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Wennigsen Der schönste Blick auf Degersen
Umland Wennigsen Der schönste Blick auf Degersen
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00:16 04.08.2018
Die beiden Degerser Fritz Sennholz und Dieter Krohn haben ihren Lieblingsort in Gehrden: Vom Gehrdener Berg aus hat man eine wunderschöne Aussicht auf ihren Heimatort. Quelle: Malecha
Degersen/Gehrden

“Sonne, Mond und Sterne schauen auf dich hinunter und ich auch“ – diesen Satz denk Fritz Sennholz sich jedes mal, wenn er auf „seiner“ Bank auf dem Gehrdener Berg sitzt und den Ausblick auf Degersen genießt. Heute ist er gemeinsam mit seinem Freund Dieter Krohn, ebenfalls Degerser, zu dem Aussichtspunkt spaziert. „Von hier aus hat man einen tollen Blick auf unser schönes Heimatdorf – immerhin liegt es auch auf einem Hügel und ist wunderbar zu sehen“, sagt Sennholz.

Fritz Sennholz und Dieter Krohn sitzen gerne auf der Bank auf dem Gehrdener Berg und schauen auf ihren Heimatort Degersen.

Vor zwölf Jahren hat der damalige Ortsbürgermeister und heutige Ehrenbürgermeister von Degersen maßgeblich mitgewirkt, damit diese Bank, auf der er nun mindestens ein Mal die Woche sitzt, aufgestellt wird. Denn die Sache hatte einen Haken: Der Standort der Bank liegt am Fuße des Waldstücks Königsholz und somit auf Gehrdener Hoheitsgebiet – Sennholz aber war über 40 Jahre Bürgermeister eines Wennigser Ortsteils. Doch letztendlich konnte er auch die Gehrdener davon überzeugen, dass man „den schönsten Blick auf Degersen“ am besten sitzend genießen kann. Und so wurde die Bank von der Lendorfstraße in Degersen an den Aussichtspunkt gebracht. „Von hier sieht man auch ganz wunderbar die vielen Bäume, die noch untere meiner Regie auf den Wegen von Degersen zum Gehrdener Berg gepflanzt wurden. „Das waren allein über 30 Obstbäume“, sagt er und zeigt stolz in die Ferne. In Hannover habe niemand einen so einen tollen Ausblick, da sind sich die beiden Senioren sicher.

„Auf dem Weg hier her kann man schon die ’Calenberger Toskana’ genießen“, sagt Krohn, dem der Aussichtspunkt auch ans Herz gewachsen ist. Vor allem bei drückender Hitze sei der Weg unter den Bäumen entlang bis zur Bank herrlich kühl. „Und auch für ältere Menschen geeignet, weil alles sehr eben ist“, ergänzt Sennholz, bei dem der Besuch des Gehrdener Bergs immer Kindheits- und Jugenderinnerungen weckt. Schon als Kind sei er immer zum Rodeln hergekommen, später habe er seine Kinder und sogar seine Enkel mit dem Schlitten mitgenommen. „Und als Kind haben wir hier immer Maikäfer gesammelt – und Bucheckern für den Förster“, sagt Sennholz. Als Jugendlicher seien er und seine Freunde dann zu Fuß von Degersen zur Räuberhöhle gelaufen, einem Tanzlokal auf dem Gehrdener Berg . „Damals gab es einen Pattweg durch das Feld – das Korn hat nachts nur so geraschelt, wenn alle durch gegangen sind.“

Toll finden die beiden auch, dass es auf dem Weg zur Bank –egal von welcher Richtung man kommt – viel Interessantes zu entdecken gibt. Unter anderem einen Gedenkstein. „Der erinnert an einen Jungen aus Redderse, der 1867 hier vom Blitz getroffen wurde und verstarb“, sagt Sennholz, der an fast jeder Weggabelung eine Geschichte zu erzählen hat.

Ein Gedenkstein erinnert an Heinrich Haller aus Redderse, der 1867 auf dem Berg vom Blitz getroffen wurde. Quelle: Malecha

Eine Sache stört die beiden Männer bei ihren Ausflügen dennoch gewaltig: Der Zustand der Bänke am Gehrdener Berg. „An meiner Bank stand mal eine zweite, das wäre jetzt auch sinnvoll“, sagt Sennholz. Immerhin kämen viele Spaziergänger dort entlang. „Wo es Bänke gibt, sind sie zum Teil überwuchert, vermodert oder umgekippt“, ergänzt Krohn. Und das sowohl auf dem Weg von Degersen auf den Gehrdener Berg als auch in dem Waldstück selbst. „Alle haben hier früher so viel geschafft, jetzt muss es wenigstens erhalten bleiben“, fordert Sennholz, der diesbezüglich schon Gespräche mit der Gehrdener Verwaltung geführt hat. „Mir wurde versprochen, dass die Bänke bald gestrichen werden“, sagt er zuversichtlich. Denn so einen tollen Ort müsse man einfach erhalten.

Wir suchen Ihren Lieblingsort

Ob es die Wasserräder im Deister sind, das Kloster, die Holtenser Doppelacht oder einfach nur das Lieblingscafé mit der schönen Aussicht ist – es gibt viele Orte, die Wennigsen besonders lebenswert machen. Viele kennt man, viele sind auch verborgen oder versteckt – und manche haben auch nur für Sie eine individuelle Bedeutung. Für unsere neue Serie „Heimatliebe“ suchen wir sie alle. Zeigen Sie uns Ihre Lieblingsorte und erzählen Sie uns ihre ganz persönliche Geschichte dazu.

Wo lohnt es sich in Argestorf, Bredenbeck, Degersen, Evestorf, Holtensen, Sorsum, Steinkrug, Waldkater, Wennigsen und in der Wennigser Mark genau hinzuschauen? Wir möchten herausfinden, warum Menschen sich in dieser Stadt zu Hause fühlen. Schicken Sie uns einfach eine E-Mail an wennigsen@haz.de, schreiben Sie uns bei Facebook auf der Seite HAZ Wennigsen oder rufen Sie unter der Telefonnummer (0 51 05) 52 13 19 bei unserer Redakteurin Lisa Malecha an. Wir freuen uns, Ihre ganz persönlichen Lieblingsorte mit Ihnen zu besuchen!

Von Lisa Malecha

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