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Wennigsen Sperrung der Hauptstaße: WIG kritisiert Informationspolitik der Verwaltung
Umland Wennigsen

Sanierung der Hauptstraße in Wennigsen: WIG kritisiert Informationspolitik der Verwaltung

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16:48 26.06.2019
An der Heitmüller-Kreuzung sollen die Umbauarbeiten beginnen. Quelle: Ingo Rodriguez
Wennigsen

Die Wennigser Geschäftsleute sorgen sich um ihre Zukunft: Ab Oktober wird die Hauptstraße saniert, was zahlreiche Sperrungen zur Folge hat. Das bedroht die Existenz vieler Gewerbetreibenden. Die Wirtschaftliche Interessensgemeinschaft Wennigsen (WIG) hat sich nun im Finanzausschuss über den mangelnden Informationsfluss von Seiten der Verwaltung beschwert.

Vollsperrung überrascht Gewerbetreibende

„Dass die Sanierung eine Vollsperrung zur Folge hat, war für uns eine neue Information“, sagte Markus Hugo, einer der drei WIG-Vorsitzenden. Er kritisierte, dass diese Information erst wenige Wochen vor dem Beginn der Arbeiten, die im Spätsommer oder Herbst starten sollen, bekannt wurde. „Informationen erhalten wir nur auf Nachfrage“, sagte Hugo. Die Arbeiten im Bereich der Heitmüller-Kreuzung werden für eine Vollsperrung sorgen. „Das bedeutet, an diesem Knoten gibt es keine Verbindung mehr. Die Bauzeit für diesen ersten Bauabschnitt soll zwei Monate betragen – also bis kurz vor Weihnachten 2019“, heißt es in einem Schreiben der WIG.

Das hat zur Folge, dass die Ortsdurchfahrt schon ab Oktober und beginnend an der B 217 als „gesperrt“ ausgewiesen wird. Die Bundesstraße wird zur Umfahrungsroute Wennigsens erklärt. „Bereits in diesem Jahr ist daher mit heftigen Einschnitten im Lieferverkehr und bei der Kundenfrequenz zu rechnen. Umsatzrückgänge zum Jahresendgeschäft sollten einkalkuliert werden“, heißt es von Seiten der WIG.

WIG kritisiert mangelnde Kommunikation

Bis 2021 wird die Hauptstraße in mehreren Abschnitten saniert. „Als WIG haben wir seit 2014 immer wieder eine einseitige Befahrbarkeit der Baustelle eingefordert. Viele der Geschäftsleute haben den Forderungskatalog der WIG mitunterschrieben. Die Forderung der einseitigen Befahrbarkeit wurde nie als Problem thematisiert – bis vor wenigen Tagen“, sagte Hugo. Er kritisierte, dass die Gemeinde scheinbar seit über einem halben Jahr wisse, dass es zu der einseitigen Befahrbarkeit nicht kommen wird. „Während wir seitens der Verwaltung also noch - gemeinsam mit der Politik - mit der Ausweisung von Parkplätzen, die Gestaltung von Lampen oder die Auswahl von Bäumen beschäftigt wurden, war klar, dass eine zentrale Forderung nicht umsetzbar sein wird. Nur gesprochen hat darüber leider niemand. Zumindest nicht mit uns.“

Der Grund für die Sperrung: Unter anderem hatte das Planungsbüro bpr festgestellt, dass die Regenwasserleitungen in der Mitte der Straße verlegt werden müssen. Hinzu kommen neue Vorschriften in Sachen Arbeitsschutz, die zwingend eine Sperrung erforderlich machen.Die Gewerbetreibenden wünschen sich, dass sie künftig schneller informiert werden, um auf etwaige Änderungen und Behinderungen besser reagieren zu können.

Bauarbeiten sollen in Adventszeit pausieren

Nachlässigkeit könne man weder der Gemeinde noch dem Planungsbüro vorwerfen, sagte Bürgermeister Christoph Meineke. Derzeit werde unter anderem geprüft, ob Feldwege während der Sperrung für den Verkehr geöffnet werden können. Zudem würde gewährleistet, dass die Straße während der Adventszeit, in der viele Unternehmen ihren höchsten Umsatz im Jahr haben, geöffnet sei.

Mehr zur Sanierung der Hauptstraße

Kein Kreisel, viele kleine Plätze, weniger Stolperfallen: Die Planer haben den aktuellen Stand in Sachen Hauptstraßensanierung vorgestellt.

Rote Teppiche vor den Geschäften, Modenschauen und viele weitere Aktionen sollen während der Sanierung der Hauptstraße dafür sorgen, dass die Geschäfte weiterhin Kunden anlocken.

Es ist ein Mammutprojekt, das Wennigsen verändert. Die Planungen für den Umbau der Ortsmitte werden konkreter. Verkehrsthemen spielen dabei eine wichtige Rolle.

Von Lisa Malecha

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