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Wennigsen Darum hat die Feuerwehr in Sorsum bald wieder genug Löschwasser
Umland Wennigsen

Wennigsen:In Sorsum hat die Feuerwehr bald genug Löschwasser

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17:05 24.11.2019
Jörg Schönfeld steht auf dem Hof hinter dem Dorfgemeinschaftshaus. Auf der Wiese sollen die beiden Tanks vergraben werden. Quelle: Lisa Malecha
Sorsum

Seit Jahren ist in Sorsum das Löschwasser knapp – doch das soll sich nun ändern. Hinter dem Dorfgemeinschaftshaus sollen zwei große Wassertanks eingebaut werden. Die Zisterne sei bereits bestellt, sagt Ortsbrandmeister Jörg Schönfeld, der erfreut ist, dass sich in Sachen Löschwasserversorgung nun endlich etwas tut.

Denn ausreichend Wasser für einen Großbrand, bei dem 1600 Liter pro Minute gebraucht werden, gibt es nach Darstellung der Feuerwehr aktuell nur im unteren Dorfbereich durch den Wennigser Mühlbach. Schon lange fordert die Feuerwehr, dass die Gemeinde dafür sorgt, das ausreichend Löschwasser zur Verfügung steht.

Tanks lösen Löschwasserproblem

Zwei Tanks mit einem Fassungsvermögen von je 50 Kubikmetern werden bald hinter dem Dorfgemeinschaftshaus auf der Rasenfläche vergraben. Dadurch würden laut Schönfeld die gesetzlichen Vorschriften erfüllt. Laut ihnen müssen über zwei Stunden 1600 Liter Wasser pro Minute aus den Schläuchen kommen können. Das Versorgungsunternehmen Purena kann aber maximal 800 Liter Löschwasser pro Minute aus dem Trinkwassernetz liefern – also die Hälfte des bei Großeinsätzen benötigten Wassers. „Die zweite Hälfte bekommen wir nun aus der Zisterne“, sagt Schönfeld.

Die beiden Tanks seien gebraucht gekauft worden. „Mit der Situation sind wir dann erst mal zufrieden“, sagt Schönfeld. Sollte es zu einem Großbrand kommen, der nicht innerhalb von zwei Stunden gelöscht werden kann, müsse man kreativ werden. Doch dann gebe es auch noch den Wennigser Mühlteich.

Probleme seit 20 Jahren bekannt

Die aktuelle Situation hatte bereits vor fast 20 Jahren für Probleme gesorgt: Als im Jahr 2000 der Hof Ehlermann brannte, ging das Wasser mitten im Einsatz aus. Derzeit kann die Feuerwehr Wasser aus dem Löschteich an der Waldorfschule oder aus dem Mühlbach am südlichen Ortsrand von Sorsum entnehmen. Doch beides kostet Zeit und ist umständlich. Den Standort für die Tanks habe man daher sorgfältig ausgewählt. „Das Dorfgemeinschaftshaus liegt relativ zentral“, sagt Schönfeld. Die Distanz zu allen größeren Gebäuden sei jeweils nur rund 200 bis 300 Meter lang. „Das kann man gut händeln.“ Zudem passen die Fahrzeuge durch die Einfahrt und können die Saugstelle gut erreichen, und das Gelände gehöre ohnehin der Gemeinde – man müsse für die Nutzung also nichts bezahlen.

Lieferung für dieses Jahr geplant

Man habe sich zudem ganz bewusst gegen einen Brunnen entschieden, ergänzt Schönfeld. „Man weiß ja nie, wie sich die Wasseradern, auch angesichts des Klimawandels, in den kommenden Jahren verschieben“, begründet er.

Die Maßnahme kostet etwa 80.000 Euro – die Tanks kosten etwa die Hälfte dieser Summe, die restlichen Kosten fallen für das Einbringen in die Erde mit Anschlüssen, Bodenaushub, Kran und Straßensperrung an. „Es liegen aber noch nicht alle Untersuchungen vor. Das Bodengutachten wird derzeit erstellt und bezüglich der Grundwasserhaltung müssen noch einige Punkte geklärt werden“, sagt Bürgermeister Christoph Meineke.

Er rechne zudem nicht damit, dass das Projekt noch in diesem Jahr realisiert wird. „Ich gehe – so es das Wetter zulässt – von etwa Mitte Januar aus“, sagt Meineke.

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Von Lisa Malecha

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