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Wennigsen Grundschule verabschiedet Hausmeister nach 28 Jahren
Umland Wennigsen

Wennigsen: Grundschule verabschiedet Hausmeister nach 28 Jahren

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17:15 19.12.2019
Tschüss! Michael Fries verabschiedet sich auf von der Grundschule. Quelle: Stephan Hartung
Wennigsen

Wehmut? Ist natürlich vorhanden. „Das wird am Anfang schwer. 28 Jahre sind eine lange Zeit“, sagt Michael Fries und lacht. Der Hausmeister der Grundschule Wennigsen geht in den Ruhestand. Fries ist Ur-Wennigser, wie er betont. „Ich wohne in der Nähe. Mal gucken, ob es mir gelingt, um die Grundschule einen Bogen zu machen.“ Am Donnerstag verabschiedeten ihn ehemalige Lehrer, das aktuelle Kollegium sowie Vertreter der Gemeindeverwaltung aus dem Dienst. „Noch komme ich ohne Tränen aus. Ich hoffe, das bleibt auch so.“

Nachfolger steht fest

Am 1. Januar 1992 nahm Fries, der zuvor im Bereich Heizung und Sanitär gearbeitet hat, seine Tätigkeit auf. „Man hat gemerkt, dass mit ihm jemand in der Grundschule arbeitet, der sich kümmert und immer ansprechbar ist“, sagt Wennigsens Bürgermeister Christoph Meineke. Fries machte sich nicht nur als Unterstützer des Kollegiums und Seelentröster für die Kinder einen Namen, sondern auch als Betreiber des Schulkiosks. Seine belegten Brötchen und Milchgetränke waren bei den Kindern der Renner. Nachfolger des beliebten Hausmeisters ist zum 1. Januar Dirk Kamprad, er wird in große Fußstapfen treten.

„Mir ist hier alles ans Herz gewachsen. Aber natürlich freue ich mich auch, in Zukunft mehr Freizeit zu haben – vielleicht mit der einen oder anderen Reise, das nächste Ziel ist Singapur“, sagt Fries. Der 64-Jährige spielt gern Tennis, ist Vorsitzender der Tennisabteilung des TSV Wennigsen. Auch das Fitnessstudio möchte er ab sofort wieder öfter aufsuchen. Aus der passiven Rolle heraus drückt er Hannover 96 die Daumen, besucht regelmäßig die Heimspiele des Fußball-Zweitligisten. „Oft sind die Schulkinder in mein Büro gekommen und haben mit mir über 96 diskutiert“, berichtet Fries. Weil das Kollegium von dieser Leidenschaft wusste, bereiteten sie ihm bei der Abschiedsfeier ein kleines Ständchen: Die Stadionhymne „96 Alte Liebe“ umgedichtet in „28 lange Jahre“ – vorgetragen von den Lehrern, aber auch aufgenommen auf CD zur ständigen Erinnerung für Fries an seine Schule.

Hausmeister fehlen die Worte

„Ich bin richtig baff, mir fehlen die Worte“, sagt Fries. Rückblickend auf seine fast drei Jahrzehnte andauernde Tätigkeit betont er, „dass ich an jedem Tag gern in die Schule gegangen bin“. Er habe immer sein Bestes versucht, „und das ist mir, meine ich, auch ganz gut gelungen“. Am heutigen Freitag steht sein definitiv letzter Arbeitstag auf dem Programm – passend dazu gibt es eine weitere Feier. Mit einem großen Programm verabschieden sich die Schüler aller Jahrgänge von ihrem Hausmeister.

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Von Stephan Hartung

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