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Wennigsen Realistische Feuerwehrübung fordert die 40 Einsatzkräfte
Umland Wennigsen

Wennigsen: Realistische Feuerwehrübung fordert 40 Einsatzkräfte aus Argestorf und der Wennigser Mark

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00:17 09.05.2019
Nur eine Übung: Die Feuerwehr muss die verletzte Fahrerin und die anderen Insassen aus dem Wagen holen. Quelle: Heike Buthe/Feuerwehr Wennigser Mark
Wennigser Mark

Bei diesem realistischen Übungsszenario sind die 40 Feuerwehrleute aus Argestorf und der Wennigser Mark reichlich gefordert gewesen. Der stellvertretende Ortsbrandmeister der Wennigser Mark, Holger Friedrichs, hatte in wochenlanger Vorbereitung einen Ablauf ausgearbeitet, der alle Bereiche der beiden Feuerwehren einbinden und fordern sollte.

Die Situation: Eine Mutter war mit ihrem Sohn im Auto unterwegs zum Tierarzt mit ihrem Kater im Kofferraum. In Höhe Parkplatz Waldwinkel verhedderte sie sich mit den Füßen in den Pedalen und raste an den Containern ein Stück in den Wald hinein. Die Frau war nicht angeschnallt und hätte noch dazu fast einen Passanten erfasst, der mit Freundin und Hündin spazieren war. Aufgeschreckt sprang er zur Seite und ließ den Hund los, der wegrannte. Der Motor des Autos qualmte und die Feuerwehr musste aufpassen, dass nicht auch das Waldgestrüpp Feuer fängt.

Aus der Kühlerhaube qualmt es. Die Feuerwehr muss aufpassen, dass nicht auch der Wald Feuer fängt. Quelle: Heike Buthe/Feuerwehr Wennigser Mark

Zuerst erreichte das LF8 der Märker Feuerwehr den Einsatzort. Da das fast 30 Jahre alte Fahrzeug kein Wasser an Board hat, musste über einen Hydranten eine Wasserversorgung aufgebaut werden, die rund 180 Meter lang war. Ein Trupp mit einer ausgebildeten Rettungssanitäterin erkundete mit einem Rettungsrucksack auf dem Rücken die Einsatzstelle, um nach verletzten Personen Ausschau zu halten und gab sofort Rückmeldung an Einsatzleiter Thorsten Schmedes. Schnell stellte sich heraus, dass sich in dem qualmenden Auto zwei Insassen befanden, die nicht von alleine herauskamen, da alle Türen verschlossen waren.

Der verschreckte junge Mann stand unter Schock und wurde sofort betreut. Zeitgleich trafen auch ein Rettungswagen der Schnell-Einsatz-Gruppe des ASB Hannover und die Argestorfer Feuerwehr mit ihrem Gerätewagen-Tierrettung.

Schwierige Rettung der Autofahrerin

Nachdem das Kind unverletzt aus dem Auto befreit werden konnte, war die Rettung der Mutter schwieriger, da sie vermutlich Verletzungen an der Halswirbelsäule erlitten hatte. Zuerst wurde der Kopf der Fahrerin von hinten mittels einer speziellen Halskrause stabilisiert und die blutende Platzwunde an der Schläfe versorgt. Zusätzlich wurde sie intensiv betreut, bevor sie schonend mit einem Combi-Carrier aus dem Auto gezogen werden konnte. Wäre in einer realen Situation das Leben dieser Frau gefährdet gewesen, wäre sie natürlich per Sofortrettung aus dem Fahrzeug geholt worden, sagt Feuerwehrsprecherin Julia Heumann-Friedrichs.

Zudem musste noch die Katze aus dem Kofferraum gerettet werden. Auch die Hündin wurde gefunden. „Sie war natürlich die ganze Zeit angeleint und wurde von ihrem echten Herrchen betreut“, sagt Heumann-Friedrichs.

„Die Übung verlief ohne Hektik“

Hinterher waren alle zufrieden. „Die gesamte Übung verlief ohne Hektik“, sagt Friedrichs. „Man ist sich natürlich bewusst, dass in einem richtigen Einsatzfall die Situation oft eine andere ist. Aber durch solche Übungen können wichtige Grundlagen geschaffen werden, falls der Ernstfall doch irgendwann mal eintritt.“

Von Jennifer Krebs

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