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Umland Wennigsen Nachrichten Großer Neujahrsempfang im Wennigser Kloster
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00:16 11.01.2017
Von Jennifer Krebs
Im Dialog das neue Jahr beginnen: Rund 200 Gäste nehmen am Neujahrsempfang im Klostersaal teil. Quelle: Jennifer Krebs
Wennigsen

Ein freies Grundstück, das der Klosterkammer gehört, gäbe es neben dem Friedhof mitten im Ort. Von 110 Mietwohnungen ist die Rede, die dort entstehen könnten. Das Projekt liegt auf Eis, seitdem der Friedhofsausschuss der Kirche sein Veto einlegte. Die Wennigser sollten sich gut überlegen, bat Klosterkammerpräsident Biallas im Klostersaal vor rund 200 Gästen, ob diese Fläche wirklich für eine mögliche Friedhofserweiterung vorgehalten werden oder ob daraus nicht lieber doch Bauland werden solle. Es sei schon schwierig genug, sagte Biallas, selbst den Bestandsfriedhof zu erhalten. Bestattungsformen würden sich ändern. Gute Nachricht für die Kirchengemeinde: Biallas sagte zu, dass die Klosterkammer die Friedhofskapelle in Angriff nehmen und in Stand setzen werde.

Nur wenige Worte mussten der Klosterkammerpräsident und Bürgermeister Christoph Meineke beim diesjährigen Neujahrsempfang über das Baugebiet Klostergrund verlieren, das "nach zehn Jahren endlich abschließend geklärt werden konnte", freute sich Biallas. Die Klosterkammer hat das sieben Hektar große Gelände an der Degerser Straße an einen Kölner Investor verkauft, der darauf 160 Wohneinheiten für etwa 500 Menschen realisieren will. Gebaut wird voraussichtlich am nächstem Juni.

Bürgermeister Meineke nutzte das Neujahrstreffen, um vier Jubiläen anzusprechen, die in diesem Jahr gefeiert werden: zehn Jahre Tourismusservice, zehn Jahre Radverkehrsprogramm in Wennigsen, 20 Jahre Städtepartnerschaft mit Forges-les-Eaux und 60 Jahre Wasserräder im Deister. "Und wenn ich schon beim Feiern bin", sagte Meineke, "es ist wieder Freischießen!"

Meineke endete seine Neujahrsansprache mit einem Arbeitsauftrag. Die Klasse 4b der Wennigser Grundschule habe ihm kürzlich Briefe geschrieben, was ihnen an Wennnigsen gefällt und was nicht, erzählte er. Am meisten beeindruckt habe ihn der Brief eines Flüchtlingskindes. Das Mädchen aus Syrien schrieb: "Lieber Herr Meineke. Meine Name ist Nour. Ich bin mit meiner Familie vor fast einem Jahr nach Wennigsen gekommen. Und ich finde es in Wennigsen toll, weil es so friedlich hier ist." An solchen klaren Botschaften "sollten wir unser Handeln ausrichten", sagte Meineke.

Fotostrecke Wennigsen: Großer Neujahrsempfang im Wennigser Kloster

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