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Wennigsen Radwegsanierung: Ist die Baustelle unsicher?
Umland Wennigsen

Radwegsanierung zwischen Wennigsen und Wennigser Mark: Ist die Baustelle unsicher? 

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16:28 07.11.2019
Stefanie Tribukait aus Wennigsen freut sich, dass der Radweg endlich saniert wird. Quelle: Heidi Rabenhorst
Wennigser Mark

Noch bis Dezember rollen die Bagger zwischen Egestorf und Wennigsen: Der Radweg entlang der Landesstraße 391 wird saniert. Doch die Bauarbeiten sorgen für Unmut. Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger hatten die Sicherheit auf dem provisorischen Rad- und Fußweg kritisiert. Auf dem schmalen, kaum abgesicherten Weg sei es zu „brenzligen Situationen“ gekommen, berichten einige Wennigser in den sozialen Medien. Nun wurde nachgebessert.

Schon lange wünschen sich in der Wennigser Mark viele Einwohner, ADFC und Ortsrat eine Sanierung des völlig kaputten Radwegs zum S-Bahnhof in Egestorf. Der Weg wird sowohl von Schülern als auch Pendlern sowie von anderen Fußgängern und Radfahrern viel genutzt, da der Bahnhof die nächstgelegene Anbindung der Ortschaft an den öffentlichen Nahverkehr ist.

Doch der Zustand des Weges war im Laufe der Zeit immer schlechter geworden. Auf dem zerfurchten und von Schlaglöchern übersäten Weg fehlte streckenweise die gesamte Deckschicht. Nun haben die Arbeiten, die voraussichtlich bis Anfang Dezember dauern werden, begonnen.

Kritik: „Weg ist gefährlich“

„Wir freuen uns, dass es endlich losgeht. Für die Beeinträchtigungen habe ich Verständnis. Baumaßnahmen im Straßenbereich ziehen meistens auch Behinderungen mit sich. Sicherheit für alle muss jedoch gegeben sein“, sagt Ortsbürgermeister Holger Dorl.

Vor allem in den sozialen Netzwerken wie Facebook übten Fußgänger und Radfahrer Kritik bezüglich der Sicherheit. Sie bemängelten unter anderem, dass der provisorisch abgetrennte Notweg stellenweise so schmal sei, dass das schon zu brenzligen Situationen geführt habe mit entgegenkommenden Autos. „Gerade jetzt, weil es abends wieder früher dunkel wird, ist es gefährlich“, heißt es.

„Die ganze Baustelle ist eine Katastrophe“, schreibt ein Bürger und kritisiert, dass Absperrungen und gelbe Baustellenmarkierungegn fehlten, und die Baken teilweise so weit auf der Straße stünden, dass man auf die Gegenfahrbahn ausweichen müsse.

Im Bereich Egestorf bis Wennigser Mark wird der Fußgänger- und Radfahrerverkehr über einen mit beleuchteten Warnbaken abgesperrten Notweg auf der Fahrbahn geführt. Quelle: Heidi Rabenhorst

Weg soll nun sicher sein

Auf die Defizite in der Verkehrsführung hat die zuständige Behörde jetzt regiert und nachbessern lassen. „Zu Beginn der Baumaßnahme war die Verkehrssicherung stark verbesserungswürdig. Diese Tatsache wurde von uns als Auftraggeber mehrfach beim Auftragnehmer angemahnt sowie um umgehende Nachbesserung gebeten,“ teilte Fabian Schulze, der bei der Landesstraßenbaubehörde in Hannover den Fachbereich Bau leitet, auf Anfrage mit.

Die zuständige Verkehrssicherungsfirma habe daraufhin am Dienstagnachmittag entsprechend nachgebessert. Er hoffe, dass die Defizite in der Verkehrsführung jetzt dauerhaft beseitigt seien, sodass trotz der Baumaßnahme ein sicheres Befahren des Radwegs möglich ist. „Wir werden das in jedem Fall weiter beobachten“, versichert Schulze.

Rad- und Fußweg wird auf 2,7 Kilometern saniert

Insgesamt wird die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in den kommenden Wochen den Weg auf 2,7 Kilometer Länge in drei Bauabschnitten ausbessern. Für die Dauer der Arbeiten im Bereich Egestorf bis Wennigser Mark können Fußgänger und Radfahrer einen Notweg auf der Fahrbahn nutzen. Dieser Notweg ist mit beleuchteten Warnbaken abgesperrt.

Vom Ortsausgang Wennigser Mark bis zum Beginn des Betonradweges, etwa auf halber Strecke zwischen Wennigser Mark und Wennigsen, wird der Fußgänger- und Radfahrerverkehr auf der gegenüberliegenden Straßenseite, zwischen den Einmündungen Lüngerlohweg / Zum Waldfriedhof und Bauende über einen Notweg auf der Fahrbahn geführt.

Radfahrer werden umgeleitet

Für den Abschnitt Wennigsen an der Einmündung zur Hauptstraße bis Knotenpunkt Bönnigser Straße/ Danquardstraße/ Degerser Straße werden Fußgänger und Radfahrer über den Wehrweg, die Kurt-Schumacher-Straße und die Degerser Straße geführt. Die Umleitung ist ausgeschildert.

In allen drei Abschnitten muss die Fahrbahn während der Arbeiten zudem halbseitig gesperrt werden. In den Bereichen, in denen der Radfahrer- und Fußgängerverkehr über die Fahrbahn geführt wird, gilt Tempo 30.

Stefanie Tribukait nimmt die absehbaren Unannehmlichkeiten gerne in Kauf. „Ich freue mich über die Sanierung. Die kleine Umleitung innerorts ist gut ausgeschildert. Den Radweg nutze ich oft, um mit dem Rad ins Fitnessstudio oder ins Schwimmbad zu fahren. Und auch die Kinder können ihn dann gefahrlos nutzen, wenn sie mit dem Rad nach Barsinghausen zur Schule fahren“, sagt die Wennigserin.

Eine Umleitung für Radfahrer und Fußgänger ist ausgeschildert. Quelle: Heidi Rabenhorst

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Von Heidi Rabenhorst

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