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Wennigsen Alte Polizeischule: Zukunft ist weiter ungewiss
Umland Wennigsen

Wennigsen: Alte Polizeischule: Land prüft weiterhin eine Nachnutzung

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08:00 27.12.2019
Ungenutzt und offenbar in einem Zustand, der für Besucher lebensbedrohlich ist: Für die alte Polizeischule in Wennigser Mark ist die Zukunft weiterhin ungewiss. Quelle: Jennifer Krebs
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Wennigser Mark

Das Erscheinungsbild ist inzwischen schon etwas unheimlich: Auf dem Gelände erobert sich die Natur Stück für Stück Teile der asphaltierten Bereiche zurück. An dem verschlossenem Metalltor vor dem Pförtnerhäuschen weist ein laminiertes Schild ungebetene Gäste auf den lebensbedrohlichen Zustand der verfallenden Immobilie hin. Auch elf Jahre nach der Schließung der alten Polizeischule in Wennigser Mark deutet weiterhin nichts auf eine Nachnutzung des Grundstücks mit den maroden Gebäuden hin. Eine erneute Nachfrage zur Zukunft der landeseigenen Liegenschaft hat das niedersächsische Innenministerium an die Zentrale Polizeidirektion (ZPD) weitergeleitet. Dort wird auf eine andauernde Prüfung mit dem sperrigen Titel Machbarkeitsuntersuchung verwiesen.

Gebäude wegen Sicherheitsmängeln gesperrt

„Mit der Untersuchung soll festgestellt werden, ob die Liegenschaft polizeilich noch genutzt werden kann. Und wenn ja: wie eine solche Nutzung zukünftig aussehen könnte“, teilt ZPD-Sprecher Philipp Mantke mit. Weitere Schritte sollen demnach erst nach dem Ergebnis der Untersuchung folgen. Wie der Zustand der Immobilie inzwischen offensichtlich ist, lässt sich aus der Stellungnahme der ZPD ablesen. „Die Liegenschaft Wennigser Mark ist aufgrund von Sicherheitsmängeln gesperrt. Eine Besichtigung der Räume können wir daher nicht ermöglichen“, teilt der Sprecher mit. Die Gebäude würden nun von der Polizei seit 2008 nicht mehr genutzt. Zunächst war die Belegschaft nach Nienburg in die Polizeiakademie Niedersachsen umgezogen. Nur die Schießanlage und die Sporthalle wurden anschließend wegen mangelnder Kapazitäten bei der ZPD in Hannover weiterhin genutzt. 2015 stellte aber ein Bausachverständiger Sicherheitsmängel fest. Das Baumanagement sperrte die komplette Anlage.

Pläne für neues Wohngebiet scheitern

Dorfbewohner und Kommunalpolitiker fordern zwar schon seit Jahren eine Nachnutzung des 5,3 Hektar großen Geländes. Doch so lange die Ergebnisse der Untersuchung des Niedersächsischen Landesamts für Bau und Liegenschaften ausstehen, bleibt auch die Zukunft der Polizeischule unsicher. Dabei sah es zwischenzeitlich schon einmal so aus, als könnten auf dem Areal etwa 60 Wohneinheiten entstehen. Die Gemeinde Wennigsen wäre für die Bauleitplanung zuständig gewesen und hätte sich dort ein neues Baugebiet mit Grundstücken für Ein- und Mehrfamilienhäuser gut vorstellen können. Ein ernsthaftes Interesse an dem verwaisten Areal hatte vor gut eineinhalb Jahren die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG). Bürgermeister Christoph Meineke spracht sogar von einer „konkreten Kaufanfrage“.

Land meldete Eigenbedarf an

Zu einem Vertragsabschluss kam es aber nicht. Wohl auch, weil das Land Eigenbedarf anmeldete. Die Arbeitsgruppe, die das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport 2016 eingerichtet hatte, empfahl, das Gelände „langfristig wieder für eine polizeiliche Nutzung herzurichten“. Ende 2018 hatten das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport und das Finanzministerium dann die Machbarkeitsuntersuchung in Auftrag gegeben. Es sollte zudem ermittelt werden, wie teuer eine Reaktivierung der ehemaligen Polizeischule wäre. Die Ergebnisse lassen auf sich warten.

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