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Nachrichten Jugendparlament will vor Neonazis warnen
Umland Wennigsen Nachrichten Jugendparlament will vor Neonazis warnen
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20:04 31.07.2014
Von Robert Lasser
Der neue Jugendbürgermeister Paul Stegemann hat viel vor.
Der neue Jugendbürgermeister Paul Stegemann hat viel vor. Quelle: Heidi Rabenhorst
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Wennigsen

Informationsabende zum Thema Rechtsextremismus sind Teil des Programms, das sich das neue Jugendparlament für die nächsten Monate vorgenommen hat. „Wir wollen aufklären und auf die Gefahr der versteckten Anwerbung auf der Straße hinweisen“, sagt Jugendbürgermeister Paul Stegemann. Dies sei eine bekannte Methode von Neonazis.

Eine starke rechte Szene gebe es in Wennigsen zwar nicht. Das Jugendparlament wolle aber präventiv tätig werden, erläutert Stegemann. Informationsabende soll es in Kooperation mit den Wennigser Schulen auch zum Thema „Wie funktioniert Kommunalpolitik?“ geben.

Ein weiterer wichtiger Punkt sei der Bolzplatz im Wohngebiet Langes Feld. „Dort wuchert alles zu. Die Jugendlichen, die dort Fußball spielen, finden das nicht so toll“, sagt Stegemann. Es gebe zwar zwei Tore, aber der Boden müsse erneuert werden. Sand auf Stein sei langfristig keine gute Lösung. Das Jugendparlament wolle die Gemeinde auffordern, den Bolzplatz herzurichten. Dazu soll es eine Ortsbesichtigung geben, wünscht sich der Jugendbürgermeister.

Ein weiterer Wunsch der Jungparlamentarier: Das Freizeitangebot soll attraktiver werden. Als eigenen Beitrag wollen die Jugendlichen beim Familienfest im Wasserpark am 6. September ein Fun-Volleyballturnier anbieten. „Natürlich soll es bald auch wieder eine Party geben. Wann und wo steht aber noch nicht fest“, sagt Stegemann. Innerhalb der nächsten zwei Jahre soll außerdem ein Fußballturnier organisiert werden.

Einen neuen Anlauf wünscht sich das Jugendparlament bei der Gestaltung der Bahnhofsunterführung. „Wir könnten uns vorstellen, dass wir noch einmal versuchen, die Unterführung mit Graffiti zu verschönern“, sagt Stegemann.

Robert Lasser 31.07.2014
31.07.2014