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Wennigsen Pächterwechsel: Pinkenburg ist bis April geschlossen
Umland Wennigsen Pächterwechsel: Pinkenburg ist bis April geschlossen
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16:54 04.02.2019
Inhaber und Pächter: Immobilienbesitzer Helmuth Meinecke (links) und Gastronom Nico Christou zeigen vor der Traditionsgaststätte an der Hauptstraße alte Bilder von dem Gebäude und Hotelbetrieb. Quelle: Ingo Rodriguez
Wennigsen

Geschlossene Eingangstür, keine Besucher im Schankraum, leere Hotelzimmer – aber gleichzeitig trotzdem eine lebhafte Versammlung mit vielen Besuchern im großen Saal: Diese ungewöhnliche Betriebsform wird in Wennigsens ältestem Gasthaus ab sofort noch genau zwei Monate andauern. Das Traditionslokal Pinkenburg ist bereits seit einigen Tagen wegen umfangreicher Renovierungsarbeiten geschlossen und soll erst am 1. April unter neuer Regie wieder eröffnen. „Für die gebuchten Veranstaltungen wird der Saal mit provisorischen Lösungen aber weiter zur Verfügung gestellt“, sagt Gastronom Nico Christou. Er ist der neue Pächter der Pinkenburg. Und er kann jede Menge Erfahrung vorweisen: Immerhin leitet Christou auch schon seit Jahren das Hotelrestaurant Steinkrug sowie das Restaurant mit Hotelbetrieb Zur Linde in Ihme-Roloven. „Die Pinkenburg hat einen richtig guten Namen. Wenn so ein Laden zu haben ist, muss man zuschlagen“, sagt Christou zu seinem nun dritten Gasthaus mit Hotelbetrieb.

Eingefädelt hat die Übernahme und den Pächterwechsel der Immobilienbesitzer Helmuth Meinecke. Er ist in Wennigsen aufgewachsen, lebt und arbeitet inzwischen aber in Köln. Um die Wechselformalitäten nach dem Rückzug und Ablauf des Vertrages der Vorpächter Svetlana Stanic und Igor Miric abzuwickeln und Einzelheiten mit dem neuen Gastronom zu besprechen, ist er in seine alte Heimat gereist. Für Meinecke ist die Pinkenburg eine Herzensangelegenheit. „Immerhin ist das Gebäude seit 1780 im Besitz unserer Familie“, sagt er. Meinecke hat die Geschäfte rund um das Grundstück und die Immobilie schon vor mehr als zehn Jahren von seinen Eltern Georg und Wiltrud Meinecke übernommen. Sein Vater hatte das Gasthaus mit Hotelbetrieb von 1956 bis 2005 auch selbst geführt. Danach hatten Claudia und der frühere Profifußballer Frank Hartmann zehn Jahre lang den Laden geleitet.

Im Schankraum erinnert der großformatige Abdruck einer alten Postkarte an die langjährige Tradition des Betriebs. Quelle: Ingo Rodriguez

Auf die langjährige Tradition wird auch auf der eigenen Internetseite informiert. Demnach ist es das einzige Gasthaus Wennigsens, das mehr als vier Jahrhunderte seit seiner ersten Erwähnung bis heute überdauert hat. Durch ein Feuer wurde der Gasthof 1670 komplett zerstört und danach wieder aufgebaut. Die Bezeichnung für den ehemaligen Klosterkrug geht auf den Familiennamen des zweiten Besitzers Johann Pinkenburg zurück.

Nun reiht sich also Christou in die Liste der Pinkenburg-Gastronomen ein. Das Hausmädchen für den Hotelbetrieb wird er von den Vorgängern übernehmen. Weil ihm von früheren Service-Mitarbeitern keine Übernahmewünsche zugetragen worden seien, werde er drei neue Servicekräfte einstellen und auch drei neue Köche, kündigt Christou an. Die mit zwei Monaten verhältnismäßig kurz eingeplante Renovierungszeit kann Besitzer Meinecke erklären. „Wir hatten vor 13 Jahren wegen wirklich sehr umfangreicher Modernisierungsarbeiten für sechs Monate geschlossen, deshalb muss jetzt nicht ganz so viel renoviert werden“, sagt Meinecke. Am 1. April soll der Betrieb mit Restaurant, elf Hotelzimmern, zwei Sälen und Biergarten dann wieder komplett neu eröffnen.

An einer Wand im Flur des Erdgeschosses erinnert ein altes Schwarzweißfoto an längst vergangene Zeiten. Quelle: Ingo Rodriguez

Von Ingo Rodriguez

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