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Wennigsen Pilze schießen einfach nicht aus dem Boden
Umland Wennigsen Pilze schießen einfach nicht aus dem Boden
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15:45 24.08.2018
In diesem Jahr ein seltenes Fundstück: Im Deister sind derzeit für Sammler wegen des heißen und trockenen Sommers nahezu keine Pilze zu entdecken. Quelle: Archiv
Wennigsen

Es ist Jahr für Jahr eine der beliebtesten Themenwanderungen im Programm des Tourismus-Service Wennigsen. Seit 2005 schon geht die Experin Ute Plack in der Reihe Naturentdeckertouren viermal pro Jahr mit Tourbegleiterin Amirah Adam und leidenschaftlichen Sammlern im Deister Pilze suchen – fachmännisches Bestimmen der essbaren und giftigen Arten, korrektes Abschneiden oder Herausdrehen sowie Vorschläge für die Zubereitung inbegriffen. In diesem Sommer müssen mehr als 100 Menschen aus der gesamten Region Hannover aber trotz erfolgreicher Anmeldung offenbar auf das beliebte Outdoor-Angebot verzichten. Der Tourismus-Service hat vorerst alle vier geplanten und auch schon bereits ausgebuchten Pilzentdeckertouren der Saison abgesagt. „Es war bislang zu heiß und zu trocken in diesem Sommer. Es sind zurzeit einfach so gut wie keine Pilze im Deister zu finden“, sagt Henrik Heüveldop vom Tourismus-Service.

Pilzkennerin Plack, Heüveldop und Adam haben sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Immerhin haben sich die Pilzwanderungen längst zu einem kleinen Touristenmagnet entwickelt. Der Tourismus-Service erlebt bei den Anmeldungen regelmäßig einen kleinen Ansturm: Meist sind die Aktionen schon lange vor dem Beginn der Pilzsaison im Spätsommer und Herbst ausgebucht. Deshalb hat sich das Trio erst nach sorgfältigen Ortsbesichtigungen einschlägiger Fundstellen im Deister und nach intensiven Beratungen für eine vorläufige Absage der insgesamt vier Touren im September entschieden. Inzwischen seien nahezu alle angemeldeten Teilnehmer auch darüber informiert. „Wir können ja schlecht Pilze aus der Konserve auslegen. So ist nun einmal die Natur“, sagt Heüveldop. Es sei jedoch erst das zweite Mal seit Einführung der Touren, dass eine witterungsbedingte Komplettabsage notwendig gewesen sei.

Völlig aussichtslos ist die Lage für die Pilzsammler jedoch nicht. Denn: Der Tourismus-Service hat sich eine Hintertür offen gelassen – und die angemeldeten Teilnehmer auch darüber informiert: „Wenn es genügend regnet und der Boden feucht genug wird, können die Pilze doch noch aus dem Boden schießen“, sagt Heüveldop. Dann sollen für die registrierten Teilnehmer etwa Ende Oktober oder Anfang November die ausgefallenen Wanderungen nachgeholt werden.

Expertin Ute Plack (links) und Amirah Adam vom Tourismus-Service können in diesem Jahr Pilzsammlern vorerst im Deister keine große Auswahl an Fundstücken bieten. Quelle: Archiv

Von Ingo Rodriguez

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