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Wennigsen Klosterbühne feiert in Friedhofskapelle gelungene Premiere
Umland Wennigsen Klosterbühne feiert in Friedhofskapelle gelungene Premiere
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16:05 03.11.2018
Das Publikum ist bei der Premiere der Klosterbühne in der Friedhofskapelle dicht dran am Geschehen. Quelle: Ingo Rodriguez
Wennigsen

„Mittendrin statt nur dabei“: Der bekannte Werbeslogan eines Fernsehsenders passt auch als Beschreibung für das neue Projekt der Klosterbühne Wennigsen wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Das Theaterensemble hat jetzt sein neues Stück „Gott des Gemetzels“ zum ersten Mal überhaupt in der frisch sanierten Friedhofskapelle aufgeführt – und für die gelungene Premiere in doppelter Hinsicht hervorragende Kritiken erhalten. „Wir haben viel Lob für die Inszenierung und die Wahl des Spielortes erhalten“, sagte Anja Fahrenbach, die zuvor auch als eine der Hauptakteurinnen viel Applaus bekommen hatte.

Das Publikum ist bei der Premiere der Klosterbühne in der Friedhofskapelle dicht dran am Geschehen. Quelle: Ingo Rodriguez

Für die speziell auf die Friedshofskapelle zugeschnittene Inszenierung Werbung zu machen, ist genau genommen nicht erforderlich. Schließlich waren die Tickets für alle sechs Aufführungen schnell ausverkauft. Trotzdem lohnt es sich, einen Blick auf die Besonderheiten des Projekts zu werfen. Denn: Das bekannte Stück der Autorin Yasmina Reza handelt von zwei Elternpaaren, die sich nach einer Prügelei der elfjährigen Söhne zu einem klärenden Gespräch treffen. Dabei tun sich hinter der Fassade bürgerlicher Wohlanständigkeit Abgründe auf. Regisseurin Suse Wessel hat die schwarze Komödie mit vier weitere Rollen besetzt, die innere Stimmen mimen. Das Besondere: Das Geschehen verlagert sich auch auf die Orgel- und Altarempore. Sogar direkt neben den Zuschauerreihen wird gespielt. Genau das ist der Grund, warum das Ensemble das Angebot des Pastors Carsten Wedemeyer von der Marien-Petri-Gemeinde angenommen hat, in der sanierten Kapelle zu spielen. „Wir wollten bewusst einen sehr engen Spielort, um das Publikum mitzunehmen und auf engem Raum einzubeziehen“, sagte Fahrenbach nach der Premiere. Seit Mai hatten die Akteure abends in der Kapelle geprobt. Nun wurden Mühe, Fleiß und Mut vom Publikum belohnt.

Das Publikum ist bei der Premiere der Klosterbühne in der Friedhofskapelle dicht dran am Geschehen. Quelle: Ingo Rodriguez

Pastor Wedemeyer sprach nach der Premiere von einem „gelungenen Experiment“. Er hatte schon im Vorfeld gesagt: „Veranstaltungen gehören zum Konzept der sanierten Kapelle. Die Gestaltung und die Lage verbieten zwar bestimmte Dinge. Ein Theaterstück, das sich mit den grundlegenden Fragen menschlichen Zusammenlebens beschäftigt, passt sicher sehr gut.“

Von Ingo Rodriguez

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