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21:42 07.10.2014
Von Robert Lasser
Kim Nina Ocker lebt mit ihrer Familie seit einem Jahr in der Wennigser Mark. Ihr Roman ist eine Liebesgeschichte und wendet sich nach Angaben der Autorin vor allem an weibliche Leser.
Kim Nina Ocker lebt mit ihrer Familie seit einem Jahr in der Wennigser Mark. Ihr Roman ist eine Liebesgeschichte und wendet sich nach Angaben der Autorin vor allem an weibliche Leser. Quelle: Robert Lasser
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Ocker schreibt, seit sie 14 Jahre als ist. Als sie 19 war, hatte sie drei Manuskripte in der Schublade liegen. Die Familie wusste davon, und bei einer Familienfeier machte ihr Onkel Druck. „Meine Schwester hatte die Manuskripte gelesen, und der Onkel sagte, ich soll endlich Verlage anschreiben“, erzählt Ocker. Eine Leseprobe ihres dritten Manuskripts schickte sie an einen einzigen Verlag, den renommierten Ullstein Verlag. Nach zwei Wochen wurde das Gesamtwerk angefordert, kurz darauf der Vertrag geschlossen.

Ocker hat einen Liebesroman geschrieben, die Protagonisten sind 17 und 19 Jahre alt. Die Zielgruppe seien 14- bis 20-Jährige, „eher die weiblichen“, sagt Ocker. Das Buch hat mehr als 500 Seiten, der Arbeitstitel lautete „Lächle, Mona Lisa“. Als Untertitel ist er erhalten geblieben, der Verlag setzte „Dark Smile“ davor. „Inhaltlich haben sie am Manuskript nichts geändert“, freut sich die 21-Jährige.

Ocker stammt aus Büren in Nordrhein-Westfalen, seit einem Jahr lebt sie mit ihrem Freund und ihrer eineinhalbjährigen Tochter Emma in der Wennigser Mark. Ihren Studienplatz für Dramaturgie hat sie wegen Emma aufgegeben. „Früher habe ich wirklich viel gelesen, ein bis zwei Bücher pro Tag“, erzählt sie. Seit Emma ist es weniger geworden, zuletzt hat Ocker einen Thriller gelesen. Auch das Buch, an dem sie jetzt schreibt, wird ein Thriller sein. „Aber vor allem bin ich jetzt Vollzeitmama. Nebenbei kellnere ich noch ein bisschen.“ Bald will die Autorin bei Lesungen auftreten: „Über das, was ich schreibe, will ich gern reden. Das ist ja meine Leidenschaft.“

Am Sonnabend fährt Ocker nach Frankfurt zur Buchmesse. Sie wird um 14 Uhr am Stand des Ullstein Verlags sein, um ihren Roman zu präsentieren. Es ist ein Treffen geplant, bei dem diverse Buchblogger erwartet werden, die im Internet aktiv sind. „Die Buchblogger spielen eine immer größere Rolle. Ihre Rezensionen sind zum Beispiel bei Facebook, Amazon und Youtube zu finden“, sagt die Autorin. Die Blogger erhielten die Bücher umsonst und rezensierten sie dafür. Am Stand des Ullstein Verlags wird Ocker auch die Mitarbeiter treffen, mit denen sie bislang nur telefoniert oder E-Mails geschrieben hat.

Für ihr nächstes Buch wird sie nun ihre Kurzvita ergänzen können: „Da steht bisher nicht viel drin. Ich habe ja noch nichts Großartiges gemacht.“

Robert Lasser 06.10.2014
Robert Lasser 03.10.2014