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Wennigsen Für die Bienen: Kita-Kinder legen Blumenwiese auf dem Friedhof an
Umland Wennigsen Für die Bienen: Kita-Kinder legen Blumenwiese auf dem Friedhof an
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16:26 17.04.2019
Hier soll auf dem Wennigser Friedhof eine Blumenwiese entstehen - und die Kita-Kinder aus der Wennigser Mark helfen fleißig mit. Quelle: Jennifer Krebs
Wennigsen

Die Kindergartenkinder aus der Wennigser Mark haben am Mittwoch mit Kita-Papa und Friedhofswart Christof Dankert eine neue Blumenwiese auf dem Wennigser Friedhof eingesät. Mit seiner Mitarbeiterin Lesslie Prunn hatte Dankert eine etwa 50 Quadratmeter große Fläche neben der Luther-Eiche schon soweit für die Jungen und Mädchen vorbereitet und mit einer Fräse den Boden gelockert, dass die Kinder die Samenkörner nur noch hinstreuen und anschließend leicht festtreten mussten. Im Gänsemarsch trotteten alle über das neue Blumenbeet. „Die Walze, die ich mitgebracht habe, brauchen wir dann gar nicht“, sagte Dankert.

Im Gänsemarsch geht es hinterher übers Beet, um die Samen leicht festzutreten. Quelle: Jennifer Krebs

Es soll summen und brummen in Wennigsen: Die Aktion auf dem Wennigser Friedhof passt in das neue Engagement der Gemeinde, die noch mehr Blühstreifen für die bedrohten Bienen und andere nützliche Insekten an Straßenrändern, Ortseingängen und auf anderen öffentlichen Grünflächen anlegen will. Die ersten gibt es schon, etwa an der Turnhalle Im Lindenfelde, am S-Bahnhof am Heisterweg, an der Hauptstraße an der Ecke zur L 391, an der Buswendeschleife der Kooperativen Gesamtschule, vor dem Baufhof, am Bredenbecker Wanderweg Bachwinkel und an der Verkehrsinsel in Steinkrug. Vor gut einem Jahr hatte es dazu einen Ratsbeschluss gegeben.

„Aber das reicht ja noch lange nicht“, sagte Umweltausschussvorsitzender Wilhelm Subke, der bei der Aktion auf dem Friedhof gerne mithalf. Außerdem mittendrin: Wennigsens stellvertretende ehrenamtliche Bürgermeisterin Marianne Kügler. Sie hatte den Kindern auch etwas zum Vorlesen für den Kindergarten mitgebracht, „Das Bienenbuch“. Erzieherin Lyubov Seyfert, die zusammen mit ihrem Kollegen Angelo Valwrede die Märker Strolche begleitete, bedankte sich: „Auch auf unserem Kindergarten-Außengelände werden wir in den Büschen und Hecken die Bienen bald beobachten können.“

Mittendrin: Wennigsens stellvertretende Bürgermeisterin Marianne Kügler und Umweltausschussvorsitzender Wilhelm Subke. Quelle: Jennifer Krebs

Dass sich auf der neuen Blumenwiese auf dem Friedhof etwas tut, können die Kindergartenkinder aus der Wennigser Mark kaum abwarten. Vor den Sommerferien wollen sich alle auf dem Friedhof noch einmal treffen, um nachzuschauen, ob die neue Blumenwiese dann auch üppig und bunt blüht.

Für zu Hause bekam jedes Kind hinterher noch ein kleines Tütchen mit der „Wennigser Bienenliebe“, um auch im eigenen Garten eine Blumenwiese anlegen zu können. „Funktioniert aber auch prima in Blumenkübeln“, sagte Kügler, die das bei sich schon ausprobiert hat. Die „Wennigser Bienenliebe“ ist eine Samenmischung von 28 Blumenarten. Die Kornblume gehört dazu, ebenso das Schleierkraut, der Klatschmohn und die Kapuzinerkresse – alles Sorten, die Bienen besonders gerne mögen. Die Gemeinde hat sich diese spezielle Saatgutmischung eigens für sich zusammenstellen lassen.

Vom Friedhof immer mehr zum Park

Viele Wennigsen gehen auf dem Friedhof einfach so spazieren oder zünden im Mausoleum eine Kerze an. „Der Friedhof wird immer mehr zu einem Park – und das mitten im Ort“, sagt Friedhofswart Christof Dankert. Der Wennigser Friedhof sei schon irgendwie die grüne Lunge von Wennigsen, hatte sein Vorgänger Friedrich Noltemeyer mal gesagt, der 25 Jahre lang mit der Pflege des Wennigser Friedhofes vertraut gewesen war und mit dem Ruhestand die Aufgabe vor einem Dreivierteljahr an Dankert abgab. Noltemeyer war immer wichtig gewesen, dass der Friedhof zu einem Ort wird, an dem man sich gerne trifft.

Dankert sieht das genauso. Das Friedhofsgelände mit den 3500 Gräbern ist knapp vier Hektar groß. Die Klosterkammer hat jüngst die Friedhofskapelle saniert, wo nun nicht mehr nur Trauerfeiern, sondern auch Konzerte und Theater stattfinden. Die Friedhofsverwaltung richtet gerade 13 weitere Baumfelder für Bestattungen ein. Dort sind Urnen- und direkt im angrenzenden Rasenbereich auch Bestattungen im Sarg möglich.

Rund um die Bäume haben je acht Gräber Platz – und die Pflege durch Friedhofsmitarbeiter ist inbegriffen. „Dieser Service wird immer mehr gewünscht“, sagt Dankert, der gemeinsam mit seiner Mitarbeiterin Lesslie Prunn am Mittwoch die ersten Gehölzinseln rund um die Bäume mit bienenfreundlichen Stauden bepflanzte. Mohn, Schafgarbe, Salbei und Sonnenhut kommen in die Erde.

Von Jennifer Krebs

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