 350.000 Euro bereitgestellt werden. „Der Betrag ist eher zu niedrig angesetzt“, sagte Beermann. Weitere 66.000 Euro sind für den Ankauf kirchlicher Flächen an der Degerser Straße vorgesehen.

„Man muss das Geld ja nicht ausgeben, aber wir haben jetzt die Option“, erläuterte der Kämmerer gestern auf Anfrage. Es sei besser, die möglichen Kosten bereits jetzt im Haushalt aufzuführen, als später überstürzt eine außerplanmäßige Ausgabe beschließen zu müssen. Nun hätten die Politiker bis zur Verabschiedung des Haushalts im Dezember noch Zeit zu beraten.

Beermann wies darauf hin, dass die bislang geplante Vermarktung des früheren Firmengebäudes ohnehin schwierig sei. Die Räume böten sich für eine Aufnahme von Flüchtlingen an - sofern die Region Hannover einen entsprechenden Umbau zu diesem Zweck akzeptiere. Mit 3000 Quadratmetern sei das Gelände auch groß genug, um dort Container aufzustellen. „Da muss man prüfen, was wirtschaftlicher ist“, sagte Beermann.

Als Flüchtlingsunterkunft ins Auge gefasst hat die Verwaltung auch ein Grundstück in der Wennigser Mark. Nach dem Umzug des Kinderspielkreises ins Corvinus-Zentrum könnte nach einem Umbau vielleicht auch das bisherige Spielkreis-Gebäude genutzt werden.

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