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Wennigsen Anwohner wollen keine Mehrfamilienhäuser am Bredenbecker Ortsrand
Umland Wennigsen

Wennigsen: Anwohner wollen keine Mehrfamilienhäuser am Bredenbecker Ortsrand 

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08:49 22.08.2019
Noch ist der Blick auf den Süllberg nicht verbaut: Die Anlieger aus der Königsberger Straße wollen bei der Gestaltung des Bredenbecker Baugebiets am Ortsrand mitreden. Quelle: Jennifer Krebs
Bredenbeck

Große Gebäude am Bredenbecker Ortsrand? Die benachbarten Anwohner aus der Königsberger Straße stellen sich das neue Baugebiet Im Bergfelde anders vor als die Gemeinde. Sie halten die zweigeschossige Bebauung, wie sie die Gemeinde im Zentrum des Baugebietes zulassen will, für zu hoch und zu wuchtig.

Die Nachfrage nach Häusern und Wohnungen sei groß, das wisse er durchaus, sagt Architekt und Anwohner Henning Dorl. „Aber zweigeschossige Mehrfamilienhäuser? Das passt nicht in diesen Bereich“, sagt er. „Am Rand des Baugebiets vielleicht, aber auf gar keinen Fall mittendrin.“

Einwohnerversammlung am 22. August

Am Donnerstag, 22. August, soll es eine Einwohnerversammlung im Dorfgemeinschaftshaus geben, um über das Baugebiet zu sprechen. Los geht es um 19 Uhr. Jeder ist eingeladen. „Und hoffentlich kommen auch viele, damit wir ein möglichst breites Meinungsbild aus dem Ort erhalten“, sagt Dorl. Will man Im Bergfelde Mehrfamilienhäuser haben?

Der Rat der Gemeinde hat im März den Aufstellungsbeschluss für das Baugebiet in Bredenbeck beschlossen, das im Nordosten hinüber zu Holtensen entstehen soll. Der Aufstellungsbeschluss war der erste Schritt im förmlichen Bebauungsplanverfahren. Der Inhalt des B-Plans muss erst im weiteren Verfahren beim Auslegungsbeschluss konkret gefasst werden mit Aufteilung der Fläche und der Angabe über die Geschosszahl. „Ich wünsche mir mehr Fingerspitzengefühl“, sagt Dorl.

Baugebiet ist auch Thema im Ortsrat

Das Bredenbecker Baugebiet Im Bergfelde ist am Montag, 19. August, auch Thema im Ortsrat. Die Verwaltung wird über den aktuellen Stand der Planungen informieren. Dann können auch Fragen gestellt werden. Die öffentliche Sitzung beginnt um 19.30 Uhr in der Aula der Grundschule.

Gesprochen werden soll in der Ortsratssitzung auch über den Hochwasserschutz und die Beeke. Des Weiteren wird bekannt gegeben, was die Geschwindigkeitsmessungen auf der Wennigser Straße ergeben haben.

NLG entwickelt das Baugebiet

Entwickelt wird das Baugebiet Im Bergfelde zusammen mit der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG). Die NLG kauft die Flächen, baut Wege und Straßen, und vermarktet die Grundstücke. Die Gemeinde schließt einen städtebaulichen Vertrag mit ihr ab.

Wo es geht, hätte die Verwaltung auch in Bredenbeck das Bauen in zweiter Reihe möglich gemacht und ein städtebauliches Verfahren begonnen, wie sie es beispielsweise schon für die Hirtenstraße in Wennigsen und zuletzt für die Kampstraße in Degersen gemacht hat. Doch die meisten Grundstücksbesitzer der Tulpenstraße, Lilienstraße, Nelkenstraße und Im Felde in Bredenbeck haben kein Interesse an einer Hinterliegerbebauung und wollen ihre großen Grundstücke nicht teilen. Deswegen konzentriert man sich nun auf das neue Baugebiet gegenüber der Grundschule.

So groß wie neun Fußballfelder

Das Plangebiet zwischen der Straße Im Brink und der Bredenbecker Grundschule umfasst 6,67 Hektar – das ist etwa so groß wie neun Fußballfelder. Das Regenrückhaltebecken, Straßen und öffentliche Grünflächen sowie den geplanten Kindergarten abgezogen, bleiben 4,83 Hektar als allgemeines Wohngebiet.

Vorgesehen sind nach den derzeitigen Planungen der NLG etwa 80 normale Einfamilien- und vier Mehrfamilienhäuser. Platzhalter in dem städtebaulichen Entwurf gibt es außerdem für seniorengerechtes Wohnen, Hausgruppen für Mehrgenerationenmöglichkeiten und eine Ökosiedlung. Nicht geplant ist es momentan, ein Grundstück für den möglichen Neubau eines Feuerwehrhauses frei zu halten. „Warum denn eigentlich nicht?“ fragt sich Dorl.

„Wir wollen bei der Gestaltung mitreden“

In einem Schreiben an Bürgermeister Christoph Meineke bitten 19 Anlieger aus der Königsberger Straße darum, dass die momentane Planung überprüft wird. Sie sorgen sich, dass ihre Anliegen und Wünsche im Verfahren nicht ausreichend berücksichtigt werden. „Verhindern können und wollen wir das Baugebiet vor unserer Haustür nicht – aber bei der Gestaltung wollen wir mitreden“, sagt Dorl.

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Von Jennifer Krebs

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