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Wennigsen Noch immer kein Vorsitzender: Steht AWO-Ortsverein vor dem Aus?
Umland Wennigsen

Wennigsen: AWO-Ortsverein sucht noch immer neuen Vorsitzenden

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19:21 05.01.2020
Notlösung: Die AWO veranstaltet ihre monatlichen Treffen notgedrungen im Heimatmuseum. In der Begegnungsstätte an der Hirtenstraße musste die AWO-Kita unterkommen. Quelle: Lisa Neugebauer
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Wennigsen

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Wennigsen hat Schwierigkeiten, einen neuen Vorsitzenden zu finden. „Im Moment gibt es niemanden, der die Aufgabe übernehmen will“, sagt Diethard Maul, Kassierer des Ortsvereins. Seit vor einem dreiviertel Jahr AWO-Chef Heinz-Dieter Hasenjäger überraschend gestorben ist, wird der Ortsverein Wennigsen von Hannover aus mitbetreut.

Organisation ist schwierig

Diethard Maul lebt in Hannover, die stellvertretende Vorsitzende inzwischen in Hildesheim. „So gut es geht, versuchen wir, die Veranstaltungen aufrechtzuerhalten, aber das ist aus der Ferne nicht so einfach“, sagt Maul. Er sei schon froh, dass es einmal im Monat eine Aktion gebe, sagt der AWO-Schatzmeister. Zuletzt war das die Weihnachtsfeier, davor das Wurstessen und im Oktober der Weinabend.

Für die Organisation von regelmäßigen Aktionen fehlten aber die Leute. Zwar habe der Ortsverein knapp 55 Mitglieder, aber davon seien „maximal fünf“ aktiv. „Die Organisation hängt an zwei oder drei Personen“, sagt Maul. „Das ist nicht so ganz einfach.“ Viele der Mitglieder seien schon sehr alt oder körperlich nicht so fit, begründet er die geringe Beteiligung an den Vorbereitungen. „Der Jüngste ist 60 Jahre alt, der Älteste über 90.“

AWO nutzt Räume im Heimatmuseum

Dazu kämen fehlende Räumlichkeiten für die Aktivitäten des AWO-Ortsvereins. In dessen Begegnungsstätte an der Hirtenstraße war im Herbst notgedrungen der AWO-Kindergarten im Langen Feld eingezogen. Weil auf dem Untergrund auf dem eigentlichen Grundstück das Regenwasser schlecht versickerte, verschob sich die Eröffnung der Kita auf den Sommer 2020. Damit die dringend gebrauchten Betreuungsplätze trotzdem angeboten werden konnten, ließ die Wennigser Gemeindeverwaltung die AWO-Begegnungsstätte umbauen.

Der Ortsverein sei daraufhin auf Räume im Heimatmuseum ausgewichen, sagt Maul. Er sitze im Vorstand des Heimatmuseums und habe es daher organisieren können, dass die AWO dort seine Treffen veranstalten kann. „Wir sind sehr froh darüber und dankbar, dass wir im Museum untergekommen sind“, sagt der Kassierer. Der Platz im Museum sei allerdings sehr begrenzt. Daher fänden oft nur angemeldete Mitglieder Platz. „Für Nichtmitglieder ist die Teilnahme an den Veranstaltungen schwierig, was schade ist“, sagt Maul.

Bedarf ist weiter hoch

Ohne Vorsitzenden gestalte sich auch die Organisation schwierig. Maul wünscht sich sehr, dass sich bald jemand findet. Viele Vorkenntnisse brauche der Bewerber nicht. „Ein Verständnis für ältere Menschen ist das Wichtigste“, sagt er. „Man muss sich auf sie einstellen und wissen, wie man mit ihnen arbeitet und umgeht.“ Die Aufgabe sei ehrenamtlich, nehme aber auch „nicht übermäßig viel Zeit“ ein.

Der Bedarf an Aktionen sei nach wie vor da, sagt Maul. Zwischen 20 und 30 Mitglieder kämen zu den monatlichen Angeboten. „Die meisten sind begeistert und wollen nicht, dass das wegfällt.“ Auch ohne Vorsitzenden wollen die Mitglieder der AWO die Veranstaltungen daher weiter anbieten, so gut sie können. Für Ostern und Aschermittwoch gebe es bereits Pläne.

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Von Lisa Neugebauer

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