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Wennigsen Hornquartett german hornsound begeistert beim Kulturkreis Kloster
Umland Wennigsen

Wennigsen: Hornquartett germanhornsound begeistert beim Kulturkreis Kloster 

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12:29 26.09.2019
Das Hornquartett german hornsound unternimmt mit dem Wennigser Publikum eine Reise durch verschiedene Epochen der Musik. Quelle: Christa Grünreich
Wennigsen

Der Kulturkreis Kloster Wennigsen ist in seine neue Konzertsaison gestartet. Das Hornquartett german hornsound eröffnete das kommende Geburtstagsjahr des Vereins: 2020 besteht der Kulturkreis seit 60 Jahren.

Ivo Dudler (für den verhinderten Christoph Ess), Sebastian Schorr, Stephan Schottstädt und Timo Steiniger spannten mit ihrem Programm einen weiten Bogen mit bekannten Melodien aus der Zeit des Barock und der Romantik über Opernmelodien und Sakralwerke bis zur Moderne. Die jungen Musikern erläuterten ihr Programm ausführlich.

Nicht viele Originalwerke

Originalwerke für Hornquartette gibt es nicht üppig viele. Also haben die vier Musiker selber geschmackvolle und stilsichere Arrangements für ihre Instrumente maßgeschneidert: Horn gemäß – „Hornlikes“ lautet denn auch der Name ihres aktuellen Programms. „Man muss einfach spielen, proben, arbeiten, ausprobieren“, sagte Schottstädt. „Jedem von uns Vieren ist ein kleiner Block von drei seiner Lieblingswerke zugeordnet, jeder präsentiert seine Likes.“

Händels „Wassermusik“

Denen konnte das interessierte Publikum lauschen. Es begann mit Händels „Wassermusik“. Die Zuhörer hatten zwar bei den ersten Tönen noch den gewaltigen Orchesterklang des Originals in den Ohren, doch stimmten sie sich schnell auf die kammermusikalisch reduzierte Quartettmusik ein. Nach „Rinaldo“ von Händel und Giovanni Pergolesis „Stabat mater dolorosa“ standen Werke der Romantik im Mittelpunkt. Dem Beifall nach zu urteilen, fühlte sich das Publikum hier besonders angesprochen. Vor allem die getragenen Melodien aus Antonin Dvoráks Symphonie Nr. 9 „Aus der neuen Welt“ kamen den Ausdrucksmöglichkeiten des Horns entgegen. Mit Bruckners „Drei Chorälen“ und der Ouvertüre aus „Die Hebriden“, wo die Zuhörer den stürmischen Wellen nachspüren konnten, schlossen die vier Hornisten den zweiten Teil ab.

Ein Sommernachtstraum

Großes Gefallen fand nach der Pause beim Publikum das Nocturno aus „Ein Sommernachtstraum“ von Mendelssohn. Ebenso das Allegro aus dem 2. Brandenburgischen Konzert von Bach wie auch das sehr getragene Adagio aus dem Oboenkonzert von Alessandro Marcello. Im Schlussteil des Konzertes folgte dann „eine Wundertüte“, wie Steininger ankündigte. Dazu gehörte die Symphonie Nr. 4 „Die Romantische“ Scherzo von Bruckner – hier vor allem die Jagdszene, die vom Horn intensiv dargestellt wurde. Romantisch ging es weiter mit dem „Requiem“ (Offertorio) von Verdi. Als Zugeständnis an die Moderne folgte „Meditango“ von Piazolla.

Und das Publikum bestimmt mit

Zum Schluss war das Publikum gefragt. Unter dem Motto „#Yourlikes“ hatten die Zuhörer vor Beginn des Konzerts ihre Wünsche äußern dürfen. Favorit war hier der Abendsegen aus „Hänsel und Gretel“, mit dem die Gäste verabschiedet wurde. Als Zugabe gab es „Waldleben“ aus Wagners „Siegfried“.

Was die Musiker in ihren Darbietungen geleistet haben, zeigte sich nicht zuletzt daran, dass das Horn das sensibelste und technisch wohl schwierigste Blasinstrument ist. Übrigens ein Novum im Klostersaal: Die Musiker konnten per Fußdruck das jeweilige Notenbild auf ihre digitalen Notenständer übertragen.

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