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Nachrichten Wasserpark: Entscheidung fällt am Sonnabend
Umland Wennigsen Nachrichten Wasserpark: Entscheidung fällt am Sonnabend
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00:40 03.06.2018
Sprünge ins kühle Nass sind im Wasserpark derzeit nicht möglich. Quelle: Marcel Sacha
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Wennigsen

Der Wasserpark bleibt mindestens bis einschließlich Sonnabendvormittag geschlossen. Dies teilt die Vorsitzende des Trägervereins Sigrid Röhrbein mit. Zur Mittagszeit soll ihr zufolge entschieden werden, ob das Naturbad wieder geöffnet werden kann. Dann sollen die Ergebnisse des Gesundheitsamtes vorliegen, das am Donnerstag Wasserproben aus dem Naturbad entnommen hat. Diese werden laut Röhrbein nun im Labor einem Schnelltest unterzogen. „Wenn die Grenzwerte nicht überschritten sind, werden wir noch mittags wieder öffnen“, sagt sie.

Der Wasserpark wird somit für mindestens dreieinhalb Tage geschlossen bleiben. Am Mittwoch hatte der Trägerverein mitgeteilt, dass das Bad aufgrund zu hoher Fäkalkeim-Werte bis auf Weiteres nicht betreten werden darf. „Das ist sowohl für uns als auch die Badegäste sehr schade“, sagt Röhrbein – insbesondere bei Temperaturen jenseits der 30 Grad. Die durch die Schließung entstandenen Einnahmeverluste schätzt die Vereinsvorsitzende auf 2000 bis 3000 Euro. Zum Vergleich: In der gesamten Saison 2017 konnten nur knapp 20.000 Euro an Eintrittsgeldern eingenommen werden. Auch damals musste die Badeanstalt wegen erhöhter Kolibakterien-Werte im Wasser geschlossen werden, allerdings für rund zwei Wochen. Hinzu kam der verregnete Sommer.

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Am Konzept des Naturbades will der Trägerverein laut der Vorsitzenden trotz der erneuten Zwangsschließung festhalten. Ein Umbau zu einem Chlorbecken, um äußere Einflüsse zu minimieren, komme für sie nicht infrage, betont Röhrbein. Der Wasserpark sei „etwas Einzigartiges“, das es zu erhalten gelte. Stattdessen muss ihren Worten nach möglicherweise zusätzliches Geld in die Hand genommen werden, damit sich entsprechende Grenzwertüberschreitungen in Zukunft nicht häufen. Auszuschließen seien solche Fälle jedoch nie, sagt Röhrbein. „Es ist nun einmal ein Naturbad.“

Von Marcel Sacha