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Wennigsen Polizei: 2018 keine Unfalltoten im Bereich des PK Ronnenberg
Umland Wennigsen Polizei: 2018 keine Unfalltoten im Bereich des PK Ronnenberg
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16:26 05.04.2019
Oliver Müller (von links), Katrin Hofmann, Felix Ruppelt, Heike de Boer und Christoph Badenhop haben am Freitag die Verkehrsunfallstatistik 2018 des Polizeikommissariats Ronnenberg vorgestellt. Quelle: Tobias Welz
Ronnenberg

Es ist eine sehr erfreuliche Nachricht, die Oliver Müller am Freitag vermelden konnte. „2018 hat es in unserem Zuständigkeitsbereich keine Unfalltoten gegeben“, erklärte der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes im Polizeikommissariat Ronnenberg. „Darauf sind wir sehr stolz.“ Insgesamt ist die Zahl der Verkehrsunfälle im Bereich der Polizeikommissariats (PK), das für die Kommunen Gehrden, Hemmingen, Ronnenberg und Wennigsen zuständig ist, etwa auf dem Niveau des Vorjahres geblieben. „Wir haben insgesamt 1484 Unfälle gezählt, im Jahr 2017 waren es 1480“, sagte Müller.

Kreuzung am Ihmer Tor bleibt Problemzone

Allerdings gebe es noch immer eine so genannte Unfallhäufungsstelle – und zwar im Bereich Ihmer Tor/Hamelner Straße: „Da kann man aus polizeilicher Sicht schlecht etwas machen“, erklärte Müller. „Die Fahrstreifen sind schlichtweg nicht breit genug.“ Er persönlich stünde wegen dieser Stelle regelmäßig in Kontakt mit der Kommune und der zuständigen Verkehrsaufsichtsbehörde, der Region Hannover.

2018 gab es sechs Unfälle auf der L390

Darüber hinaus befinde sich weiterhin eine so genannte Unfallhäufungslinie im Bereich der Landesstraße 390 zwischen Redderse und Leveste: Dort habe es 2018 sechs Unfälle mit insgesamt einem Leicht- und zwei Schwerverletzten gegeben. Die Bundesstraße 217 hingegen sei nach den geltenden Kriterien weder Unfallhäufungspunkt noch -linie. „Dafür müssten in dem Zeitraum fünf gleichgelagerte Unfallarten, Unfalltypen oder Unfallursachen vorliegen“, erklärte PK-Leiter Christoph Badenhop.

Insgesamt habe es im vergangenen Jahr 281 Unfälle mit Personenschaden gegeben (2017: 264). Besonders häufig betroffen seien dabei Senioren gewesen: Menschen über 65 Jahre waren an 80 Verkehrsunfällen mit Personenschaden beteiligt.

Ablenkung spielt aus Sicht der Polizei große Rolle

Überraschend: In nur 1,62 Prozent der Verkehrsunfälle konnte eine überhöhte Geschwindigkeit eindeutig als Unfallursache ausgemacht werden. Eine viel größere Rolle spiele aus Sicht der Polizei das Thema Ablenkung – zum Beispiel durch die Nutzung von Mobiltelefonen. Demnach laufen 52,02 Prozent der Unfälle unter dem Punkt „Sonstiges“. Müller erklärte: „Dazu gehören Fälle, in denen ein Verkehrsteilnehmer abgelenkt war. In der Kategorie steht aber auch all das, was durch uns nicht eindeutig einer Ursache zugeordnet werden konnte.“

Ende April gibt es Kontrollen von Radfahrern

Einen Schwerpunkt im laufenden Jahr will das PK Ronnenberg laut Badenhop im Bereich Radfahrer setzen. Noch Ende April soll es in der gesamten Region eine Radfahrer-Kontrollwoche geben, an der sich die Ronnenberger Polizei beteiligen werde. Immerhin sei die Zahl der Unfälle mit Beteiligung von Radfahrern im PK-Bereich im Vergleich zum Vorjahr um knapp 20 Prozent gestiegen. 2017 hatte es 82 Unfälle gegeben, 2018 waren es 98 – davon 13 mit Beteiligung eines so genannten Pedelec. „Das werden wir dieses Jahr über ganz besonders fokussieren“, kündigte Müller an.

Unfallprävention bleibt Schwerpunkt der Polizei

Außerdem wolle man weiterhin einen besonderen Schwerpunkt im Bereich der Unfallprävention setzen. Hierzu gehörten unter anderem das Projekt „Abgelenkt ist neben der Spur“ sowie die Aktionen „Fußgängerführerschein“ und „Gelbe Füße“ im Schulbereich. Zudem werde das Training mit Rollatoren, Pedelecs und Elektro-Fahrrädern sowie die Aktion „Fit im Straßenverkehr“ für Senioren intensiviert.

Auch in Hemmingen soll es Rollatorentraining geben

Eine Besonderheit könnte es bald in Hemmingen geben: Auch hier soll ein Rollatorentraining für Senioren eingeführt werden, an dessen Organisation sich die Polizei beteilige. Demnach stünde das Polizeikommissariat Ronnenberg bereits mit einem möglichen Kooperationspartner in Hemmingen in Kontakt. „Wir suchen noch nach konkreten Terminen und Örtlichkeiten“, erklärte Kontaktbeamtin Katrin Hofmann. Das Offene Café am Bürgerpark habe bereits Interesse angemeldet.

Von Tobias Welz

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