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Wennigsen Wennigser Rat gründet Gruppe für Klimaschutz
Umland Wennigsen

Wennigsen: Neue Arbeitsgruppe soll Klimaschutz vorantreiben

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17:59 25.11.2019
Unter anderem will sich die Arbeitsgruppe auch mit dem Thema Windenergie beschäftigen. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Wennigsen

Die Gemeinde hat eine Ratsarbeitsgruppe (AG) zum Klimaschutz gegründet, um den Klimaschutz in Wennigsen voranzutreiben. Die Mitglieder wollen sich Schwerpunkte setzen und diese mit Experten besprechen aber auch aktuelle Ratsbeschlüsse auf ihre Auswirkungen auf das Klima überprüfen.

Wieso das nötig ist? Jonas Farwig (SPD), der zum Vorsitzenden der AG gewählt wurde, fasst zusammen: „Viele Klimathemen gehören nicht dem selben Fachbereich an – wenn es um ein plastikfreies Wennigsen geht, dann gibt es andere Ansprechpartner als wenn es etwa um Solaranlagen geht.“ In der AG könnten immer die richtigen Ansprechpartner sich zu den einzelnen Themen äußern.

„Das Bewusstsein ändern“

Doch es reiche nicht aus, nur Maßnahmen zu beschließen. „Wir müssen auch das Bewusstsein der Menschen ändern“, sagt Farwig. Denn nur wenn die Öffentlichkeit eingebunden ist, könne der Klimaschutz erfolgreich sein.

Und der Klimaschutz müsse in Wennigsen nun dringend neuen Schwung bekommen, betont Detlev Krüger-Nedde. Der ehrenamtliche Klimaschutzbeauftragte der Gemeinde sieht in Wennigsen zwar gute Ansätze wie die Holzhackschnitzelheizung an der KGS, die Energenies, das Radverkehrskonzept und den S-Bahn-Anschluss, das eigene Hannah-Lastenfahrrad der Gemeinde, die Bürgersolaranlagen oder LED-Straßenlampen. Doch „Wennigsen droht seine Klimaschutzziele zu verfehlen“, sagt Krüger-Nedde.

Von den 52 Maßnahmen im Klimaschutzaktionsprogramm, das bereits 2010 erstellt wurde, seien nur 17 umgesetzt worden – die meisten hiervon im Bereich Mobilität. Bei neun weiteren Punkten sei die Umsetzung in Planung. Große Defizite sieht Krüger-Nedde vor allem im kommunalen Aufgabenbereich, wie etwa beim Energiemanagement, Energieeffizienz bei Sanierung und Neubau, ökologische Bauleitplanung, ökologische Beschaffung und den Ausbau von Solarzellen auf kommunalen Dächern.

Das sind die AG-Mitglieder

Unterstützt wird die AG von dem neuen Klimaschutzmanager Jan Krebs – er ist der erste hauptamtliche Klimaschutzmanager den die Gemeinde hat und fängt im Dezember seinen Dienst an.

Für die SPD sind Reinhard Wiens, Wilhelm Subke, Jonas Farwig und Gunnar Supper in der Klima-AG, für die CDU nehmen Anselm Borrmann, Ernst Herbst und Peter Armbrust teil. Die Grünen haben Norbert Bohnenstengel benannt, die FDP Michael Meißner und die AfD Werner Werner. Auch Christina Müller-Matysiak (Freie Wählergemeinschaft) und Uwe Kopec (Piratenpartei) wollen sich beteiligen. Zudem sind Ole Hagen (JuPa), Axel Lambrecht (Wennigsen for Future), Meno Stemmermann (Fridays for Future), Henning Dorl (WIG), Gerhard Krick (Nabu) und Detlev Krüger-Nedde, der ehrenamtliche Klimaschutzbeauftragte der Gemeinde, teil der AG.

Hinten im Kommunen-Ranking

Auch die Klimaschutzagentur der Region Hannover könnte sich vorstellen, die AG bei ihrer Arbeit zu unterstützen, berichtet Farwig. Ob als Mitglied oder ob sie lediglich zu bestimmten Themen auf Grund ihrer Expertise dazu geladen werden, stehe noch nicht fest. Bei der Auftaktsitzung ist daher auch Udo Sahling, Chef der Klimaschutzagentur Region Hannover, zu Gast, der sogleich eine schlechte Nachricht mit im Gepäck hat: Im Bereich erneuerbare Energien liegt Wennigsen hinter zahlreichen anderen Kommunen in der Region. Positive Beispiele etwa sind Uetze und die Wedemark. Die AG Klimaschutz will sich laut Farwig nun alle zwei Monate treffen. Die Sitzungen sind öffentlich. Das nächste Treffen ist für Janura vorgesehen.

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Von Lisa Malecha

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