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Wennigsen Sanierung verzögert sich: DGH öffnet im Juni
Umland Wennigsen Sanierung verzögert sich: DGH öffnet im Juni
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00:16 13.12.2018
Thomas Behr, Vorsitzender des Vereins, befestigt die Platten an der Decke des großen Saals. Quelle: Lisa Malecha
Bredenbeck

In einem halben Jahr hat Bredenbeck endlich einen echten Dorftreff: Im Juni wird das Dorfgemeinschaftshaus öffnen – und zwar komplett. Zunächst war geplant, dass der Saal bereits zum Jahresbeginn vermietet werden kann, doch daraus wird nun nichts. Der Grund: Bis dahin sind noch nicht genug Sanitäranlagen fertig.

Die Arbeiten im DGH gehen zügig voran. Im Juni soll der neue Treffpunkt komplett fertig sein.

„Das Erdgeschoss würden wir bis dahin soweit fertig bekommen, aber mit nur einer Toilette können wir nicht öffnen“, sagt Thomas Behr, Vorsitzender des Dorfgemeinschaftsvereins. Zwar arbeiten jeden Tag und vor allem an den Wochenenden zahlreiche Ehrenamtlichen an der Sanierung des Gebäudes, dennoch sei es immer wieder zu kleineren Verzögerungen gekommen.

Neuer Treffpunkt kostet 1,5 Millionen Euro

Der Dorfgemeinschaftsverein, der sich im August 2013 gründete, ist mittlerweile der zweitgrößte Verein hinter der Bredenbecker Sportgemeinschaft. Er hatte sich gegründet, um einen neuen Treffpunkt im Ort bereitzustellen, denn Bredenbeck ist der einzige Ortsteil ohne eigenes DGH. Räume für die Dorfgemeinschaft gibt es nicht mehr, seit erst die Gaststätte Seidensticker und dann Silvester 2013 auch der Bredenbecker Hof geschlossen wurden. Im Dezember 2016 hatten die Vereinsmitglieder der Gemeinde die 650 Quadratmeter große Scheune von 1893 abgekauft. Hier sollen unter anderem die Vereine die Möglichkeit bekommen, im Dorftreff ihre Versammlungen abhalten zu können. Das neue DGH kostet etwa 1,5 Millionen Euro, die Hälfte kommt aus Fördermitteln und Spenden.

Im Inneren ist der Baufortschritt deutlich sichtbar: Im Erdgeschoss ist schon auf der Hälfte der Fläche der Estrich verlegt, im Saal sind die Wände und die Decke mittlerweile fast vollständig beplankt. Das sah vor einigen Monaten noch ganz anders aus. „Als nächstes wird verputzt“, sagt Behr und geht weiter in den Eingangsbereich. Dort wird momentan mit Hochdruck daran gearbeitet, die Heizung einzubauen. „Damit wir im Winter im Warmen arbeiten können“, sagt Behr.

Denn der Verein hat sich einiges vorgenommen: Im vorderen Bereich der Scheune, direkt beim Haupteingang, entsteht ein Gastronomiebereich mit Bar auf rund 61 Quadratmetern sowie ein Clubraum mit 25 Quadratmetern. Im Erdgeschoss wird es auch eine Küche sowie ein behindertengerechtes WC geben. Zudem entsteht dort ein 154 Quadratmeter großer Saal.

Bredenbeckerin übernimmt Gastronomie

Die Gastronomie im neuen Dorfgemeinschaftshaus übernimmt Elisabeth Mihatsch. Die 34-Jährige lebt nur wenige hundert Meter vom Dorfgemeinschaftshaus entfernt und arbeitet laut eigener Aussage seit Kindesbeinen im Gastronomiebereich. „Mit 16 habe ich dann meine Ausbildung zur Restaurantfachfrau gemacht, habe mich danach immer weitergebildet und bin mittlerweile in der Führungsebene eines Vier-Sterne-Hotels tätig“, sagt Mihatsch. Doch nun sei es Zeit, sich etwas eigenes aufzubauen, sagt die gebürtige Rheinländerin, die für den Job in die Region Hannover gezogen ist und nun in Bredenbeck ein neues Zuhause gefunden hat. „Die Chance im Dorfgemeinschaftshaus musst eich einfach nutzen“, sagt Mihatsch. Sie möchte in Bredenbeck ein Restaurant im Alice im Wunderland Stil aufbauen. Dort will sie authentische, bodenständige Küche servieren. „Alles saisonal und regional“, sagt sie. Zudem gebe es sowohl vegetarische als auch vegane Speisen. „Wir werden nur eine kleine Karte mir Klassikern haben und zusätzlich monatlich wechselnde Themenkarten anbieten“, kündigt sie an.

Sobald der Estrich im gesamten Erdgeschoss eingebracht ist und die Räume verputzt sind, soll es im ersten Stockwerk weiter gehen. Dort entstehen für die Gemeinde zwei Büros und zwei flexibel nutzbare Räume samt Teeküche für Workshops, VHS-Angebote, Hausaufgabenhilfe oder Rentenberatung. Zudem wird dort ein 51 Quadratmeter großer Mehrzweckraum entstehen, in dem auch Gymnastik- und Sportkurse angeboten werden können. Hier gibt es dann auch Umkleidekabinen und weitere Sanitäranlagen. Noch fehlen dort die Zwischenwände und der Fußboden.

Und auch bei der Finanzierung sei der Verein immer wieder auf kleine Hindernisse gestoßen. „Es ging immer nur um Kleinigkeiten, wie fehlendes Werkzeug oder ähnliches, aber das summiert sich irgendwann“, sagt Behr. Die Finanzierung des Gebäudes sei zwar weiterhin gesichert und auch Leinwand und Beamter gibt es dank dem Dorfkino bereits. Zudem sei eine Soundanlage gesponsert worden, sagt Behr und ergänzt: „Aber wir haben nicht einen Stuhl und nicht einen Tisch.“ Dafür werden noch rund 10.000 bis 20.000 Euro benötigt. Auch für die Beleuchtung werden noch zwischen 15.000 und 20.000 Euro benötigt. Wer selber Hand anlegen will, kann das jeden Sonnabend von 9 bis 14 Uhr beim Treffen der Helfer vorbeischauen.

Verein sucht Stuhlpaten

Das Dorfgemeinschaftshaus ist bald bezugsfertig - doch momentan fehlt es noch an Mobiliar. Der Dorfgemeinschaftsverein sucht daher noch Menschen, die eine Patenschaft für einen Stuhl oder Tisch übernehmen. Das kostet pro Stuhl 30 Euro und für einen Tisch sind 100 Euro fällig. Alle Paten werden auf der Homepage als Förderer des Dorfgemeinschaftshauses genannt und erhalten laut Thomas Behr, Vorsitzender des Dorfgemeinschaftsvereins, auch die „ewige Dankbarkeit der Gäste und Mitglieder des Dorfgemeinschaftsvereins“. Weitere Informationen gibt es unter Telefon (05109) 6894421 oder nach einer E-Mail an info@dorfgemeinschaft-bredenbeck.de

Von Lisa Malecha

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