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Wennigsen Inklusion: Konfirmanden kooperieren seit 26 Jahren mit Annastift
Umland Wennigsen

Wennigsen: Inklusion: Konfirmanden kooperieren seit 26 Jahren mit  Annastift

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08:05 02.07.2019
Die Besucher des Klöntreffs besuchen das Kloster Wennigsen und erfahren allerlei Wissenswertes darüber. Quelle: Elena Everding
Wennigsen

Gelebte Inklusion: Seit mehr als einem viertel Jahrhundert treffen sich die Wennigser Konfirmanden mit Menschen mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen. Nun hat die Gemeinde eine Gruppe von Menschen vom Annastift aus Hannover durchs Kloster geführt.

Denn den Klöntreff des Annastift in Hannover-Kleefeld gibt es seit 30 Jahren, und 26 Jahre davon besteht die Kooperation mit den Konfirmanden der evangelischen Kirchengemeinde Wennigsen. Zu ihrem runden Geburtstag hatte Diakon Martin Wulf-Wagner die Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen ins Kloster Wennigsen eingeladen.

Inklusion gehört zum Unterricht

Die Besucher des Klöntreffs sind in Wennigsen keine Fremden: „Ein- bis zweimal im Jahr kommen sie zu uns in den Gottesdienst, den die Konfirmanden gestalten, und wirken dort ebenfalls mit“, erklärte Wulf-Wagner. Auch haben immer wieder Konfirmanden in der Vergangenheit im Rahmen eines Unterrichtsprojekts den Klöntreff besucht, aber auch andere Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen in der Umgebung. „Jeder Mensch ist vollkommen“ lautete beispielsweise das Fazit einer Konfirmandengruppe nach den Besuchen der verschiedenen Einrichtungen.

Dass die Klöntreff-Gruppe gemeinsam das Kloster Wennigsen besucht, ist für sie allerdings etwas Besonderes. „Das letzte Mal gab es so was vor drei Jahren“, sagte Wulf-Wagner. Denn da sie im Rollstuhl sitzen, steckt ein größerer logistischer Aufwand dahinter.

Nun kamen sie aber zusammen mit Annastift-Diakonin Christiane Kansy und schauten sich als erstes den Innenhof des Klosters an – wo normale Besucher sonst nicht hinein dürfen. Dort hielt die Gruppe eine kleine Andacht und sang gemeinsam. Dann ging es wieder vor das Kloster, wo im Garten ein Abendbrot auf sie wartete.

Kooperation wird fortgeführt

Für Wulf-Wagner ist die Zusammenarbeit sehr wertvoll: „Für die Konfirmanden sollen die Treffen nicht wie ein Zoobesuch sein, sondern der Austausch steht im Vordergrund. Manche sind erst zurückhaltend, aber für einige ist es ein Schlüsselerlebnis.“

Es ist ein natürlicher menschlicher Reflex, zunächst eine Skepsis gegenüber Unbekanntem oder Unbekannten zu haben. Diese Unsicherheit kann jedoch nur überwunden werden, wenn aus Distanz Nähe wird –und diese Erfahrung machen die Konfirmanden der Marien-Petri-Kirchengemeinde dank dem Kirchenporjekt „Inklusiv Leben“ immer wieder.

Ein Ende der Kooperation mit dem Klöntreff des Annastifts ist übrigens nicht in Sicht: „Im Kloster gibt es inzwischen sogar eine selbst gebaute Rampe“, ergänzte Kansy.

Von Elena Everding

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