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Wennigsen Südlink: Bürgerinitiative will „am Ball bleiben“
Umland Wennigsen Südlink: Bürgerinitiative will „am Ball bleiben“
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14:47 22.02.2019
Die Bürgerinitiative gegen den Südlink im Calenberger Land will ihre Arbeit wieder aufnehmen. Quelle: Dirk Wirausky (Archiv)
Wennigsen

Wird die Stromtrasse Südlink tatsächlich im Westen der Region Hannover gebaut – und führt sie damit auch durch das Calenberger Land? Mit dieser Frage befassen sich Bürgerinitiativen, Landwirte und Politiker aus Wennigsen und Gehrden jetzt wieder. Am Mittwoch hatte der Netzbetreiber Tennet überraschend mitgeteilt, die Stromautobahn von Neustadt über Garbsen, Seelze, Gehrden, Ronnenberg und Wennigsen bis Springe führen.

BI will handeln – aber ohne Eile

Wie viele Menschen in Wennigsen sind auch die Initiatoren der Bürgerinitiative (BI) gegen den Südlink im Calenberger Land von dieser Entscheidung überrascht worden. „Wir wollen jetzt auf jeden Fall am Ball bleiben“, kündigt Sprecher Jan-Eric Bothe an, der in Degersen wohnt. Bei ihm haben sich seit der Verkündung von Tennet schon mehrere Bürger aus Gehrden und Wennigsen gemeldet, die sich an einem möglichen Protest beteiligen wollen. Wie genau der aussehen könnte, wollen die BI-Mitglieder in den nächsten Tagen und Wochen überlegen. „Wir suchen derzeit einen Termin, an dem wir uns zusammensetzen“, berichtet Bothe. Große Eile sei derzeit noch nicht geboten, weil sich das Verfahren ohnehin noch lange hinziehen werde.

In Bredenbeck sorgen sich vor allem die Landwirte um ihre Flächen, unter denen die unterirdisch verlegte Stromtrasse verlaufen könnte. Deshalb will sich die neue Ortsbürgermeisterin Marianne Kügler bald mit den Betroffenen austauschen. Sie schließt sich Wennigsens Bürgermeister Christoph Meineke an, der die Entscheidung von Tennet gegen die Trasse im Osten der Region Hannover als „nicht nachvollziehbar“ kritisiert hatte.

Kügler wendet sich an Bundestagsabgeordnete

„Das Calenberger Land im Ganzen muss derzeit viele Einschnitte in die Landschaft verkraften“, sagt Küglerund verweist auch auf geplante Windräder. Deshalb werde sie auch noch einmal den Kontakt zu den zuständigen Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch (SPD) und Maria Flachsbarth (CDU) suchen und diese um Unterstützung bitten.

Ziemlich gelassen blickt Holtensens Ortsbürgermeister Wilhelm Subke den nächsten Monaten entgegen. Er hat sich beruflich jahrelang mit Planfeststellungsverfahren beschäftigt und weiß: „Es ist noch nichts passiert.“ Tennet habe der Bundesnetzagentur lediglich einen Vorschlag gemacht. Er rechne fest damit, dass Bürger gegen den Verlauf der Stromtrasse klagen werden – egal, wo sie letztlich verlaufen soll. Damit werde sich das Verfahren vermutlich noch Jahre hinziehen. „Mein Rat ist deshalb: Ruhig bleiben“, sagt Subke.

Von Gerko Naumann

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