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Wennigsen Jörg Nießen liest bei der Feuerwehr Wennigsen
Umland Wennigsen

Wennigsen: Jörg Nießen liest bei der Feuerwehr

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13:40 11.12.2019
Jörg Nießen liest aus seinem neuen Buch „Rettungsgasse ist kein Straßenname“. Quelle: Stephan Hartung
Wennigsen

Beim Stau bitte eine Rettungsgasse bilden – darauf wird im Radio beim Verkehrsfunk immer wieder hingewiesen. Das klappt nicht immer, diese Erfahrung hat Jörg Nießen gemacht. „Rettungsgasse ist kein Straßenname“ lautet der Name des Buchs, aus dem der 44-Jährige in Wennigsen vortrug.

Veranstalter freuen sich über großen Andrang

Der Ortsfeuerwehr Wennigsen trat als Gastgeber auf. Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Wennigsen, der alle acht Ortsfeuerwehren im Gemeindegebiet unterstützt, sorgte für die Organisation. „Ich habe Herrn Nießen mal bei einer Lesung in Barsinghausen kennengelernt und habe ihn sofort für uns verpflichtet“, sagt Vereinsvorsitzender Hans-Jochen Arndt. Seine Begeisterung von der Lesung im Februar sollte ihn nicht trügen: 120 Besucher waren in die Fahrzeughalle der Ortsfeuerwehr Wennigsen gekommen. „Wir hatten mit 80 Personen gerechnet“, sagte Arndt.

Die Gäste hörten spannende, lustige und teils skurrile Geschichten aus dem Alltag von Nießen. Gesehen hat er schließlich genug. Er kam vor mehr als 20 Jahren vom Zivil- in den Rettungsdienst. In Köln arbeitet er als Notfallsanitäter und Berufsfeuerwehrmann – selbstredend, dass man dabei viele Abenteuer erlebt.

Wenn das Dessert an der Wand landet

Passend zur Vorweihnachtszeit stellte Nießen fest: „Glühwein sorgt bei Menschen dafür, dass auch im Advent das Blaulicht nicht vergeht.“ Weniger poetisch, dafür handfest verlief ein Einsatz am Heiligabend: Familienschlägerei mit zwölf Personen, Schnitt- und Platzwunden inklusive. „Da sind wohl alte Gräben aufgebrochen“, sagte Nießen und berichtete auch von Wurfgeschossen und dem Dessert, das langsam an den Wänden runter lief. Azubi Lars wollte trotzdem einen Bericht anfertigen und fragte die Frau des Hauses nach Vorerkrankungen. „Zwei Ehemänner, aber das ist überstanden!“

Und natürlich darf auch die Geschichte nicht fehlen, die zum Titel des Buchs geführt hat. Zusammen mit seinem Lieblingskollegen Hein stand Nießen auf dem Kölner Autobahnring im Stau – bevor ein Alarm einging, Notfall in einem Edelrestaurant in der Innenstadt. Rettungsgasse bilden? Fehlanzeige. Nießen versuchte es mit Durchsagen über den Lautsprecher. Es gab eine Reaktion, aber nicht wie erhofft. „Ein BMW-Fahrer stieg aus und schleuderte uns einen Pappbecher gegen die Windschutzscheibe.“ Als die Gasse endlich frei war, nutzten Besitzer anderer bekannter deutscher Automarken die Rettungsgasse als freie Spur – ein Auto vor, ein Auto hinter dem Rettungswagen. „Hey, Rettungsgasse ist kein Straßenname“, rief Hein da erbost. Der Buchtitel war entstanden, es ist für Jörg Nießen das mittlerweile fünfte Werk.

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Von Stephan Hartung

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