Wennigsen: Glöckner vom Steinkrug spenden 1000 Euro für die Skateanlage
Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Wennigsen Glöckner vom Steinkrug spenden 1000 Euro für die Skateanlage
Umland Wennigsen

Wennigsen: Glöckner vom Steinkrug spenden 1000 Euro für die Skateanlage

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:00 25.09.2019
Glöckner Siegmar Volp überreicht den Scheck an Jugendbürgermeister Ole Hagen. Quelle: Jennifer Krebs
Anzeige
Wennigsen

Die Glöckner vom Steinkrug haben dem Wennigser Jugendparlament eine Spende von 1000 Euro für die geplante Skateanlage übergeben. „Für Senioren und kleine Kinder gibt es genug in Wennigsen“, sagt Glöckner Jürgen Dumschat. „Für Jugendliche sieht das ganz anders aus.“ Das Geld, das sie ans Jugendparlament überreichten, hatten die vier Glöckner gespart. Dumschat, Siegmar Volp, Joachim Henke und Volker Püschel bekommen für das Läuten der Steinkrüger Glocke eine Aufwandsentschädigung von der Kirchengemeinde Holtensen-Bredenbeck.

Es soll der letzte Glockenturm in Niedersachsen sein, der noch manuell geläutet wird, hat sich Volp sagen lassen. Wo solle der Strom hier oben auch her kommen, meint Dumschat. Der hölzerne Glockenturm steht etwas versteckt auf einem Hügel im Wald unterhalb des Rauchgaskegels der alten Glashütte. An dem Glockenturm wird seit 1958 zu den Gottesdiensten in Bredenbeck und Holtensen geläutet, aber auch bei Beerdigungen. Die Glocke stammt aus der Holtenser Kirche, wo sie vor 55 Jahren ersetzt wurde. Sie ist über 150 Jahre alt.

Anzeige
Die Glocke in Steinkrug. Der hölzerne Turm steht im Wald etwas unterhalb des alten Rauchgaskegels der Glashütte. Quelle: Jennifer Krebs

Zwei Jahre hatte die Glocke zwischenzeitlich mal nicht geläutet werden dürfen, weil ein morscher Balken ausgetauscht werden musste. „Das war schon komisch – und still“, sagt Henke, der 2007 das Läuten der Steinkrüger Glocke zusammen mit seinen drei Mitstreitern übernahm. Bis dahin hatte das fast 20 Jahre lang sein Onkel Helmut Katz gemacht, der damals aus gesundheitlichen Gründen aufhören musste.

Weitere Sponsoren für Skateanlage gesucht

Die Glöckner vom Steinkrug würden sich wünschen, dass andere ihrem Beispiel folgen und das Jugendparlament unterstützen. Denn nur mit Sponsoren und Eigenleistung kann die Gemeinde das 180.000-Euro-Projekt realisieren. Das Jugendparlament hat vor drei Jahren damit angefangen, Spenden für seine Skateranlage zu sammeln. Auch die Jupa-Partys sind seitdem immer für den guten Zweck. Mit dem Geld sollen später die Grünflächen an der Skateanlage gestaltet werden. Jugendbürgermeister Ole Hagen spricht auch von einer Schutzhütte, Bänken und Mülleimern, die finanziert werden müssen.

Die Bauarbeiten für die seit Jahren geplante Skateanlage am Bröhnweg sollen nach Möglichkeit noch in diesem Jahr ausgeschrieben werden. Baubeginn könnte dann im Frühjahr 2020 sein. Am Donnerstag trifft sich die Projektgruppe mit Bau-Fachbereichsleiter Martin Waßermann, um Eigenleistungen abzusprechen und alles zu Papier zu bringen.

Architekt Dirk Lücke hat bereits einige Skateanlagen geplant. So ähnlich wie auf dem Foto könnte es auch in Wennigsen aussehen. Quelle: Architekturbüro Studio L2

Wie der Skatepark aussehen könnte, hatte Planer Dirk Lücke vor der Sommerpause im Bauausschuss vorgestellt. Der Architekt ist selbst Skater und hat schon mehrere solcher Anlagen geplant. In einem Workshop sammelte er dafür gemeinsam mit Jugendlichen Ideen. Herausgekommen ist eine asphaltierte Hügelpiste, im Fachjargon Pumptrack. Ob mit Mountainbikes, Longboards, BMX-Rädern oder Inlinern – die neue Strecke ist für alle gedacht.

Entwässerung ist geklärt

Die Jugendlichen in Wennigsen warten schon lange darauf, dass die Skateranlage endlich kommt. Die Idee war bereits vor mehr als zehn Jahren im Jugendparlament entstanden, seit Sommer 2013 treiben die Jugendlichen die Pläne konkret voran. Erst lag es am fehlenden Hamstergutachten, dass es lange nicht vorwärts ging, dann gab es auf der Wiese am Bröhnweg neben dem Elan-Parkplatz, wo die Skateranlage gebaut werden soll, ein Problem mit der Entwässerung.

Diese Schwierigkeiten sind nun geklärt. Die Gemeinde hat die Pferdewiese gegenüber für die Regenrückhaltung gekauft. Bürgermeister Christoph Meineke hatte vergangene Woche im Rat von 24.000 Euro gesprochen, die der Grundstücksankauf gekostet habe, und angekündigt, dass es nun „zügig weitergehen“ könne.

Lesen Sie auch:

So könnte der Skatepark aussehen

Gemeinde sucht Sponsoren für Skateanlage

Von Jennifer Krebs

Anzeige