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Wennigsen Die ersten Krippenkinder werden eingewöhnt: Wennigsens neue Übergangs-Kita ist eröffnet
Umland Wennigsen

Wennigsen: Neue Übergangs-Krippe an der Hirtenstraße ist eröffnet

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17:05 21.10.2019
Es wirkt noch alles sehr provisorisch, aber die Eltern haben händeringend auf diese Betreuungsplätze gewartet: In der neuen Krippe an der Hirtenstraße werden seit dem 7. Oktober die ersten Kinder eingewöhnt. Quelle: Jennifer Krebs
Wennigsen

Innen wirkt alles noch ziemlich provisorisch, aber die Eltern haben händeringend auf diese Betreuungsplätze gewartet: Wennigsens neue Übergangskrippe in der alten Begegnungsstätte an der Hirtenstraße 23 ist eröffnet. Einige Familien, die nun hier untergekommen sind, hatten im Sommer keinen Krippenplatz für ihr Kind bekommen.

Die neue Krippe an der Hirtenstraße ist eine Notlösung, solange der neue AWO-Kindergarten im Langen Feld noch nicht gebaut ist. Eigentlich sollte der neue Kindergarten mit zwei Krippen- und zwei Kindergartengruppen schon zum 1. Mai eröffnen, dann zum 1. August – doch nun wird daraus wohl frühestens im Sommer, wahrscheinlich sogar erst im Herbst 2020 etwas. Denn nach wie vor macht die Entwässerung auf dem Grundstück, auf dem der neue Kindergarten gebaut werden soll, Schwierigkeiten, weswegen noch kein Bauantrag gestellt werden konnte.

AWO stellt die ersten neuen Mitarbeiterinnen ein

Das Konstrukt ist eine Dreierkonstellation. Das Grundstück neben den Mehrfamilienhäusern im Karree zwischen Marie-Juchacz- und Hildegard-von-Bingen-Straße gehört der Klosterkammer Hannover. Bauherrin wird ihre Tochtergesellschaft Liemak werden, die das Gebäude nach den Wünschen der Gemeinde erstellt und dann an sie vermietet. Betreiberin wird die AWO.

„Wir haben uns natürlich gefreut, dass sich der Wennigser Rat für uns als Träger entschieden hat“, sagt Kindergartenleiterin Kerstin Siegert. Zur AWO gehört bereits die Kita Deisterspatzen im Langen Feld, die sich in Sichtweite befindet und fußläufig keine fünf Minuten vom geplanten neuen Kindergarten entfernt ist. Die ersten acht neuen Mitarbeiterinnen für den neuen Kindergarten hat die AWO bereits eingestellt, zwei von ihnen arbeiten jetzt in der Übergangs-Kita in der Hirtenstraße mit. Zum Team in der Hirtenstraße gehören zwei Erzieherinnen, eine sozialpädagogische Assistentin und eine FSJlerin.

Hier geht's lang: Der Eingang zur Krippe befindet sich hinterm Haus. Über eine Rampe geht es nach drinnen. Quelle: Jennifer Krebs

Zurzeit besuchen sechs Jungen und Mädchen die neue Krippe, die nächsten werden im Dezember eingewöhnt, dann noch einmal welche im Januar. Weil anfangs mehr als sieben Kinder noch keine zwei Jahre alt sind, startet die Krippe in den ersten Monaten nur mit zwölf Kindern. Ab Mai wird die Krippengruppe dann mit 15 Kindern voll sein.

Die Gemeinde Wennigsen braucht die neuen Betreuungsplätze dringend. Für sie wird es immer schwieriger, genügend Betreuungsplätze vorzuhalten. Nach den aktuellen Planzahlen der Region Hannover fehlen nicht nur welche für unter Dreijährige, sondern perspektivisch auch für Kindergartenkinder im Alter zwischen drei und sechs.

„Es fehlt an allen Ecken und Enden“, sagt Kita-Leiterin Siegert. Dieses Jahr klappt es in Wennigsen mit den Kita-Plätzen offenbar gerade noch so knapp auf knirsch. Ab Sommer 2020 haut es dann nicht mehr hin. Beispiel AWO-Kindergarten: Schon jetzt, sagt Siegert, könne man gar nicht mehr alle Krippenkinder, wenn sie drei Jahre alt werden, nahtlos in die eigene Kindergartengruppe herübernehmen.

Endlich: Die Möbel sind geliefert und werden im Gruppenraum aufgebaut. Quelle: Jennifer Krebs

Die Gemeindeverwaltung hatte sich Mühe gegeben, mit der Hirtenstraße möglichst schnell eine Lösung für den Übergang parat zu haben, als feststand, dass es bis zur Fertigstellung des neuen Kindergartens im Langen Feld mindestens noch ein weiteres Jahr dauert. „Es ist alles noch sehr provisorisch, aber wir können arbeiten“, sagt Siegert. Der große Raum im Erdgeschoss der alten Begegnungsstätte hat einen neuen Fußboden bekommen. Wände wurden eingezogen, um einen Schlafraum für die Kinder abzuteilen. Seit Freitag sind dort auch dunkle Rollos montiert.

Im Badezimmer wurden eine Mini-Toilette und ein kleinkindgerechtes Waschbecken eingebaut, an das die Kinder über eine Stufe selbst gelangen können. Die Heizkörper sind jetzt verkleidet, damit sich daran niemand verletzt. Am Montag wurden das neue Mobiliar aufgebaut – Regale und Schränke. Auch der Krippenwagen wurde geliefert. „Jetzt kann es damit raus gehen“, sagt Siegert. Die Krippe selbst hat nämlich keinen eigenen Außenbereich. Doch ein Stückchen die Straße rauf gibt es einen Spielplatz.

Kindergarten Pusteblume will sich vergrößern

Der Kindergarten Pusteblume an der Max-Planck-Straße 39 will sich vergrößern und deswegen umziehen. „Wir haben bereits neue geeignete Räume in Wennigsen in Aussicht und auch schon erste Gespräche geführt – unterschrieben ist aber noch nichts“, sagt Kindergartenleiterin Theresa Reinecke.

Die Eltern-Kinder-Gruppe gibt es seit 43 Jahren. An der Max-Planck-Straße werden die Kita-Kinder seit etwa 20 Jahren in einem umgebauten Einfamilienhaus betreut. Zuvor hatte die Elterninitiative bis Mitte der Neunzigerjahre ein Gebäude an der Hauptstraße angemietet.

Im Kindergarten Pusteblume werden momentan 32 Jungen und Mädchen in zwei Gruppen betreut, in der Sternen- und in der Sonnengruppe. „Wir würden mit unserem Umzug gerne um sechs Plätze erweitern“, sagt Reinecke, die sich die Leitung des Kindergartens mit Kathrin Jäger teilt. Zum Kita-Team gehören außerdem Jennifer Simon, Sabrina Deike und Vertretungskraft Sabrina Wiechen-Hofmeister.

Auch wenn sich momentan noch nicht absehen lässt, wie schnell es mit dem geplanten Umzug in das neue Haus klappen könnte: Der alte Kindergarten Pusteblume an der Max-Planck-Straße soll dann offenbar für eine weitere Übergangs-Kita herhalten, solange der neue Kindergarten im Langen Feld noch nicht fertig ist. Die AWO hat sich die Räume bereits angesehen.

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Von Jennifer Krebs

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