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Umland Wennigsen Nachrichten Grundschule weiht neues Großschachfeld ein
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00:21 15.04.2018
Das Großschachfeld an der Grundschule Bredenbeck bietet den Schülern der Schach-AG viele neue Partien, die im Team gespielt werden. Quelle: Johanna Kruse
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Bredenbeck

 Eigentlich ist Schach kein Bewegungssport. Die neun Schüler der Schach-AG an der Grundschule Bredenbeck müssen nun aber doch ein paar Schritte gehen, um einen Schachzug zu vollenden. Seit Neuestem gibt es vor der Schule nämlich ein Großschachfeld, das nun eingeweiht wurde. 

Auf schwarzen und weißen Kacheln spielen die Kinder nun in zwei Teams mit extra großen Schachfiguren gegeneinander. „Die Schüler spornt das große Schachfeld natürlich noch mehr an“, sagt Reinhard Graich vom Schachclub Wennigsen. Gemeinsam mit Walter Henschel leitet er die AG, die sich einmal in der Woche trifft. 

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Wenn das Wetter es zulässt, wollen die beiden mit ihren Schülern die Stunde nun nach draußen verlegen. „Hier müssen die Kinder Gruppen bilden und gemeinsam nachdenken. Das fördert natürlich auch den Teamgeist“, sagt Henschel

Die Idee kam den Schach-Experten vor den Osterferien. In kürzester Zeit organisierte die Schulleitung den Bau des Schachfeldes. „Der Bauhof hat die Platten für das Feld dann in den Ferien wahnsinnig schnell gelegt“, sagt Schulleiterin Tatjana Seidensticker begeistert. 

Die Figuren wurden von der Schachakademie am Deister gespendet. „Um die grauen Zellen zu trainieren ist Schach einfach ideal“, sagt der Vereinsvorsitzende Jochen Krehnke. Für ihn ist die Bredenbecker Grundschule eine Vorzeige-Schule. „Ich bin überrascht und begeistert, wie schnell die Schule das Schachbrett hier integrieren konnte“, sagt er. 

Schach fordert von Kindern viel Konzentration

Seit vier Jahren gibt es die AG für Dritt- und Viertklässler an der Schule. „Viele Kinder sitzen zu Hause nur noch vor Konsolen und spielen gar keine Brettspiele mehr“, sagt Seidensticker. „Deshalb können sie beim Schachspielen viel aufsaugen.“ 

Die Grundregeln und Techniken des Spiels sollen die Schüler nach wie vor an den normalen Brettern lernen. Davon besitzt die Schule zehn Stück. Nach einer Viertelstunde Theorie dürfen die Acht- bis Elfjährigen in der AG selbst ran. „Die Kinder beweisen immer viel Disziplin, weil sie sogar nach der sechsten Stunde noch sehr konzentriert und ruhig sind“, bemerkt Henschel.  

Trotzdem stellt das neue besondere Feld einen zusätzlichen Anreiz dar. „Jetzt hätte ich am liebsten dreimal in der Woche Schach-AG“, sagt der neunjährige Luca. „Und dann würden wir dreimal am Tag Schach spielen“, fügt sein Freund Samir hinzu. Auch die neunjährige Joyce ist vom neuen Schachfeld begeistert. „Im Sommer können wir dann immer an der frischen Luft spielen“, sagt sie. „Das macht bestimmt noch mehr Spaß.“ 

Von Johanna Kruse