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Umland Wennigsen Nachrichten Integrationslotsen helfen Flüchtlingen
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22:50 28.01.2015
Es darf gefeiert werden: Die frischgebackenen Integrationslotsen Mohamed Ali Mubarak aus dem Sudan und Fadil Emini aus Serbien freuen sich über ihre Zertifikate. Quelle: Heidi Rabenhorst
Wennigsen

„Vor allem hier in Wennigsen werden händeringend Integrationslotsen gesucht“, sagte Nadja Heinrichs von der VHS-Geschäftsstelle Barsinghausen, die die Zertifikate überreichte, mit Blick auf den stetigen Zuzug von Flüchtlingen.

Unter Leitung von Agnes Pedrini und Noshin Shahrokhi beschäftigten sich die Kursteilnehmer mit unterschiedlichen Formen der Zuwanderung, Eingliederungsmodellen, rechtlichen Rahmenbedingungen und interkultureller Kompetenz.

Sechs Kursteilnehmer kommen aus Wennigsen, drei aus Barsinghausen, drei aus Gehrden sowie zwei aus Ronnenberg. „Einige von Ihnen sind schon in der Integrationsarbeit tätig. Ich bin mir sicher, dass Sie Ihre Lebenserfahrung nun mit zusätzlichem Handwerkszeug kombinieren werden“, sagte Heinrichs.

Auch Wennigsens Bürgermeister Christoph Meineke bedankte sich bei den ehrenamtlichen Helfern. „Sie schlagen Brücken, führen die Gesellschaften zusammen und setzen die Theorie in hervorragender Weise in die Praxis um“, lobte der Rathauschef. Er überreichte Erika Jäger den offiziellen Dienstausweis, der sie berechtigt, als ehrenamtliche Integrationslotsin tätig zu sein. „Ich freue mich auf die Arbeit mit den Menschen“, sagte die Wennigserin.

Zu den neuen Lotsen gehört auch Fadil Emini, der vor 15 Jahren aus Serbien nach Deutschland gekommen ist und in Ronnenberg wohnt. Er steht Neuankömmlingen unter anderem bei Behördengängen zur Seite. Der 27-Jährige spricht Serbisch, Kroatisch und beherrscht auch die Sprache der Roma. „Ich würde gern als Dolmetscher tätig sein“, sagte Emini.

Auch Mohamed Ali Mubarak hilft seinen Landsleuten. „Ich spreche Arabisch und kann sie beim Gang zum Amt oder zum Arzt unterstützen“, sagte der Sudanese, der seit eineinhalb Jahren im Asylbewerberheim am Ohweg in Barsinghausen lebt. Jürgen Welk hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, dass die Integrationslotsen eng und regelmäßig mit den Kommunen, engagierten Privatleuten und Interessierten aus dem Umland zusammenarbeiten. „Wir wollen die Arbeit konzeptionell führen, also einen Plan entwickeln, wie wir vorgehen und arbeiten wollen“, betonte er.

Am 16. Februar findet ab 18 Uhr im Wennigser Rathaus ein Integrationstreffen statt, bei dem auch die restlichen Ausweise verteilt werden und Gelegenheit für einen weiteren Erfahrungsaustausch besteht.

Von Heidi Rabenhorst

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