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Wennigsen Gelbe Füße weisen Kindern in Sorsum den sicheren Weg über die Straße
Umland Wennigsen

Wennigsen: Gelbe Füße weisen Kindern in Sorsum den sicheren Weg über die Straße 

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14:58 12.07.2019
Claudia Nolting (links), Kontaktbeamtin Katrin Hofmann und Thomas Butterbrodt haben sich gemeinsam überlegt, wo die gelben Füße am meisten Sinn ergeben und diese dann auch aufgesprüht. Quelle: Lisa Malecha
Sorsum

Genau einen Zebrastreifen gibt es in Sorsum an der Weetzener Straße, ansonsten müssen Fußgänger die viel befahrene und zum Teil schlecht einsehbare Straße ohne Hilfe überqueren. Nun zeigen Graffiti von gelben Fußabdrücken den Kindern, wo sie dies sicher tun können.

Ortsbürgermeister Thomas Butterbrodt, Ortsratsfrau Claudia Nolting und Katrin Hofmann, Kontaktbeamtin von der Polizei Ronnenberg, sind nun mit Sprühdosen und Schablonen durch den Ort gezogen, und haben in leuchtendem Gelb Fußstapfen aufgesprüht. Diese sollen Jungen und Mädchen zeigen, wo sie die Straße am besten überqueren können.

Füße an der Dorfstraße und am Riedeweg

Kindern wird empfohlen, die Weetzener Straße auf Höhe der Dorfstraße zu überqueren. Ist man auf der Straßenseite, auf der die Kirche steht, wird geraten, die Straße auf Höhe der alten Schmiede zu überqueren. Von der anderen Straßenseite aus sind die gelben Füße auf Höhe des Dorfgemeinschaftshauses aufgemalt. Von beiden Stellen aus hat man die jeweils beste Einsicht in die sich schlängelnde Straße.

Gelbe Füße zeigen Kindern in Sorsum nun, wo sie die Straße gut überqueren können. Quelle: Lisa Malecha

Weiterhin schlagen Ortsrat und Polizei vor, dass Kinder die Lemmier Straße auf Höhe des Riedewegs überqueren. Um Kindern, die mit dem Bus ankommen, den Weg zu weisen, sind dort an den Bushaltestellen auch gelbe Füße angebracht. „Wir gehen bewusst von der Haltestelle weg, weil die Straße dort besser einsehbar ist“, sagt Hofmann.

Straße ist zum Teil unübersichtlich

„Durch die Schlängel an der Weetzener Straße ist diese für Kinder sehr schwer einsehbar“, hatte Butterbrodt diese Entscheidung bereits während einer Ortsratssitzung zu Jahresanfang begründet.

„Wir haben viele Kinder im Ort, auch mein Sohn geht an der alten Schmiede gerne über die Straße“, sagt Butterbrodt. Bis zur Waldorfschule zu laufen, wo ein Zebrastreifen ist, sei ein großer Umweg. Gemeinsam waren die Ortsratsmitglieder und Hofmann dann Sorsum abgegangen, um zu sehen, an welchen Stellen die Markierungen Sinn ergeben.

Gelbe Füße sind eine Hilfestellung

Viele Orte haben bereits gelbe Füße. Sie helfen Kindern im Straßenverkehr und warnen sie vor gefährlichen Situationen. Die empfohlenen Wege sind nicht immer die kürzesten. Sie helfen jedoch, Gefahrensituationen zu umgehen, und zeigen Stellen auf, an denen Kinder möglichst sicher und unbeschadet die Straßen überqueren können.

Ortsbürgermeister Thomas Butterbrodt sprüht die gelben Füße an der Weetzener Straße kurz hinter der Ecke zur Dorfstraße auf. Quelle: Lisa Malecha

Die Markierungen seien aber lediglich eine Hilfestellung. „Situationsbedingt – beispielsweise wenn ein großes Auto direkt an den Füßen parkt und die Sicht versperrt – ergibt eine andere Stelle auch mal mehr Sinn“, sagt Hofmann.

Kindern fehlt oft die Erfahrung

Sie sei dankbar, dass sich der Ortsrat in Sorsum des Themas angenommen habe. Die Polizei und die Verkehrswacht unterstützen die Aktion. Ihrer Erfahrung nach sei eine Hilfestellung für Kinder immer gut, gerade in der heutigen Zeit, wo viele Eltern ihre Kinder zur Schule fahren. „Wer nicht so oft zu Fuß unterwegs ist, der ist unsicherer“, sagt Hofmann.

Vor der Schule gilt Tempo 30

Die gelben Füße sind ein weiter Schritt in Sachen Verkehrssicherheit. Ein erster war die Einführung einer Tempo-30-Zone vor der Freien Waldorfschule Sorsum. Diese hatten sich die Ortsratsmitglieder schon lange gewünscht, doch die Region hatte den Antrag vor drei Jahren zunächst abgelehnt. Nun wurde das Schild vor wenigen Monaten dann doch aufgestellt. Montags bis Freitags gilt nun jeweils von 7.30 bis 16 Uhr Tempo 30 vor der Schule.

Von Lisa Malecha

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