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Wennigsen Das ist die aktuelle Planung für die Hauptstraße
Umland Wennigsen Das ist die aktuelle Planung für die Hauptstraße
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12:06 30.01.2019
An der Heitmüller-Kreuzung sollen die Umbauarbeiten beginnen. Quelle: Ingo Rodriguez
Wennigsen

Vier Monate ist die letzte Sitzung der AG-Hauptstraße her. Vier Monate, in denen die Planer die Vorstellungen und Wünsche sowie die Ratsbeschlüsse in die aktuellen Pläne einarbeiten konnten. Der aktuelle Stand wurden nun vorgestellt.

De größte Änderung stellten Thomas Pfeiffer, Ingenieur und Geschäftsführer des beauftragten Planungsbüros BPR, gleich zu Anfang seines Vortrags vor: Die neue Gestaltung der Kreuzung Hauptstraße/Argestofer Straße. Hier hatte der Rat sich gegen den bisher geplanten Kreisel entschieden. Stattdessen wird die Kreuzung nun so aufgeweitet, dass dort Begegnungsverkehr möglich wird. „Wir haben die Kreuzung so geplant, dass wir erwarten, dass der Verkehrsfluss sich dennoch verbessert.“ Künftig sollen sich dort auch beim Abbiegen zwei Lastwagen oder Busse ohne Probleme begegnen können. Durch das Wegfallen des Kreisels ist es nun auch möglich, den Klinker am Rathaus zu erhalten.

An der Heitmüller-Kreuzung sollen die Umbauarbeiten beginnen. Quelle: Ingo Rodriguez

Keine Änderung gibt es beim Zebrastreifen an der Heitmüller-Kreuzung. Dieser muss laut Straßenverkehrsbehörde an aktueller Stelle bleiben und darf nicht verrückt werden. „Allerdings muss das Stoppschild weg, wenn wir dort einen Zebrastreifen behalten wollen“, sagt Pfeiffer, der in seinem ausführlichen Vortrag viele kleine Änderungen und Ausarbeitungen in den Plänen vorstellte: Unter anderem soll das Sandsteinbeet (Höhe Hausnummer 15) von seinem aktuellen Standort entfernt werden, um dort Platz für Parkplätze zu schaffen. Ein neues Sandsteinbeet mit Bänken soll entstehen. Da in Wennigsen kein großer neuer Platz geschaffen werden kann, versuche man durch punktuelle Plätze viel mehr Atmosphäre zu schaffen. Zudem wird der Bereich vor der Volksbank großzügiger gestaltet. „Wir versuchen wo es geht, die Stolperfallen und Hindernisse entfernen.“

Gestaltung an der Hülsebrinkstraße

Auch die Kreuzung an der Hülsebrinkstraße liegt noch im Sanierungsgebiet. Quelle: Ingo Rodriguez

Eine große Veränderung gibt es nach der Sanierung auch an der Kreuzung zur Hülsebrinkstraße. Dort wird der Straßenbereich verschmälert, wodurch mehr Aufenthaltsplatz auf den Gehwegen geschaffen wird. Auch die Mittelinsel verschwindet. Hier könnten Pflanzbeete und Bänke dafür sorgen, dass sich auch Spaziergänge gerne im öffentlichen Raum aufhalten. Für Diskussion sorgten die Pläne, am Kerbholz drei Bäume nah an der Straße zu pflanzen. „Wir haben sorge, dass dort Autos parken, wenn wir sie weiter zurückziehen“, sagte Pfeiffer. Einige Anwesende argumentierten allerdings, dass die Kronen höhere Fahrzeuge wir Müllwagen oder Mähdrescher stören.

Hirtenstraße wird Einbahnstraße

Für die Hirtenstraße gibt es ebenfalls Pläne mit einer veränderte Parkregelung. Quelle: Ingo Rodriguez

Die Hirtenstraße bleibt Tempo 30, sie wird aber eine Einbahnstraße. Das hatte der Rat in September beschlossen. „Wir haben die Verkehrssituation nun untersucht“, sagte Pfeiffer. Das Ergebnis: Die Einbahnregelung belastet keine Straße über Gebühr. Offen ist noch, wie die Gehwege auf beiden Seiten der Hirtenstraße aussehen werden. Die AG Sprach sich aber für einen Entwurf aus, der auf der einen Seite einen 2,50 Meter breiten Gehweg und auf der anderen einen 1 Meter breiten Gehweg vorsieht.

26 neue Bäume

Gegenüber dem chinesischen Restaurant sollen alle drei Bäume entfernt werden, damit der Gehweg besser nutzbar ist. „Wir fällen zwar sechs Bäume, pflanzen aber 26 neue“, sagte Pfeiffer. Nicht verschwinden wird die Eibe beim Bäcker. „Diese soll ein Naturdenkmal werden“, sagt Pfeiffer. Welche Bäume in der Ortsmitte gepflanzt werden, ist noch unklar. Schmal sollen sie sein, sind sich die AG-Mitglieder einig. Zudem sprachen sich einige AG-Mitglieder für eine große Vielfalt an insektenfreundlichen Pflanzen aus.

Klinker statt Betonstein

Vor der Heitmüller-Kreuzung sind zu Anschauungszwecken verschiedene Pflasterungsmuster verlegt. Die AG empfiehlt den Klinker mit weniger Rotanteil (vorne im Bild) Quelle: Ingo Rodriguez

Auch bei der Ausgestaltung konnte ein Stimmungsbild eingefangen werden: Bei der Pflasterung sprach sich die Mehrheit der AG-Mitglieder für die Klinkervariante mit weniger Rotanteil aus. Diese ist zwar teurer als die Alternative, eine Pflasterung mit Betonstein, passe allerdings besser ins Ortsbild. Bei den Leuchten empfiehlt die AG kleinere Leuchten. Diese Variante ist 70.000 Euro teurer, da deutlich mehr Standorte benötigt werden. Allerdings betonten die Mitglieder, dass durch diese Lampen eine einladendere Atmosphäre geschaffen werden.

Heitmüller-Kreuzung wird nicht gefördert

Die Entscheidung, keinen Kreisel an der Heitmüller-Kreuzung zu bauen, wirkt sich auch auf die Förderung aus: „Die jetzt geplante Kreuzung ist nicht förderfähig“, sagte Anna-Theresa Richter vom Sanierungsträger NLG. Die Förderfähigkeit könne zwar beantragt werden, dazu müsste allerdings das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) punktuell angepasst werden, um dann bis Mai eine Förderung zu beantragen – und zwar für das kommende Jahr. „Wir würden erst 2020 eine Rückmeldung bekommen, ob wir Geld bekommen würden“, sagt Richter. Maximal könnte die Kreuzung mit 30.400 Euro gefördert werden, sollte der Antrag bewilligt werden. Die Mitglieder das AG-Straßenausbaubeiträge stimmten dafür, auf die Fördergelder zu verzichten. Immerhin würde sich dadurch das gesamte Projekt Sanierung-Hauptstraße um ein Jahr verzögern, da wegen der Kanäle zwingend an der Heitmüller-Kreuzung mit der Sanierung begonnen werden muss.

Es gibt aber auch eine positive Nachricht: Die Fördermittel aus 2016 verfallen nicht, sondern können auch 2019 noch abgerufen werden. Somit hat die Gemeinde noch 208.900 Euro Fördermittel zur Verfügung.

 

Von Lisa Malecha

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